Brettproduktion für fast alle Marken: Cobra

14.08.2007 SURF-Magazin - Vorapant Chotikapanich ist ein kluger Mann – und ein geduldiger. Schon 1978 produzierte er in Thailand die ersten Windsurfboards – ohne großen Erfolg. Ein erneuter Versuch in den 80ern brachte auch nicht den Durchbruch. Erst als er sich Anfang der 90er mit seiner Firma Cobra darauf spezialisierte, die Ideen anderer Leute in Form zu bringen, startet das Unternehmen durch. Heute übernimmt Cobra die Board-Produktion für fast alle Windsurf-Marken weltweit.

Brettproduktion für fast alle Marken: Cobra
Handarbeit statt Harz-Roboter...

Mit einem gewaltigen Zischen schließen sich zwei mächtige Metallformen. Die Hydraulikstempel pressen einen mit Glasfasermatten und einigen wenigen Carbonstreifen belegten und mit Epoxidharz eingesprühten Styroporkern in eine Aluminiumform. In der Form stecken auf kleinen Erhebungen Fußschlaufen- Plugs und der Finnenkasten.

...Im Gegensatz zur Großserienherstellung der 80er-Jahre werden bei Cobra viele Arbeitsschritte in Handarbeit erledigt...

Einige Zeit backt das Ganze wie in einem gigantischen Sandwich-Toaster. Am Ende, wenn die Form ihren Inhalt wieder preisgibt, liegt ein (fast) fertiges Surfbrett mit Dekor, Plugs und schlagzäher ASA-Haut (Acrylester-Styrol-Acrylnitrit, wie die Kunststoffhülle, auf der auch das Dekor ist, im Chemiker-Deutsch heißt) vor uns. Jetzt werden noch die Kanten abgeschliffen und die Mastspur eingeschraubt, fertig. So sah, etwas vereinfacht, in den 80ern und frühen 90ern die

...Deshalb nennt Cobra-Manager Rainer Ramelsberger den Betrieb liebevoll ”Die Millionen-Werkstatt”.

Großserien-Herstellung von Windsurfbrettern aus. Firmen wie Mistral, F2 oder Fanatic produzierten in diesem so genannten Tiefziehverfahren ihre Screamer, Sunsets und Bees. Und sie produzierten richtig viele davon. Allein die Fanatic-Produktion verließen in den besten Jahren 35000 Boards. Und die Erfolgsmodelle liefen nicht nur eine Saison lang, sondern über mehrere Jahre in ein und derselben Form. Lediglich das Dekor verriet unter Umständen das Baujahr. Das wird verständlicher, wenn man bedenkt, dass die Firmen damals rund 300.000 bis 400.000 Mark investieren mussten, bevor das erste Board aus der Form kam. Auch wenn in den Boomjahren noch deutlich mehr Bretter als heute verkauft wurden, hätte eine Saison niemals gereicht, um die Investitionen zurück aufs Firmenkonto zu bringen. Rainer Ramelsberger, 1991 Marketingchef von Mistral und für die Einführung des ersten reinen Mistral Waveboards Ecstasy verantwortlich, formulierte die Zielsetzung für einen Boardtyp damals recht eindrucksvoll. „3000 verkaufte Boards (pro Jahr), das ist die angestrebte Zahl, damit die Entwicklungskosten gedeckt werden. Damit der Konzern mit dem Board in die Gewinnzone kommt, sehen wir mindestens eine Laufzeit von vier Jahren für den Ecstasy vor.“ Von der Idee bis zum ersten Brett aus der Tiefziehform vergingen zu der Zeit locker eineinhalb bis zwei Jahre.

