Der Teilzeit-Profi: Helge Wilkens

20.12.2016 Manuel Vogel - Anfangs reizten ihn die Parties bei den Regatten, dann kam der Erfolg und es folgten fast 20 Jahre epische Duelle mit Bernd Flessner um den deutschen Meistertitel. Mit 44 Jahren macht der Bezirksschornsteinfeger Helge Wilkens aus Hannover Schluss im Deutschen Windsurf Cup. Ein Blick auf 25 Jahre Regattasport.

© Christian Schirbort
Bezirksschornsteinfeger Helge Wilkens - so kennen ihn nur wenige.
Bezirksschornsteinfeger Helge Wilkens - so kennen ihn nur wenige.

"Der ewige Zweite" – zugegeben, eine etwas provokante Headline eines Interviews in der April-Ausgabe 2009 im surf Magazin. Aber eigentlich drückt sie eine großartige Leistung aus. Denn vor Helge lag viele Jahre lang nur Bernd Flessner, der als Vollprofi mit langer Worldcup-Erfahrung und Heimat Norderney den nationalen Windsurf-Cup dominierte wie Mercedes zurzeit die Formel 1. Helge dagegen wohnt in Hannover, hat während seiner ganzen Windsurfkarriere als Schornsteinfeger gearbeitet und leitet seit sechs Jahren als Bezirksschornsteinfegermeister seinen eigenen Betrieb.  "Windsurfen war für mich immer ein gut bezahltes Hobby", sagt er rückblickend.
Nach 25 Jahren Regattasport ist nun zumindest im Deutschen Windsurf-Cup Schluss für Helge.

25 Jahre sind eine lange Zeit. Kannst du dich noch an deine erste Regatta erinnern?
Ziemlich genau sogar. Zu der Zeit war in Hannover Ingo Meyer der große Held. Er fuhr im Worldcup und ich habe von ihm immer seine alten Segel gekauft. Er fragte mich dann irgendwann, ob ich nicht mal mit nach St. Peter-Ording zu einer GWSA-Regatta kommen wollte. Ich hatte gerade eine Woche meinen Führerschein und meine Eltern waren im Urlaub. Ich habe mir dann einfach ohne zu fragen den VW Polo meiner Mutter geschnappt, und dann sind wir mit drei Leuten vollgepackt auf die Autobahn in den Norden. Das war ziemlich leichtsinnig und gab hinterher auch reichlich Ärger. Natürlich haben wir uns auch am Strand von St. Peter festgefahren, aber abends war dann wie immer eine große Party und alle gingen unheimlich ab. Das kannte ich aus Hannover so nicht und mir war klar, das ist mein Ding. Es war also am Anfang vor allem der Lifestyle, der mich fasziniert hat.

Danach habe ich mir Material zusammengeliehen und bin zu einer Regatta nach Klitmøller gefahren. Dort habe ich gemerkt, dass ich zwar noch nicht so schnell war, aber bei den Halsen hab ich immer überholt. Viele andere Surfer fielen an der Tonne rein und ich dachte mir, das könnte klappen, dass du da mit ein bisschen Training vorne mitfahren kannst. In Hannover bin ich zu einem Surfshop "Fresh Breeze" und habe nach einem Sponsoring gefragt.

© Privatfoto
Beruf und Spitzensport – wohl kein anderer Windsurfer hat das besser unter einen Hut gebracht. Helge Wilkens ist in beiden Bereichen erfolgreich.  
Beruf und Spitzensport – wohl kein anderer Windsurfer hat das besser unter einen Hut gebracht. Helge Wilkens ist in beiden Bereichen erfolgreich.  

Einfach so - ging das damals so einfach?
Ja, das waren schon noch andere Zeiten. Im Shop sagten sie mir, dass in München gerade jemand ein Team für die Segelmarke NPU aufbauen würde. Bei dem sollte ich mal anrufen. Das war Axel Reese und der hat mir gesagt, er wäre demnächst beim Worldcup auf Sylt und ich solle mal vorbeikommen. Das habe ich dann auch gemacht. Ich kam an den Strand, wo Axel gerade aufriggte und sprach ihn an. Er schaute mich nur kurz an und sagte: ‚Ok, das machen wir!‘ Irgendwie passte ich mit meinen ausgeblichenen, blonden Haaren und meiner Motivation wohl voll ins Konzept. Dann bekam ich noch Boards von Mistral und hatte für die erste Saison gleich mal vier Racesegel, zwei Boards und dazu noch Wavezeug. Das war schon sehr gut. In meiner ersten Saison wurde ich übrigens 36ster. Damals waren die Regattafelder noch richtig voll, da starteten oft 80 und mehr Leute.

