Novenove Duo: Halb aufblasbar, halb fest

27.01.2017 Manuel Vogel - NoveNove kommt mit einem Windsurf-Hybridbrett auf den Markt – fest im Heckbereich und mit aufblasbarem Bug. Was die Idee dahinter ist und wer ein solches Board fahren soll, erklärt Shaper Cesare Cantagalli im surf-Interview.

© Novenove

surf: Cesare, es gibt normale Windsurfboards mit einem festen Shape und aufblasbare Modelle, sogenannte "Inflatables". Wozu braucht man bitte ein Mischkonzept?

Cantagalli: Die Idee dahinter ist, Windsurfen einfacher und attraktiver für eine große Zielgruppe zu machen. Das DUO-Konzept ist hinten fest, vorne aufblasbar und soll echtes Windsurf-Feeling mit einfachem Transport und kleinem Packmaß kombinieren. Die Aufpumpzeit reduziert sich im Gegensatz zu komplett aufblasbaren Boards auf unter eine Minute, sogar Kinder können das Teil schnell und alleine aufpumpen. Zusammengepackt ist alles sekundenschnell, weil man es einfach einmal in der Mitte zusammenfalten kann und nicht mehr rollen muss.

© Novenove
Der Heckbereich ist fest – Gleitbereich, Schlaufen und Finne unterscheiden sich damit nicht von "normalen" Boards. 
Der Heckbereich ist fest – Gleitbereich, Schlaufen und Finne unterscheiden sich damit nicht von "normalen" Boards. 
© Novenove
Der Bugbereich wird nach Ablassen der Luft einfach umgeklappt, das Packmaß reduziert sich auf knapp 1,30 Meter.
Der Bugbereich wird nach Ablassen der Luft einfach umgeklappt, das Packmaß reduziert sich auf knapp 1,30 Meter.

Was ist deiner Meinung nach der Vorteil gegenüber den komplett aufblasbaren Windsurfboards, wie sie RRD und Starboard ja schon anbieten?

Beim DUO ist der komplette Heckbereich fest und hat somit einen richtigen Shape mit Gleitfläche und Kanten, was gutes Höhelaufen und schnittiges Halsen garantiert. Bei komplett aufgeblasenen Boards ist das aufgrund der konstruktionsbedingt runden Kantenform schlecht lösbar. Weitere Vorteile sind, dass wir uns beim DUO keine Gedanken um eine fest sitzende Finne, echte Fußschlaufen-Plugs und den Deckshape machen müssen. Damit können wir jetzt SUP und Windsurfen erstmals ohne Kompromisse miteinander vereinen.

Wie funktioniert das technisch? Die aufblasbaren und festen Teile miteinander zu verbinden, könnte doch auch schwierig werden und am Ende für Haltbarkeitsprobleme sorgen.

Wir haben ja bereits einige Jahre Erfahrung im SUP-Bereich, wo wir das Konzept eines zur Hälfte aufblasbaren Boards schon seit einigen Jahren im Sortiment haben. Letztlich funktioniert das wie bei Schlauchbooten, wo ja auch ein aufblasbarer Teil mit einem festen Unterboden verklebt wird. Und hier weiß man, dass das seit Jahrzehnten funktioniert.

Für wen ist das DUO-Konzept gedacht? Welche Brettgrößen wird es geben?

Es wird zwei Freeride-Windsurfboards mit 129 und 140 Litern geben, zusätzlich zwei Wind-SUPs für Leichtwind mit 7’6” und 8’6”.

Weitere Infos unter www.duo-boards.com

© unbekannt
Cesare Cantagalli geht zu den Windsurf-Ikonen und besitzt mit Novenove mittlerweile seine eigene Brettmarke
Cesare Cantagalli geht zu den Windsurf-Ikonen und besitzt mit Novenove mittlerweile seine eigene Brettmarke
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