Die fetten Zeiten

14.08.2007 SURF-Magazin - Ein Leben in Luxus, Prachtvillen mit Whirlpool auf Hawaii, schnelle Autos, jede Menge Groupies – das Dasein eines Worldcup-Windsurfers glich in den späten 80ern dem eines Rockstars. Björn Schrader war mittendrin, hat die fetten Jahre voll ausgekostet und sich eine Zukunft ohne Windsurfen aufgebaut. Für surf denkt er mit Freude an die geile Zeit zurück.

Das waren Zeiten: In den früheren Jahren des Regatta sports, der Boomzeit des Windsurfens, sponserten Hersteller sogar lokale Größen wie mich, um die Regionalmärkte zu bearbeiten. Sailboard schickte mir einen Fahrer samt Auto und Dachträger zu meiner Schule nach Landsberg, um mich, einen 13-jährigen Jungen, abzuholen und zu einer Regatta irgendwo in Süddeutschalnd zu chauffieren.

Da auf den hiesigen Seen selten richtig Wind aufkam, fuhr ich meist vorne mit und kassierte nebst der Reisekosten auch noch ein paar Hunderter Preisgeld. Viele der damaligen Marken wie Windsurfer, Surfsailer, Sailboard, Windglider fielen dem Verdrängungswettbewerb zum Opfer, manche auch ihren zu ambitionierten Plänen. Übrig blieben Marken wie Hifly und Mistral, neue Namen wie F2 und Fanatic kamen mit der Funboardwelle hinzu. Diese Brands blühten im Zuge des Windsurfhypes auf und ließen sich ob der verheißungsvollen Zukunft nicht lumpen. Jede Marke hatte nun sein Werksteam und die erste Generation der deutschen Profis um Jürgen Hönscheid und Philip Pudenz konnten sehr gut davon leben. Gerade die beiden verstanden es perfekt, sich als Fahrer und Entwickler einzubringen und entsprechend bezahlt zu werden.

Die fetten Zeiten
Formationssurfen vor Maui

Der Visionär der Branche, Mr. Windsurfing Peter Brockhaus, erfand 1981 den Euro Funboard-Cup und zwei Jahre später, 1983, wurde der Worldcup von den Herstellern ins Leben gerufen, organisiert und gesponsert. Ein globaler Zirkus mit dem Ziel, den Sport in die Welt zu tragen – nach Japan, USA, Frankreich, Hawaii, Holland und Sylt. Das Konzept ging auf, die gut organisierten und beworbenen Veranstaltungen waren super besucht. Mancherorts standen, wie in La Torche, bis zu 100.000 Besucher pro Tag am Strand. Die veränderten Rahmenbedingungen und die ungeheure Popularität des Sports ließen uns Fahrer plötzlich zu Stars werden.

Auf ein Mal gab es jede Menge Menschen, die sich für einen interessierten; Tageszeitungen, Magazine, TV-Sender, Autogrammjäger, Mädchen in der Hotellobby.

In Zandvoort zogen die Veranstalter die auf dem Event-Poster abgebildeten Fahrer vertraulich zur Seite – die holländischen Thronfolger kamen samt Leibwächter auf einen Besuch vorbei. Robby war ihr Held – er gab den beiden Blaublütern Autogramme. 1983 war ich, der ehemalige Schüler mit Chauffeur, im Worldcup-Zirkus erst ein hoffnungsvoller Nachwuchsfahrer im Vergleich zu den Stars Naish, Cabrinha, Winner.

1984 ging es für einen Hifly-Teamfilm für zwei Wochen Heli Skiing nach Kanada, danach zu Audi, um die gesponsorten Quattros abzuholen, weiter nach La Torche zum Worldcup, wo eine riesige Menge Zuschauer wartete. Von dort auf direktem Weg in die ARD-Sportschau. Die Sport-Gazette „Kicker“ schrieb über die sechsstelligen Gehälter der Surfprofis, die „Welt am Sonntag“ nahm sich nebst vieler anderer Tageszeitungen dem Thema Windsurfen an. Wildfremde Menschen sprachen mich nun schon auf der Straße an und wollten Autogramme.

Der Oberbayer Björn Schrader (G-9) war schon als 12-Jähriger ein Riesentalent. Sein Weg in den Worldcup war fast zwangsläufig. Er gehörte zum legendären Hifly-Team und zum Team Germany.