Entsprechend vorsichtig waren die Firmen deshalb auch bei ihrer Produktpolitik. Selbst große Companys hatte selten mehr als zehn verschiedene Modelle im Angebot. Den Entschluss zu fassen, ein Erfolgsbrett durch ein neues zu ersetzen, barg Jahr für Jahr ein großes Risiko. Konnte der Neuling im Test oder am Markt nicht vollends überzeugen, schrillten in den Konzernzentralen und bei den Entwicklern die Alarmglocken. Dagegen reiften Erfolgsboards wie der Sunset von F2 oder Mistrals Screamer zu Legenden, da ihr Lebenszyklus mit ein paar Faceliftings fast zehn Jahre betrug.

Wegen des ungeheuren Aufwandes in der Serienproduktion gab es auch nur wenige Hersteller, die sich die teuren Maschinen leisten konnten. Mistral produzierte bei der ehemaligen Skifirma Fritzmeier, F2 hatte seine Produktionsstätten im österreichischen Molln. Der Containerhersteller Schütz in Ransbach-Baumbach im Westerwald backte die Fanatic-Boards. Hifly und Bic haben noch heute als Besitzer potente Kunststoffproduzenten, die die Welt ansonsten mit Tanks oder Feuerzeugen versorgen.

Als eigenständige Brettmarke stellte Cobra beim Siam-Cup 1987 nicht nur die Boards, sondern auch noch die Riggs allen Teilnehmern zur Verfügung.

Geradezu zwangsläufig entwickelten die Firmen Boards für breite Zielgruppen – Experimente waren tabu. Den Profis mit ihren individuellen Ansprüchen, aber auch ambitionierten Hobbycracks, blieb nur der Griff zum Custom Made. Im ganzen Land versorgten dutzende von Shapern diese Surfer mit Einzelstücken, die ihnen auf den Leib geschneidert waren. Sie experimentierten nicht nur mit Formen, sondern auch mit Technologien, die die Möglichkeiten boten, in neue Gewichtssphären vorzustoßen. So präsentierte Jürgen Hönscheid auf Fuerte in den frühen 90ern ein Waveboard, das unter vier Kilogramm wog und sogar harten Waveeinsatz überstand. Das Zauberwort hieß Sandwich-Vakuum-Bauweise. Der Schaumkern war nicht mehr nur einfach von mehreren Lagen Glasfasermatten, die allein für die Stabilität sorgten, ummantelt. Vielmehr verpresste man zwischen zwei sehr dünnen Lagen Glasfaser oder Carbon eine wenige Millimeter dicke Hartschaumplatte in einem Vakuumsack. Der Vorteil dieser Konstruktion war, dass sehr wenig Harz, das für viel Gewicht sorgt, verwendet werden musste und das Sandwich allein durch seine Dicke für große Stabilität und Steifigkeit sorgte. Das führte dazu, dass weniger harzgetränktes Gewebe verwendet werden konnte und die Boards bei erhöhter Steifigkeit leichter wurden.

Seit 1999 steht das neue, hochmoderne Cobra-Werk in der Nähe von Bangkok.

Die maschinelle Großserienproduktion kam im Zuge des Diätwahns aber an ihre Grenzen. Denn durch die einfache Reduktion von Glasfaser-Material oder Ersatz durch Carbon sank zwar das Gewicht, aber auch die Haltbarkeit dramatisch. Bei einigen sündteuren Light-Versionen garantierten die Hersteller für nicht viel mehr, als dass das Board schwimmt, wie in diesem Magazin zu lesen war. Andere, wie Fanatic zum Beispiel, nutzten die Ressourcen der Mutterfirmen und verwendeten hochwertigste Materialien wie Honeycomb aus dem Flugzeugbau. Das trieb natürlich die Preise für die Leichtversionen in schwindelnde Höhen. Bis zu 3300 Mark verlangte man teil weise für Boards mit einer stark eingeschränkten Garantie. Hochwertige Sandwich-Custom-Mades stießen sogar an die 4000-Mark-Grenze.

