Hawaii – der Kult

14.08.2007 SURF-Magazin - Während den Dreharbeiten für einen Promo-Film auf Guadeloupe sprach surf mit dem Stylisten der 80er – Pete Cabrinha. Wie erlebte der heutige Waterman den Glücksrausch der Hawaii-Ära neben Erzfeind und Freund Robby Naish, seiner Freundin Jill Boyer, der europäischen Invasion und der Maui-Gang?

Was war so verrückt an der Zeit? Die Hingabe. Es war unglaublich, wie die Menschen Windsurfen liebten. Surfen gab es nur auf Hawaii oder Kalifornien. Jetzt konnte man in Deutschland surfen gehen. Auf Seen, zum Beispiel auf dem Gardasee. Diese neue Szene war fantastisch. Im Worldcup existierten hochdotierte Teams. Die Marken waren alle extrem involviert. Heute ist es eher ein verhaltener und individueller Industriesport geworden.  Wie empfandest du deinen ersten Trip nach Europa? Der ging nach Deutschland und nach Fuerte. Wir hatten leider nicht viel Wind, aber es vermittelte mir ein Bild, wie groß die Sportart war.  Kannte man dich damals schon? Ich war schon im Mistral-Team, ja, einige kannten mich. Ab 1982 kannte man mich weltweit.  Lehn dich zurück und verinnerliche den Pete Cabrinha der 80er. Was siehst du?Viele sagen, ich sei der Sonnyboy gewesen. Damals habe ich aber nie bewusst mein Image kreiert. Ich machte was ich machte und versuchte, der Welt den Spaß am Windsurfen zu vermitteln. Ich war damals sicherlich auch ein harter Wettkämpfer. Ich bin immer mit Robby gereist und wollte Events gewinnen. So würde ich mich sehen.  Du hast gerade Robby Naish erwähnt. War er dein Vorbild?Mit allem Respekt vor Robby, er war nie mein Vorbild. Er hat mich natürlich beeindruckt, weil er zu meinen Anfängen schon Weltmeister war. Ich konnte viel von ihm lernen. Wir reisten zusammen, waren im selben Team, seine Familie hat sehr viel für mich getan. Rick und Carol ermöglichten mir das Material. Diese Familienverbindung und die Freundschaft zu Robby waren sehr stark.

Was war so verrückt an der Zeit?
Die Hingabe. Es war unglaublich, wie die Menschen Windsurfen liebten. Surfen gab es nur auf Hawaii oder Kalifornien. Jetzt konnte man in Deutschland surfen gehen. Auf Seen, zum Beispiel auf dem Gardasee. Diese neue Szene war fantastisch. Im Worldcup existierten hochdotierte Teams. Die Marken waren alle extrem involviert. Heute ist es eher ein verhaltener und individueller Industriesport geworden.

Wie empfandest du deinen ersten Trip nach Europa?
Der ging nach Deutschland und nach Fuerte. Wir hatten leider nicht viel Wind, aber es vermittelte mir ein Bild, wie groß die Sportart war.

Kannte man dich damals schon?
Ich war schon im Mistral-Team, ja, einige kannten mich. Ab 1982 kannte man mich weltweit.

Lehn dich zurück und verinnerliche den Pete Cabrinha der 80er. Was siehst du?
Viele sagen, ich sei der Sonnyboy gewesen. Damals habe ich aber nie bewusst mein Image kreiert. Ich machte was ich machte und versuchte, der Welt den Spaß am Windsurfen zu vermitteln. Ich war damals sicherlich auch ein harter Wettkämpfer. Ich bin immer mit Robby gereist und wollte Events gewinnen. So würde ich mich sehen.

Du hast gerade Robby Naish erwähnt. War er dein Vorbild?
Mit allem Respekt vor Robby, er war nie mein Vorbild. Er hat mich natürlich beeindruckt, weil er zu meinen Anfängen schon Weltmeister war. Ich konnte viel von ihm lernen. Wir reisten zusammen, waren im selben Team, seine Familie hat sehr viel für mich getan. Rick und Carol ermöglichten mir das Material. Diese Familienverbindung und die Freundschaft zu Robby waren sehr stark.

Pete Cabrinha ist heute 46, gebürtiger Hawaiianer und steht sinnbildlich für die 80er des Windsurfens. Ein Bild, das die Menschen der Welt bis heute in ihren Köpfen eingeprägt haben: Surfen im Paradies – Hawaii. Pete war der Stylemaster und Sonnyboy auf dem Wasser, Freund und Pendant zum Windsurfkönig Robby Naish und mit Freundin Jill Boyer das Traumpaar der Surf-Medien. Seine Karriere krönte er 1985 mit dem Weltmeister-Titel in der Welle. Dann der Wechsel zum Kitesurfen Mitte der 90er. Heute ist der Waterman Inhaber der Firma Cabrinha Kites.

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  • Hawaii – der Kult: <p><strong>Was war so verr&uuml;ckt an der Zeit?</strong><br /> Die Hingabe. Es war unglaublich, wie die Menschen Windsurfen liebten. Surfen gab es nur auf Hawaii oder Kalifornien. Jetzt konnte man in Deutschland surfen gehen. Auf Seen, zum Beispiel auf dem Gardasee. Diese neue Szene war fantastisch. Im Worldcup existierten hochdotierte Teams. Die Marken waren alle extrem involviert. Heute ist es eher ein verhaltener und individueller Industriesport geworden.<br /> <br /> <strong>Wie empfandest du deinen ersten Trip nach Europa?</strong><br /> Der ging nach Deutschland und nach Fuerte. Wir hatten leider nicht viel Wind, aber es vermittelte mir ein Bild, wie gro&szlig; die Sportart war.<br /> <br /> <strong>Kannte man dich damals schon?</strong><br /> Ich war schon im Mistral-Team, ja, einige kannten mich. Ab 1982 kannte man mich weltweit.<br /> <br /> <strong>Lehn dich zur&uuml;ck und verinnerliche den Pete Cabrinha der 80er. Was siehst du?</strong><br />Viele sagen, ich sei der Sonnyboy gewesen. Damals habe ich aber nie bewusst mein Image kreiert. Ich machte was ich machte und versuchte, der Welt den Spa&szlig; am Windsurfen zu vermitteln. Ich war damals sicherlich auch ein harter Wettk&auml;mpfer. Ich bin immer mit Robby gereist und wollte Events gewinnen. So w&uuml;rde ich mich sehen.<br /> <br /> <strong>Du hast gerade Robby Naish erw&auml;hnt. War er dein Vorbild?</strong><br />Mit allem Respekt vor Robby, er war nie mein Vorbild. Er hat mich nat&uuml;rlich beeindruckt, weil er zu meinen Anf&auml;ngen schon Weltmeister war. Ich konnte viel von ihm lernen. Wir reisten zusammen, waren im selben Team, seine Familie hat sehr viel f&uuml;r mich getan. Rick und Carol erm&ouml;glichten mir das Material. Diese Familienverbindung und die Freundschaft zu Robby waren sehr stark.</p>
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