Es war unglaublich, uns hatte jemand in eine kleine Rockstarwelt gebeamt. Das ging bis Herbst ’85 so weiter, doch plötzlich mussten Axel Ohm und ich das gesamte WorldcupMaterial vom Hifly-Team in einer halblegalen Aktion vor dem Konkursverwalter retten. Als wir an den geschlossenen Werkstoren vorbeifuhren, sahen wir Menschen um ihren Job weinen. Das Material hatten wir gerettet, doch unser Sponsor Hifly, die damals größte Windsurffirma der Welt, war Konkurs gegangen. Den Rest der Saison fuhren wir für lau, kein Monatsgehalt, keine Prämien. Was ebenso schlimm war wie das Erwachen aus dem Traum „alles würde ewig so rosig weitergehen“. Hifly riss um ein Haar Neil Pryde mit in den Abgrund – fast eine Folgepleite des Segellieferanten. Neil Pryde bezahlte 1986 keinen Fahrer, hielt aber das Versprechen, in besseren Zeiten die Loyalität der verbliebenen Fahrer zu belohnen. Zum Glück hatte es Chiemsee-Boss Martin Imdahl geschafft, den Boom zu nutzen, um aus einem T-Shirt-Label eine der bekanntesten Mode-Marken Deutschlands zu schaffen – Windsurfing Chiemsee. Imdahl belebte mit WS Chiemsee als mein neuer Sponsor den Traum wieder, aus dem ich damals durch die Hifly-Pleite gerissen wurde.

Schöner Wohnen auf Reisen

Chiemsee übernahm bei seinem ersten Sponsoring auch die Reisekosten des gesamten Hifly-Teams und sicherte somit unsere Teilnahme an den letzten drei Regatten des Jahres. Der Einsatz lohnte sich, die Kängurus fanden im Fernsehen und Magazinen eine schnelle Verbreitung. In den folgenden Jahren sponsorte Martin Imdahl ein großes Team mit guten Athleten, schrägen Typen und Helden aus alten Tagen. Manche Marke ist nur Sponsor bei einer Veranstaltung, Chiemsee dagegen drückte einem Event seinen Stempel auf. Geschmackvolle Gastro- und Partyzelte, ein Schloss für die „Chiemsee family“, Presse und Teamfahrer. Lange Nächte, gutes Essen, viel Wein und volle Hingabe. Jedem Detail wurde größte Aufmerksamkeit geschenkt, immer stylish, immer Chiemsee like. Alles überragend war die Leidenschaft, das Schlafdefizit und die Visionen von Martin Imdahl.

Er wollte dem Sport Leben einhauchen, so viel Leben, dass es jeder merkt. So viel Leben, dass andere auch so leben wollen – in seinen Klamotten und weil ihnen dieses Leben richtig getaugt hat. Der Lifestyle, die Mode, geile Bilder, das Gefühl, viele gute Events, junge Zuschauer, die Typen hat Windsurfen zum ersten so genannten Funsport gemacht. Das Image war perfekt für die junge Zielgruppe und wurde für Marken, die sich in diesem Segment positionieren wollten, interessant.

Als sich die Hersteller 1987 wegen der enormen Kosten und der zurückgehenden Verkaufszahlen im Windsurfmarkt aus der Organisatorenrolle der Worldcups zurückzogen, bestand bereits reges Interesse der branchenfremden Sponsoren. Beim Worldcup in Zandvoort, dem vorletzten 1987, wurde die Professional Boardsailing Association (PBA) gegründet. Eine Vereinigung aller Aktiven, mit dem Ziel, eine Serie von Regatten unter einer Rangliste und demselben Regelbuch zu organisieren.

In besten Zeiten mieteten sich die Worldcupper ganze Luxusvillen auf Hawaii...

Der Regattaplan unseres ersten Jahres umfasste etwa zwölf Wettbewerbe. Branchenfremde Sponsoren, allen voran Peter Styvesant Travel, Sometimes (japanische Zigarettenmarke), Touristikbüros verschiedener Austragungsorte und einige wenige branchennahe Sponsoren wie O’Neill finanzierten die Tour. Das Preisgeld wuchs bis Ende der 80er-Jahre bis auf maximal 300.000 US-Dollar für einen Grand Slam-Worldcup an. Gut 20 Fahrer verdienten allein am Preisgeld mehr als 50.000 Dollar im Jahr, ein paar wenige über 100.000.