Es begann eine Zeit des totalen Umbruchs. Die Ansprüche der Surfer an ihre Boards wurden immer höher, denn auch das Fahrkönnen des Durchschnittssurfers war stark gestiegen. Das Verlangen nach leichteren Boards mit spezielleren Fahreigenschaften für unterschiedliche Bedingungen wurde immer stärker. Christoph Piaget, Sohn des Schweizer Uhren-Millionärs, gründete die Firma AHD (Advanced Hull Dynamics). Er setzte als einer der Ersten auf eine konsequente Sandwich-Bauweise bei all seinen Boards. Der Erfolg blieb nicht aus. Der AHD 289 wurde zu einer Race-Legende und Vorbild einer ganzen Boardgeneration.

Gleichzeitig erinnerten sich einige Produktionsmanager bei den großen Firmen daran, dass seit Mitte der 80er im fernen Thailand eine Produktionsstätte stand, bei der man Sandwichboards produzieren konnte. Ihr Name: Cobra. Eigentlich gab es diese Firma sogar noch viel länger. Denn ihr Besitzer Vorapant Chotikapanich hatte bereits 1978 mit seinem damaligen Partner Bert Morsbach als „Windglider Thailand“ eine legendäre, aber sehr fragile Leichtversion des damaligen Windgliders (der mit der Hohlkehle) unter dem Namen „F1“ produziert.

4300 Menschen arbeiten hier nicht nur für die Surfindustrie, sondern mittlerweile auch als Autozulieferer.

Cobra-Chef Chotikapanich war selbst ein erfolgreicher Regattasurfer und hatte sein Studium zum Diplom-Ingenieur in Hamburg absolviert. Neben dem F1 legte Cobra in den 80ern auch die King Cobra auf, ein legendäres Schwertbrett und Vorläufer der später erfolgreichen Raceboards Fanatic Cat oder Mistral Equipe. Doch richtig los ging es bei Cobra erst mit der Individualisierung des Windsurfens. Mit der Entscheidung, dass man zum Beispiel ein Waveboard nicht nur in einer Länge bauen wollte, sondern verschiedene Modelle für unterschiedliche Reviere und Gewichte der Surfer, war das Ende der Großserienproduktion im Tiefziehverfahren so gut wie besiegelt.

Zwar zweifelten heimatverbundene Manager und Journalisten anfangs die Qualität der Werkstätten in der Nähe von Bangkok an und verhöhnten sogar deren Chefs öffentlich, aber mutige Produktmanager saßen längst im Flugzeug nach Thailand und feilten an einer Serienproduktion.

Einer der Ersten war 1990 Peter Nell, Boss der Custom-Schmiede Hawaiian Arts. Er erkannte schnell, dass sich bei Cobra auch Serien mit kleinerer Auflage herstellen ließen. Seine ON-Boards schlugen tatsächlich auf dem deutschen Markt ein wie eine Bombe. Auch unter eigenem Namen vertrieb Cobra Mitte der 80er schnelle, aber empfindliche Boards auf dem deutschen Markt. Als Erster der Großen verlegte Fanatic bald die Produk tion der hochwertigen Brettlinien nach Thailand. Lediglich die günstige Einstiegslinie Pure wurde 1996 noch in Ransbach-Baumbach im Westerwald gebacken.

Rund 70000 Quadratmeter umgeben die Hallen von Cobra.

Neben den großen Brettproduzenten, die nur langsam den Weg nach Asien fanden, boten die Cobra-Werkstätten vor allem jungen, innovativen Firmen und klassischen Custom-Made-Shapern wie Marco Copello oder Svein Rasmussen (Starboard) den Einstieg in die Serienproduktion.

Der Grund dafür war einfach: Bei Cobra setzte man auf viel günstige Handarbeit und, im Gegensatz zur aufwändigen Tiefziehtechnik mit sündteuren Aluformen, auf preisgünstige Kunststoffformen. In denen kann man zwar nicht so große Stückzahlen formgenau pressen, aber das war auch gar nicht das Ziel. Sie ermöglichten wesentlich kürzere Produktzyklen und waren trotzdem profitabel. Der Weg vom Prototyp zum fertigen Serienbrett wurde deutlich kürzer. Die nötigen Formen werden nämlich direkt vom Masterbrett, dem auserwählten Prototypen, abgenommen. Von Salzwasser, Schlaufen und Finnen befreit, perfekt glatt geschliffen und gespachtelt, dienen sie als Masterpiece für den Formenbau.

