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Aufsteiger-Spot des Monats - Makkum am Ijsselmeer

30.06.2017 Jenny Eschenbach - Du kannst mit uns auf Reisen gehen und jeden Monat einen neuen Windsurfspot entdecken. Wir suchen dir weltweit aufsteigerfreundliche Spots heraus wo du Wind, Stehrevier und die passende Infrastruktur findest, um dein Können immer weiter zu verbessern.

© Thorsten Indra
Windsurf Hot Spot Makkum - bei der passenden Windrichtung ganz einfach der "Place to be"!
Windsurf Hot Spot Makkum - bei der passenden Windrichtung ganz einfach der "Place to be"!

Am nordöstlichsten Zipfel des Ijsselmeers gelegen, finden Aufsteiger hier den perfekten Platz zum Üben. Generell kommen hier alle Windsurfer voll auf ihre Kosten, denn reviertechnisch habt ihr hier die Wahl zwischen kleinen Wellen und tollem Flachwasser für Freestyle oder Slalom. Auch kulturell hat Makkum Einiges zu bieten: Die Altstadt - ein landestypischer, traditionsreicher Fischerort - lädt zum Spazieren und Genießen ein.

Anreise: 

Die gut 300 Kilometer Anfahrt vom Ruhrgebiet aus sind über mehrere Wege zu meistern. Am Ende landet jeder auf der A7, die auch direkt zum "Afsluitdijk" (dem Damm, der Friesland mit Nordholland verbindet und das Ijsselmeer von der Nordsee trennt) führt. Nach Makkum müsst ihr nur kurz vor dem Damm abfahren.

Reisezeit:

Die beste Reisezeit ist im Frühjahr und Sommer. Dadurch, dass das Ijsselmeer ein See und gerade an den Ufern recht flach ist, erwärmt es sich im Früjahr deutlich schneller als Nord- und Ostsee. Im Herbst kühlt es dafür auch deutlich schneller wieder ab. Im Sommer werden durchaus Wassertemperaturen von über 20 Grad erreicht (Durschnitt sind im Sommer aber 17 bis 18 Grad) - die Windwahrscheinlichkeiten sind natürlich im Frühjahr, Herbst und Winter besser. Für den Fall, dass ihr ein ordentliches Tiefdruckgebiet erwischt, sollte auch im Sommer ein 5/3er-Langarm-Neo aber durchaus ins Gepäck - ansonsten kann sogar mal ein Kurzarmneo ausreichend sein.

Wind:

Speziell im Frühjahr und Herbst entstehen häufig Tiefdruckgebiete, die vom Atlantik aus ostwärts ziehen und für ordentlich Wind am Ijsselmeer sorgen. Zieht die Sturmfront nördlich an Makkum vorbei, gibt es Wind aus Südwest - der dann für ordentliche Kabbelwellen am nordöstlichen Zipfel des Ijsselmeers sorgt. Nachhaltige Sturmtiefs können euch gute drei bis fünf Tage Wind bescheren! Sind Sonnenschein und nur leichter Westwind angesagt, kommt es regelmäßig zu thermischen Verstärkungen - dann könnt ihr euch vor Ort über ein paar Knoten mehr freuen.
Im Sommer kann es bei Schönwetter zu stabilen Ostwindlagen kommen. In Makkum kommen östliche Winde ablandig - die Locals empfehlen dann nach Kornwerderzand am Afsluitdijk (dem Damm, der Nordsee und Ijsselmeer voneinander trennt) auszuweichen. Hier wird der Wind gerade an sonnigen Tagen mit Ostwind durch thermische Effekte noch einmal zusätzlich verstärkt.

© Thorsten Indra
Der riesige Stehbereich ist perfekt zum Üben für Ein- und Aufsteiger geeignet!
Der riesige Stehbereich ist perfekt zum Üben für Ein- und Aufsteiger geeignet!

Spotbedingungen:

Bei Wind aus SW:

  • Bei SW-Wind haben die Wellen das gesamte Ijsselmeer als Anlauffläche und treffen an Makkums Sandbänken dann auf das erste Hindernis - dort entstehen dann bei starkem SW-Wind Wellen, die einem Waveboard auf einem See eine Daseinsberechtigung verschaffen!
  • Hinter der Brandungszone verlieren die Wellen ihre Kraft, sodass dieses Gebiet (das sich über einen Kilometer erstreckt) ideal ist für alle Flachwasserpiraten, vom Ein- und Aufsteiger über den Slalomheizer bis hin zum Freestyle-Ass. Hier findet ihr diesen Spot in unserer interaktiven Karte.
  • Gerade im Winter kann es am Ufer sehr flach sein, da der Wasserspiegel des Ijsselmeers über die Wintermonate gesenkt wird, um Sturmfluten vorzubeugen. Auch wenn dann häufig lange Fußmärsche nötig werden, warten die großen Stehbereiche andererseits gerade bei kalten Temperaturen mit einem gewissen Komfort und Sicherheit auf – einfach wieder Aufsteigen ist ohne langes Schwimmen möglich, Abtreiben fast unmöglich. Daher ist man hier auch an kalten Wintertagen nie alleine auf dem Wasser.
  • Erfahrene Slalomfreaks finden am "Afsluitdijk" (dem Damm, der Friesland mit Nordholland verbindet und das Ijsselmeer von der Nordsee trennt) einige flache Speedpisten zum Heizen.

