So findest du das richtige Brett zum Windsurfen lernen!

19.10.2016 Manuel Vogel - Damit du das Windsurfen so schnell und spaßig wie möglich lernen kannst, ist das richtige Material entscheidend. Was ein Brett für Anfänger geeignet macht und worauf du unbedingt achten solltest, erfährst du im großen Windsurf Board Guide.

© Stephan Gölnitz

Hintergrund:

Windsurfen ist ein sehr einfach zu erlernender Sport. Wichtig sind für die ersten Stunden nur ein guter Lehrer, ein (stehtiefer) Spot mit glattem Wasser und vor allem das richtige Material. Und gerade Letzteres ist immer wieder der Grund dafür, dass Neueinsteiger nach zwei Stunden Herumgewackel und Gefluche frustriert die Segel streichen und denken, sie wären zu untalentiert. Worauf sollte man also achten, damit man als jugendlicher oder erwachsener Neueinsteiger seinen Spaß hat?

Welcher Bretttyp?

Wer mit dem Windsurfen erst angefangen hat, braucht ein Brett mit entsprechender Größe, um bei leichtem und mittlerem Wind sicher das Segel aufzuholen und an seinen Manövern zu üben. Auf dem Markt gibt es viele verschiedene Bretttypen mit Bezeichnungen wie "Wave", "Freemove", "Slalom", "Freeride", usw.

Lasst euch von der Vielfalt der Begriffe nicht verwirren, denn für Kinder und Aufsteiger kommen im Prinzip drei Bretttypen in Frage, die wir euch kurz vorstellen wollen:

Longboards:

© Phil Schreyer
Longboards sind ideal für Leichtwind und erlauben sogar ein paar Tricks
Longboards sind ideal für Leichtwind und erlauben sogar ein paar Tricks
© Phil Schreyer
Ein Schwert verhindert die Abdrift bei wenig Wind
Ein Schwert verhindert die Abdrift bei wenig Wind

Bester Bretttyp für wenig Wind und den Einsatz auf Flachwasser. Longboards haben ein Schwert, welches die Abdrift minimiert, außerdem laufen sie schon bei wenig Wind schnell und gut Höhe – ideal also, wenn du hauptsächlich auf Binnenseen cruisen und entspannt üben willst! Entscheidend ist wie immer das Volumen, es entscheidet, wie kippstabil und sicher du darauf stehen kannst.

Die Faustregel für Aufsteiger lautet:
Volumenberechnung: Körpergewicht + (80 bis 110) = ideales Brettvolumen

© Stephan Gölnitz

Tipp für Kinder: Mit kleinen Segeln bestückt, sind Longboards mitunter schwer zu drehen. Daher hilft es, den Mastfuß weiter nach hinten zu verschieben und eine kleinere Finne im Brett zu montieren!

Freerideboards:

© Stephan Gölnitz
Freerideboards haben kein Schwert und sind für mehr Wind und Gleitmanöver optimiert	 
Freerideboards haben kein Schwert und sind für mehr Wind und Gleitmanöver optimiert
 

Bretttyp ohne Schwert, der auf Gleiten ausgelegt ist. Bei wenig Wind (<12 Knoten) im Vergleich zu Longboards recht langsam und mit größerer seitlicher Abdrift, Vorteile (schneller) nur in Gleitfahrt.
Ideal wenn du schon ein höheres Fahrkönnen hast, d.h. Trapezsurfen kannst, das Gleiten übst und hauptsächlich an Spots aufs Wasser gehst, wo es mit über 12 Knoten weht.

Volumenberechnung: Körpergewicht + (50 bis 80) = ideales Brettvolumen

WindSUPs:

SUP-Tour und Windsurf-Tour liegen diesen Boards.
SUP-Tour und Windsurf-Tour liegen diesen Boards.

WindSUPs sind Boards, die man zum Standup-Paddeln (SUP) und – sofern sie mit einer Windsurfoption (einem Gewinde im Deck, in das man eine Mastfußplatte einschrauben kann) ausgestattet sind – auch zum Windsurfen benutzen kann. Diese Bretter gibt es als feste Boards oder zum Aufblasen ("Inflatable WindSUPs). Da der Sport aus Amerika nach Europa geschwappt ist, werden die Maße in Fuß und Inch angegeben. Ideal und mit ausreichend Volumen sind Bretter zwischen 9’5’’ (9 Fuß, 5 Inch) und 11’6’’, was etwa 3,00-3,50 Metern entspricht.

Worauf du achten solltest, siehst du in unserer Fotostrecke:

Unbedingt beachten: Boards ohne Centerfinne oder Schwert sind zum Windsurfen absolut ungeeignet (!), weil die seitliche Abdrift bei wenig Wind zu groß ist!

Ideal sind aufblasbare WindSUPs vor allem, wenn du ein Lager- und Transportproblem hast und als Familienbrett für wenig Wind, da man sich auf dem weichen und mit Gummi beschichteten Deck keine Abschürfungen holt und das Brett auch mal bei Flaute als Kinder-Badeinsel herhalten kann.

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