Auch während der weiteren Produktion wird bei Cobra noch viel Hand angelegt. Deshalb spricht Rainer Ramelsberger, seit 1995 wieder bei Cobra (der gebürtige Münchner war bereits in den 80ern, vor seiner Mistral-Zeit, bei Cobra), gerne von der „Million-Werkstatt“.

Rainer, heute Chef der gesamten Windsurfsparte und Teilhaber der Firma, hat den Aufstieg von Cobra zum weltgrößten Surfbrett-Produzenten hautnah miterlebt und auch gestaltet. Denn entgegen aller Unkenrufe aus dem alten Europa zogen nach und nach bei nahe alle Bretthersteller nach Thailand um und viele neue Marken entstanden nur, weil sie bei Cobra kostengünstig und ohne teure eigene Produktionsstätten ihre Ideen umsetzen konnten. Ohne Cobra würde es Marken wie JP-Australia, heute Marktführer in Deutschland, oder Exocet, RRD und Tabou vermutlich gar nicht geben.

Ab Mitte der 90er nahm Cobra richtig Fahrt auf. 1999 wurde dann die neue, hochmoderne Produktionsstätte in Chonburi, etwa 50 Kilometer südöstlich von Bangkok, eingeweiht. Spätestens jetzt konnte nicht mehr abfällig von einer „Klitsche in einem Cobrafeld“, wie ein ehemaliger Chefredakteur im surf Magazin geschrieben hatte, sprechen. Denn 2002 erhielt Cobra das ISO-9002-Zertifikat, das die Qualitätssicherung in der Produktion und Montage regelt, verliehen. Mittlerweile arbeiten 4300 Menschen in den über 70.000 Quadrameter großen Produktionshallen. Natürlich nicht alle in der Surfbrett-Fertigung. Cobra ist heute auch einer der größten Produzenten für Wellenreiter, baut Kite- und Wakeboards, aber auch hochwertige Carbonteile für die Autoindustrie.

Die ruhigen Momente von Firmengründer Vorapant sind rar.

Nach eigenen Aussagen produziert Cobra mittlerweile mehr als 50 Prozent aller Boards auf dem Weltmarkt. Insider schätzen den Anteil sogar auf bis zu 80 Prozent. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass aus Thailand Einheitsware, die sich nur durchs Dekor unterscheidet, geliefert wird. „Im Gegenteil“, betont Ramelsberger, „jeder Hersteller hat die Möglichkeit, seinen eigenen Materialaufbau und die verwendeten Materialien zu bestimmen.“ So können neben preiswerten Glas-Sandwich- Boards auch teurere Doppelsandwich-Boards oder Verstärkungen aus Holz, Kohlefaser oder Technora an jeder gewünschten Stelle geordert werden. Wieviel, was und wo verarbeitet wird, bleibt Geheimnis des Auftraggebers. „Die Produktionsabteilungen der verschiedenen Marken sind streng getrennt“, erklärt Ramelsberger, „da kann nicht einfach ein Produktmanager mal schnell schauen, was die Konkurrenz so baut.“ Viele Shaper haben sogar ihre eigenen Werkstätten auf dem Firmengelände, um dort noch nachzuarbeiten oder neue Prototypen zu shapen. Cobra weiß, dass das Thema Vertrauen für sie überlebenswichtig ist. Allerdings kritisieren gerade kleinere Hersteller immer wieder, dass die Leader der Branche bevorzugt behandelt werden – aber in welchem Industriezweig ist das anders?


