Test 2016: WindSUP – Aufblasbare Windsurfboards

10.10.2016 Stephan Gölnitz - Die komplette Ausrüstung verschwindet im Kofferraum eines Smart. Starboard und RRD bieten jetzt Freerideboards zum Aufblasen und RRD sogar das passende Faltrigg an. Das klingt verlockend wie nie – aber gesurft wird nicht im Kofferraum, sondern auf dem Wasser. Wir haben deshalb beides gründlich ausprobiert.

© Daniel Simon
Die aufblasbare Windsurf-Ausrüstung passt in den Kofferram...
Die aufblasbare Windsurf-Ausrüstung passt in den Kofferram...

Wer braucht das denn überhaupt? Selten haben wir diese Frage häufiger gehört. Man wird sie immer treffen: Die Skeptiker und reinen Nutzwert-Surfer. Doch da sind auch die Visionäre, die Tüftler, die sich von kleinen Rückschritten nicht abschrecken lassen. Und nur die treiben die Entwicklung voran. So wie RRD und Starboard in diesem Fall. Und so haben wir am Strand ebenso oft wie die kritischen Blicke auch Staunen und Bewunderung erlebt, wenn sich unter dem rappelnden Gedröhne des Kompressors ein komplett surfbereites Board aus dem Kofferraum entrollte.

Zugegeben: Auch wir tun uns noch schwer, alle aufblasbaren Boards hundertprozentig zuzuordnen, punktgenau zu bewerten. Oft wird uns – dem Testteam – die Erwartung zugeschoben, den Daumen zu heben oder zu senken, die Empfehlung zu geben: "Kaufen" oder "Verkaufen". Bei diesem Test haben wir uns aber auch intern häufiger in Grundsatzdiskussionen verloren: warum man eigentlich überhaupt ein aufblasbares Board brauchen könnte, der Dachgepäckträger ist ja bereits erfunden und ein Auto "oben ohne" sieht sowieso komisch aus. Doch wir waren gleichzeitig davon begeistert, dass es überhaupt funktioniert. Egal wofür, oder für wen. Allein, dass es geht. Dass man mit einem frisierten Stand-up-Board über den See glühen kann, ist schon Faszination genug. Egal, ob es am Ende für die meisten Surfer (noch) keine geeignete Alternative bietet. Aufblasbares Windsurfen ist zumindest in der zeitlichen Entwicklung ungefähr auf der Stufe "Affe verlässt den Baum", doch die Evolution verläuft schneller als gedacht. 40 km/h mit einem Aufblasboard, fast 50 km/h mit einem 7,0er Faltsegel. Das war vor einem Jahr nicht denkbar und ist jetzt bereits möglich. Dabei findest du weniger geeignete Boards, aber auch solche, die schon recht ordentlich funktionieren und einige, die bei bestimmten Ansprüchen schon jetzt ein echter Kauftipp sein können. So wie die SUPs mit Gleitoption.

© Stephan Gölnitz
Die aufblasbaren Freerideboards benötigen alle ordentlich Druck im Segel. Bei Leichtwind an der Gleitgrenze kann das mühsam werden.
Die aufblasbaren Freerideboards benötigen alle ordentlich Druck im Segel. Bei Leichtwind an der Gleitgrenze kann das mühsam werden.

SUPs mit Gleitoption

Der Kniff ist eigentlich nahe liegend, genau wie bei der Büroklammer. Es muss nur jemand drauf kommen. Bisherige iWindSUPs, also aufblasbare Paddelboards mit Mastfußeinsatz, saugen sich wie jeder Verdränger bei zunehmender Geschwindigkeit mit dem Heck mal mehr mal weniger, aber eigentlich immer satter ins Wasser. Schwereloses Gleiten ist mit den runden, dicken Kanten am Heck aufblasbarer Boards schwer möglich. Erst die flexible, scharfe Abrisskante, die Starboard 2015 erstmalig am Airplane präsentierte, brachte die echte Befreiung von dieser Verdränger-Fessel. Auch auf den hier getesteten WindSUPs in 11’2” und 12’6” war das Tuning mit der zusätzlichen scharfen Gummileiste deutlich spürbar. 

