Exocet RS 6

15.06.2011 SURF-Magazin - surf-Empfehlung: Der Exocet RS 6 macht, dank sehr guter Kontrollierbarkeit und runden Halseneigenschaften, vor allem im mittleren und oberen Windbereich großen Spaß. Bei wenig Wind würde man sich von ihm etwas mehr Beschleunigung wünschen. Eventuell sollte man ein paar extra Euros für andere Schlaufen investieren.

[Board] Exocet RS 6 : [Tester] Manuel Vogel : [Spot] Selenter See
[Board] Exocet RS 6 : [Tester] Manuel Vogel : [Spot] Selenter See

An Land: Der Exocet fällt an Land mit vergleichsweise breiter und runder Nase, recht flachem Decksverlauf und vollen Rails auf. Unter den Fersen sorgen Shock Absorber für Dämpfung. Die Schlaufen erwiesen sich leider als hart und recht schwer zu verstellen.

Auf dem Wasser: Der Exocet gleitet auch bei wenig Wind zügig an und hilft somit auch schweren Surfern schnell über die Gleitschwelle. Am unteren Windlimit fällt die Beschleunigung etwas gedrosselter aus als bei manch anderem Brett der Gruppe. Es lohnt sich in jedem Fall verschiedene Mastfußpositionen auszuprobieren. Mit 8,6 Quadratmetern und einer 47er-Select-Finne erschien uns eine etwas weiter vorne liegende Position am besten geeignet, um eine gleichmäßige Druckverteilung auf beiden Füßen zu bewirken. Schwere Surfer (über 90 Kilo) können auch über eine größere Finne nachdenken, um die Leistung im unteren Windbereich noch etwas zu steigern. Im normalen Windbereich läuft der Exocet sportlich frei, direkt und steht seinen Konkurrenten beim Speed in nichts nach. Besondere Stärken hat das Brett vor allem dann, wenn es in den Grenzbereich geht: Während man auf manch anderem Board schon den Angstschweiß auf der Stirn stehen hat, liegt der Exocet noch kontrollierbar, weil sehr stabil um die Längsachse, im Wasser. In Manövern setzt sich die gutmütige und einfach zu fahrende Charakteristik nahtlos fort. Bei lang gezogenen Radien läuft der RS 6 auch im Chop angenehm ruhig auf der Kante, auch enge Radien sind – etwas Beinschmalz vorausgesetzt – möglich. Somit empfiehlt sich der Exocet auch für weniger geübte Slalom-Piloten, die auf das letzte Quäntchen Spritzigkeit verzichten können, dafür aber eine gute Mischung aus Speed und Kontrolle erhalten.

Finnenkasten: Deep-Tuttlebox
Finnenkasten: Deep-Tuttlebox

 

 

 

 

 

 

 

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