Kritisch kann man vielmehr sicher hinterfragen, ob es sinnvoll ist, dass fast eine gesamte Branche ihre Geschicke in die Hände eines (beinahe) Monopolisten legt. Böse Menschen könnten unterstellen, dass Preise und Lieferbedingungen gnadenlos durchgesetzt werden könnten. Andererseits, selbst wenn man wollte, die Alternativen zur Cobra-Produktion sind äußerst rar. Der Versuch, in Slowenien zu produzieren, schlug fehl, und auch die von AHD in Tunesien aufgebaute Fertigungsstätte konnte sich bislang nicht durchsetzen. Kein anderer Hersteller hat auch nur annähernd die Erfahrung im Sandwich-Brettbau wie Cobra. „Außerdem“, widerspricht Ramelsberger den Vorwürfen, „geht es Cobra nicht nur um den eigenen Profit, sondern darum, den gesamten Sport wieder nach vorn zu bringen. Deshalb haben wir im vergangenen Jahr zum Beispiel WOW, die World of Windsurfing, gegründet. Das ist ein Verein, der es sich zur Aufgabe gesetzt hat, Windsurfen weltweit zu promoten. Im ersten Jahr haben wir das mit vielen tausend Euro selbst finanziert. Mittlerweile sind dem Verein viele Marken, aber auch das surf Magazin, der VDWS und einige Reiseveranstalter beigetreten. Daran sieht man, dass es uns nicht nur um den eigenen Profit, sondern auch um unseren wunderschönen Sport Windsurfen geht. Immerhin sind Pan (Cobra Boss Vorapant, die Red.) und ich noch immer leidenschaftliche Windsurfer.“

Text: Andreas Erbe, Fotos: Kerstin Reiger, Cornelia Thiele

Artikel empfehlen |  Artikel drucken

Artikelstrecke "30 Jahre SURF Magazin"

  • 30 Jahre SURF Magazin
    30 Jahre SURF Magazin

    40 Jahre Windsurfen, 30 Jahre surf – das Magazin hat den Sport fast von Anfang an begleitet. Viele von euch waren bei der ersten Ausgabe des Magazins im Mai 1977 noch nicht einmal geplant. Deshalb wollen wir die alten Zeiten in dieser Ausgabe ein wenig hochleben lassen. Dafür haben wir uns vier Stories überlegt, die prägende Epochen im Windsurfen beschreiben. Viel Spaß dabei. mehr »

  • Grußwort von Robby Naish
    Grußwort von Robby Naish

    Über die letzten 30 Jahre hat sich die Geschichte des Windsurfsports auf den Seiten des surf Magazins entfaltet. Mein erstes Titelfoto überhaupt war auf einem Cover des surf Magazins. Das war vor der Zeit des rosaroten Segels, des US-1111 und der Zeit als Profisurfer. Ich fuhr ein Custom-Brett meines Vaters, ein gelbes Custom-Segel mit der Nummer 1 und ein altes, von Hand gefertigtes Trapez – damals hochmodernes Material – während der ersten PanAm Hawaiian Windsurfing-Regatta in Kailua. mehr »

  • Calle Schmidt: Windsurf-Pionier in Deutschland
    Calle Schmidt: Windsurf-Pionier in Deutschland

    Brettsegeln, Stehsegeln, Windreiten oder Windsurfen, wie nun? Die neue Sportart, die 1972 in Deutschland auf den Seen einschlug wie ein Meteorit, löste eine Welle der Begeisterung aus. Großen Anteil daran hatte Pionier Calle Schmidt, der die ersten Bretter aus den USA in die Bundesrepublik holte, und wie ein Missionar das Stehsegeln im Lande verbreitete. mehr »