...Björn Dunkerbeck, Nik Baker, der junge Jason Polakow und ein paar hübsche Mädels waren immer dabei.

Das Preisgeld der Veranstalter wurde meist cash ausbezahlt. Viele Fahrer bestritten damit ihre Reisekosten und den Material-Aufwand. Björn Dunkerbeck verdiente allerdings aufgrund seiner Siege so viel Kohle, dass er seine Freunde Vidar Jensen und Christopher Jacobson nach den Karibik-Regatten mit einem Alukoffer voller Bucks auf die Heimreise schickte. Björn hatte nach vier Events satte 30.000 Dollar eingesackt. Für die beiden war der Trip vermutlich die Hölle.

West FASHION, ein Ableger der Zigarettenmarke, pumpte massig Kohle ins Team Germany: Björn Schrader und Bernd Flessner (stehend), Robby Seeger, Nathalie Siebel, Jutta Müller und Ralf Bachschuster (Sitzende von links) gehörten dazu.

Das deutsche Team zog mit West FASHION den Jackpot. West begeisterte sich für den Sport und verpflichtet das Team Germany (die drei besten Herren und zwei besten Damen im Worldcup). Nur Segelhersteller und Boardsponsoren waren neben dem Logo von West erlaubt. Wir, Ralf Bachschuster, Axel Ohm und ich sprachen uns vor den Vertragsverhandlungen ab und zogen das bis zur Unterschrift unter die drei Jahresverträge durch. Das Resultat dieser Aktion war eine totale Überbezahlung im Vergleich zu den internationalen Kollegen auf der Tour und ein sattes Niveau für alle weiteren Vertragsverlängerungen mit West. Dieses Unternehmen engagierte sich mit einem bis dahin im Surfsport nicht gekannten Rahmen. Sie sponserten das Team Germany, ein Nachwuchs team, den Worldcup Sylt, flogen Journalisten zur Pressereise nach Rhodos – Kost und Logis frei. Sie beschäftigten PR- und Promotion Agenturen, damit das Team in der Presse seinen Platz fand. Zeitweise reiste das Team Germany sogar mit Trainer und einer Physiotherapeutin. Um West beneideten uns alle anderen Aktiven. Toyota komplettierte den Sponsorentraum des Teams. Jahrelang bekamen wir die besten Autos gestellt.

Das Team West in Aktion
Erst Audi, dann Toyota – die Profis waren immer mit guten fahrbaren Untersätzen versorgt.

Der wachsende Geldstrom auf der gesamten Tour war anhand mancher Mietautos oder Unterkünfte nicht zu übersehen. Die Topfahrer Robert Teriitehau und Anders Bringdal fuhren steil und mieteten auch gerne mal einen Lamborghini oder Ferrari. Die Hausgemeinschaften, ehemals in bescheidenen Verhältnissen, fanden sich jetzt im Whirlpool von Luxusvillen wieder. Natürlich immer Surferstyle zu guten Kursen und mit einem Haufen Mitbewohnern, um den Schnitt unten zu halten, aber doch sehr gediegen. Zwei junge Nachwuchsfahrer, Francisco Goya und Jason Prior, von denen man später noch viel hören sollte, schliefen damals für ein paar Dollar neben unserem aufgeriggten Material am Strand von Diamond Head, während wir in der Luxusvilla nächtigten. Als es einmal keinen Weg gab, Mensch und Material schnell zwischen zwei Austragungsorten in der Karibik zu transportieren, wurde von der PBA kurzerhand ein komplettes Verkehrsflugzeug gemietet. Der gesamte Worldcup und das Flugpersonal verbrachte eine unvergessliche Stunde in der Luft. Wir benahmen uns wie 15-Jährige bei ihrem ersten Rausch auf einer Klassenfahrt. Den Stewardessen wurde von der ersten Minute an auf den Arsch gehauen, das Essen flog durch die Maschine. Die ehemaligen „all you can eat“ Fressschlachten im Sizzler Steak House gehörten nun zur Vergangenheit. Jetzt gab es auch schon mal seared sashimi im Mama’s Fish House.