Den gesamten Artikel mit diesen Boards gibt es unten im Download-Bereich als PDF:

  • RRD Air Windsurf Freeride
  • Starboard Airplane Freeride 242
  • Starboard Airplane Freeride 230
  • Starboard WindSUP Zen 12’6”
  • Starboard WindSUP Zen 11’2”
  • RRD Falt-Rigg
© John Carter/PWA
Diesen Artikel bzw. die gesamte Ausgabe SURF 9/2016 können Sie in der SURF App (iTunes und Google Play) lesen – die Print-Ausgabe erhalten Sie hier.
Diesen Artikel bzw. die gesamte Ausgabe SURF 9/2016 können Sie in der SURF App (iTunes und Google Play) lesen – die Print-Ausgabe erhalten Sie hier.
Kommentare zu diesem Artikel
comments powered by Disqus

Artikel empfehlen |  Artikel drucken

*) Für Print-Jahresabonnenten kostenlos

Download

Cover Titel Ausgabe Seiten Dateigröße Preis *)
WindSUP – Aufblasbare Windsurfboards
Vorschau
WindSUP – Aufblasbare Windsurfboards 9/2016 8 5,14 MB

0,00 €

zum Download

Das könnte Sie auch interessieren

Einzeltest 2016: Gun Sails Cruz'Air 10'6": Einzeltest 2016: Gun Sails Cruz'Air 10'6"
Einzeltest 2016: Gun Sails Cruz'Air 10'6" 22.09.2016 —

Der Direktanbieter stattet sein WindSUP nun mit größerer Centerfinne aus. Das merkt man beim Leichtwind-Windsurfen.

mehr »

WindSUP 2015: Kaufberatung und Test: Bedingungen, bei denen mit dem normalen Freerideboard keiner raus geht. Und plötzlich wird der See wieder zur täglichen Spielwiese.
WindSUP 2015: Kaufberatung und Test 04.08.2015 —

Neue Boards verdoppeln den Leichtwind-Spaß: Aufblasbare SUPs, die sich obendrein perfekt zum Tricksen bei leichter Brise eignen. Feste Touring-SUPs, die für die Inseltour mit Segel ebenfalls bestens gerüstet sind. All das im großen Vergleich. On top: Das erste aufblasbare Freerideboard – zum Gleitsurfen mit Fußschlaufen im richtigen Praxistest. Und was hinter „Light Riding” steckt, klären wir ebenfalls.

mehr »

WindSUP Allround fest 2015: Local Hero Sascha am Surfcenter Starnberger See auf dem Tabou, dicht auf den Fersen Gasttesterin Sonja auf der Fanatic Viper Air.
Test 2015: WindSUP Allround fest 03.08.2015 —

Wenn Platz keine Rolle spielt, kannst du dir die Pumparbeit sparen. Feste Boards sind zwar weniger komfortabel (Transport, Handling, Drauffallen) und meist deutlich schwerer, dafür aber straffer und direkter unter den Füßen.

mehr »

Test 2015: WindSUP Allround aufblasbar: Simmerstyle Makana WS 11'2" gegen Naish Crossover Air 9'10" Fotostrecke
Test 2015: WindSUP Allround aufblasbar 03.08.2015 —

Zwischen den langen Touringboards und den kürzeren Windsurf-Spezialisten sind diese Allrounder die Multi-WindSUPs.

mehr »

Test 2015: WindSUP Allround aufblasbar - Details: Die Centerfinne ist ein MUSS bei den aufblasbaren WindSUP-Boards Fotostrecke
Test 2015: WindSUP Allround aufblasbar - Details 03.08.2015 —

WindSUP Features: Mastfußhalterungen, Finnensysteme, Pumpen...

mehr »

Schlagwörter

TestWindSUPaufblasbare Boards

Diese Ausgabe SURF 9/2016 bestellen


Bestelle jetzt SURF für 10 Ausgaben!

Deine Vorteile:

  • Jedes Heft im Abo nur € 4,65* statt € 5,00
  • Keine Ausgabe mehr verpassen
  • Kostenlose Downloads auf surf-magazin.de
  • Portofreie Lieferung im Onlineshop (www.delius-klasing.de)*
  • Urlaubsunterbrechung bzw. –versand jederzeit möglich

(*gilt nur bei Lieferung innerhalb Deutschlands)

Jetzt bestellen!



Galerie

Neueste Downloads