  • Hawaii – der Kult: <p><strong>Was war so verr&uuml;ckt an der Zeit?</strong><br /> Die Hingabe. Es war unglaublich, wie die Menschen Windsurfen liebten. Surfen gab es nur auf Hawaii oder Kalifornien. Jetzt konnte man in Deutschland surfen gehen. Auf Seen, zum Beispiel auf dem Gardasee. Diese neue Szene war fantastisch. Im Worldcup existierten hochdotierte Teams. Die Marken waren alle extrem involviert. Heute ist es eher ein verhaltener und individueller Industriesport geworden.<br /> <br /> <strong>Wie empfandest du deinen ersten Trip nach Europa?</strong><br /> Der ging nach Deutschland und nach Fuerte. Wir hatten leider nicht viel Wind, aber es vermittelte mir ein Bild, wie gro&szlig; die Sportart war.<br /> <br /> <strong>Kannte man dich damals schon?</strong><br /> Ich war schon im Mistral-Team, ja, einige kannten mich. Ab 1982 kannte man mich weltweit.<br /> <br /> <strong>Lehn dich zur&uuml;ck und verinnerliche den Pete Cabrinha der 80er. Was siehst du?</strong><br />Viele sagen, ich sei der Sonnyboy gewesen. Damals habe ich aber nie bewusst mein Image kreiert. Ich machte was ich machte und versuchte, der Welt den Spa&szlig; am Windsurfen zu vermitteln. Ich war damals sicherlich auch ein harter Wettk&auml;mpfer. Ich bin immer mit Robby gereist und wollte Events gewinnen. So w&uuml;rde ich mich sehen.<br /> <br /> <strong>Du hast gerade Robby Naish erw&auml;hnt. War er dein Vorbild?</strong><br />Mit allem Respekt vor Robby, er war nie mein Vorbild. Er hat mich nat&uuml;rlich beeindruckt, weil er zu meinen Anf&auml;ngen schon Weltmeister war. Ich konnte viel von ihm lernen. Wir reisten zusammen, waren im selben Team, seine Familie hat sehr viel f&uuml;r mich getan. Rick und Carol erm&ouml;glichten mir das Material. Diese Familienverbindung und die Freundschaft zu Robby waren sehr stark.</p>
    Hawaii – der Kult

    Während den Dreharbeiten für einen Promo-Film auf Guadeloupe sprach surf mit dem Stylisten der 80er – Pete Cabrinha. Wie erlebte der heutige Waterman den Glücksrausch der Hawaii-Ära neben Erzfeind und Freund Robby Naish, seiner Freundin Jill Boyer, der europäischen Invasion und der Maui-Gang? mehr »

  • Die fetten Zeiten
    Die fetten Zeiten

    Ein Leben in Luxus, Prachtvillen mit Whirlpool auf Hawaii, schnelle Autos, jede Menge Groupies – das Dasein eines Worldcup-Windsurfers glich in den späten 80ern dem eines Rockstars. Björn Schrader war mittendrin, hat die fetten Jahre voll ausgekostet und sich eine Zukunft ohne Windsurfen aufgebaut. Für surf denkt er mit Freude an die geile Zeit zurück. mehr »

  • Brettproduktion für fast alle Marken: Cobra
    Brettproduktion für fast alle Marken: Cobra

    Vorapant Chotikapanich ist ein kluger Mann – und ein geduldiger. Schon 1978 produzierte er in Thailand die ersten Windsurfboards – ohne großen Erfolg. Ein erneuter Versuch in den 80ern brachte auch nicht den Durchbruch. Erst als er sich Anfang der 90er mit seiner Firma Cobra darauf spezialisierte, die Ideen anderer Leute in Form zu bringen, startet das Unternehmen durch. Heute übernimmt Cobra die Board-Produktion für fast alle Windsurf-Marken weltweit. mehr »

Schlagwörter

Diese Ausgabe SURF 5/2007 bestellen


Bestelle jetzt SURF für 10 Ausgaben!

Deine Vorteile:

  • Jedes Heft im Abo nur € 4,65* statt € 5,00
  • Keine Ausgabe mehr verpassen
  • Kostenlose Downloads auf surf-magazin.de
  • Portofreie Lieferung im Onlineshop (www.delius-klasing.de)*
  • Urlaubsunterbrechung bzw. –versand jederzeit möglich

(*gilt nur bei Lieferung innerhalb Deutschlands)

Jetzt bestellen!



Galerie

Neueste Downloads