Bei Wind aus östlichen Richtungen:

  • Rein östliche Winde wehen in Makkum ablandig - Böen und Winddreher sind durch die Uferbepflanzung und -bebauung dann garantiert. Dann solltet ihr mit dem nötigen Fahrkönnen ausgestattet sein (um nicht 20 Kilometer in Lee wieder eingesammelt werden zu müssen - was hier durchaus häufiger passiert) oder nach Kornwerderzand ausweichen.

Alternativ-Spots: Eine Vielzahl an weiteren Spots am Ijsselmeer und auch in anderen Teilen Hollands findet ihr in unserer Karte - die Einträge werden stetig aktualisiert. Schaut einfach mal hier rein!

Surfschulen und Shops

Zwei Surfstationen und ein Surfshop sorgen hier für die nötige Infrastruktur:

  • Surf N Sail Center Makkum liegt am Nordende der Bucht, die den Hauptsurfspot von Makkum darstellt. Dort könnt ihr Windsurfen, Kitesurfen und Segeln lernen. Wer schon surfen kann, kann sich natürlich Material ausleihen. An Flautentagen könnt ihr euch SUPs schnappen und die Gegend auf eigene Faust erkunden oder an einer der geführten SUP-Touren teilnehmen.
  • Funsport Makkum ist der Name von einer Surfschule und einem Surfshop. Beide liegen nah nebeneinander, am Ende der Straße "De Holla Poarte", etwas südlich des Surf N Sail Center Makkum. Hier könnt ihr sowohl Wind- und Kitesurfen lernen als auch Windsurfmaterial ausleihen. Wollt ihr euch neues Material im zugehörigen Shop kaufen, könnt ihr dieses vorher testen!
© Thorsten Indra
Die "Vissersvillas" im Beach Resort Makkum vermitteln Urlaubsfeeling pur.
Die "Vissersvillas" im Beach Resort Makkum vermitteln Urlaubsfeeling pur.

Unterkünfte:

Wildcampen ist in Holland generell verboten! Verstöße werden mit empfindlichen Strafen bis zu 100 Euro geahndet, die örtlichen Campingplätze sind da deutlich günstiger. Mit dem Camping Recreatiecentrum De Holle Poarte findet ihr einen antsprechenden Campingplatz direkt am Strand. An Hotels gibt z.B. das Hotel de Vigilante und das Hotel Villa Mar. Das Beach Resort bietet euch jede Menge Komfort, alle Mietbungalows im Park haben direkten Zugang zum Binnenmeer und der Strand ist nur wenige Minuten entfernt.

Alternativprogramm:

An einem mildem Sommerabend den Boulevard entlang zu schlendern, oder seine Füße im warmen Ijsselmeer baumeln zu lassen, vermittelt Urlaubsfeeling pur. Die Altstadt von Makkum ist ein Paradebeispiel für einen landestypischen, traditionsreichen Fischerort. Mit ihren engen Gassen und den charakteristischen Häusern werden die alten Zeiten wieder lebendig. An windstillen Tagen lohnt sich auch eine Rad- oder Segeltour zu den historischen Fischerdörfern in der Umgebung. Für alle Nachtschwärmer gibt es einen Club, in dem man die Nacht zum Tag macht, wenn man das denn möchte und die entsprechende Kondition mitbringt.

Hinweis für Kitesurfer: Während der Sommersaison ist das Kiten an Makkums Stränden verboten. Wer allerdings gerne Kiten möchte, findet gleich ums Eck, in Kornwerderzand, im Winkel zwischen Ijsselmeer und Afsluitdijk, hervorragende Bedingungen.

© Thorsten Indra
Die Altstadt von Makkum versprüht ihren ganz eigenen Charme: Mit ihren engen Gassen und chrakteristischen Häusern lädt sie zum Bummeln ein.
Die Altstadt von Makkum versprüht ihren ganz eigenen Charme: Mit ihren engen Gassen und chrakteristischen Häusern lädt sie zum Bummeln ein.
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