Der Surfer-Lifestyle passte zum Marketing-Konzept vieler Marken. Den Surfern war’s recht. Sie lebten ihren Traum.

Geprotzt hat keiner, es waren vielmehr junge Menschen mit selbstverdientem Geld (mit Spaß verdient), die sich jetzt was gönnen konnten und das genossen. Tief drinnen blieb jeder ein Surfer – gierig auf den nächsten Tag mit guten Bedingungen.

Dagegen war alles andere unwichtig. Das Fliegen in der Business Class kam auch ganz groß in Mode. Es gab zwei Wege, die Tourist Class hinter sich zu lassen. Entweder eine Story (upgrade Fax vom head office nicht angekommen, Event steht an, müssen schlafen), oft haarsträubend, doch häufig erfolgreich oder ganz konservativ durch upgrade vouchers. Als Vielflieger bekamen wir die von den Airlines, oder man konnte sie in den USA günstig kaufen. Die branchenfremden Sponsoren zeigten das für ihre Branche gewohnte Level bei offiziellen Veranstaltungen wie Eröffnungsparties, Siegerehrungen und Promotionterminen – diese Anlässe wurden im festlichen Rahmen veranstaltet. Die Aktiven lernten schnell dazu, trugen feine Garderobe und benahmen sich anständig.

Jeder wusste, dass es ohne die Sponsoren keine Veranstaltungen gibt. Es war interessant und es fühlte sich gut an, einem Manager von Lufthansa, Toyota, Blaupunkt oder Hoechst am Tisch gegenüber zu sitzen. Eine Art Bestätigung für das Ego, den Sport und seinen hohen Stellenwert. Wir wurden respektiert.

Allerdings entstand Konkurrenz, über die Jahre entwickelten sich Snowboarden, Beachvolleyball, Mountainbiken und Inline Skating zu weiteren Funsportarten. Skaten und Wellenreiten wurden wieder hip. Alle anderen Sportarten wuchsen rasant, das Windsurfen schrumpfte konstant. Die „Funsport-Budgets“ der branchenfremden Firmen wurden entsprechend aufgeteilt und unser Teil schrumpfte dagegen zusehends. Nun sanken die Preisgelder rapide, viele Sponsoren zogen sich komplett aus dem Windsurfen zurück. Die Herren in den dunklen Anzügen waren plötzlich verschwunden. West zog sich 1995 nach über sechs Jahren aus dem Windsurfen zurück.

Nach einem halben Jahrzehnt Windsurf-Abstinenz hat Björn wieder Feuer gefangen. Nicht nur das neue Slalom-Material macht ihm riesig Spaß, sondern auch in der Welle hat er nichts verlernt, wie das aktuelle Foto aus Kapstadt zeigt.

Ich versuchte verzweifelt, Sponsoren aufzureißen, doch keine Chance. Dem einen, der Flügel verleiht, feierte ich nicht genug und dem anderen hatte ich zu wenig Haare. Mein Ende als Windsurfprofi war gekommen. Die letzten zwölf Jahre hatte ich gut von dem Sport gelebt, jetzt wollte ich mich nicht mit einem Survival Budget durchs Jahr schummeln. Zum Glück hatte ich wie viele andere Aktive aus dieser Zeit die Möglichkeit genutzt, Geld auf die Seite zu legen. Sehr früh kauften wir uns Immobilien, manche in Deutschland, Dänemark, Frankreich und die Glücklichen in Südafrika und auf Hawaii, wo sich die Preise seitdem vervielfacht haben. Die Generation Jutta Müller, Nathalie Siebel, Robby Seeger, Bernd Flessner, Axel Ohm, Ralf Bachschuster und ich hatten die fetten Jahre in der Profiszene erlebt.

Björn Schrader – damals und heute

Eine unglaublich geile Zeit, voller Möglichkeiten und Leidenschaft. Nun leben wir in der Welt versprengt, in unseren eigenen vier Wänden mit einem guten Fundament aus der damaligen Zeit – den Sponsoren sei Dank.

 

 


Fotos: Sylvain Cazenave, Heike Dusswald, Jürgen Tap, Niels Patrick Geisselbrecht

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