Wie hat sich die Atmosphäre bei den Regatten seither verändert?
Es ist schon ein bisschen spießig geworden. Wir haben das damals alles nicht so bierernst genommen. Der Lifestyle stand doch oft im Vordergrund. Die Windvorhersagen waren nicht so exakt und so konnte es schon vorkommen, dass wir die ganze Nacht durchgefeiert haben und plötzlich war am nächsten Morgen Wind. Auch die Top-Fahrer waren da dabei. Ingo Meyer, Andreas Stielert, Jürgen Dach und vor allem Andy Laufer ließen da nichts aus. Das führte dann schon manchmal zu sehr witzigen Szenen, wenn niemand wirklich wusste, wie viele Runden der Kurs nun hatte. Klar, wir waren auch alle ehrgeizig und haben auch mal lautstark auf dem Kurs und am Strand gestritten. Selbst meinen besten Regattakumpel Thade Berends habe ich am Strand angeschrien. Doch danach haben wir alle wieder miteinander gefeiert. Kaum einer war mit seinen Eltern bei den Regatten. Das ist heute anders. Da haben die jungen Fahrer oft ihre Väter dabei, sind top ausgestattet und haben schon richtig Druck. Das ist natürlich professioneller.

© Privatfoto
Immer hoch hinaus - nicht nur als Schornsteinfeger.
Immer hoch hinaus - nicht nur als Schornsteinfeger.

War das Niveau früher höher?
Das würde ich nicht sagen. Allerdings brauchte man auch schon viel Erfahrung, um vorne mitfahren zu können. Ich habe auch einige Jahre gebraucht, bis ich konstant in die Top Ten gefahren bin. Vorne war immer Bernd, der auch, nachdem er nicht regelmäßig im Worldcup fuhr, sich als Vollprofi auf die nationalen Regatten konzentriert hat. Wenn bei ihm alles passte, war er eigentlich unschlagbar. Umso geiler war es natürlich wenn ich ihn schlagen konnte. Ich habe immer ein sehr gutes Verhältnis mit Bernd gehabt, aber er konnte wirklich nicht gut verlieren. Das Gratulieren fiel ihm schon schwer. Es ist fast nie vorgekommen, dass er mal zu einem hingegangen ist und gesagt hat, "Ej, geil gefahren", oder so.

Hat dich das genervt, dass du nie wirklich an Bernd vorbeikamst?
Klar war das nicht einfach. Aber Bernd war eben immer Vollprofi. Ich hätte auch probieren können, mich voll aufs Windsurfen zu konzentrieren. Ich hatte das Glück, einen super Chef zu haben, der selber Segler war und mir viele Freiheiten ließ. Ich habe auch mal einen Monat unbezahlten Urlaub gemacht und bin im Frühjahr nach Südfrankreich zum Training gefahren und wollte versuchen, ob ich dort bei den internationalen Regatten vorne mitfahren kann. Da war ich so 30 Jahre alt und dachte mir, vielleicht versuchst du es doch noch, richtiger Profwindsurfer zu werden. Aber ich habe gemerkt, dass das Level und der Aufwand so hoch sind, dass ich mir nicht zutraute da vorne mitzumischen. Im Nachhinein denke ich mir, ich habe alles richtig gemacht. Ich habe immer während meiner Karriere gearbeitet, habe mir eine Firma aufgebaut und eine Familie mit zwei Kindern. Wenn ich jetzt aufhöre, muss ich mir keine Gedanken über meine Zukunft machen. Und ich habe jetzt die Freiheit, surfen zu gehen, wenn Wind ist. Während meiner aktiven Zeit hatte ich immer so gute Sponsorverträge, dass ich am Ende der Saison ein kleines Plus gemacht habe.

Kann man heute noch als Regattafahrer von den Prämien und dem Sponsoring leben?
Das kommt darauf an, was du zum Leben brauchst. Ob du im Jahr mit 10000 Euro überleben kannst oder 100000 brauchst. Das hängt auch sehr davon ab, wie du dich vermarktest und wie deine Ziele sind. Vincent Langer macht das sehr konsequent. Er fährt kaum Worldcups, konzentriert sich dafür aber auf die nationale Serie und die großen IFCA-Meisterschaften und vermarktet das sehr konsequent. Das hat Bernd genauso gemacht und es hat gut funktioniert. Es ist einfach clever, zu sagen, ich fahr dort, wo ich ganz vorne mitmischen kann und hol‘ mir die Klatsche im Worldcup nicht ab. Basti Kördel geht den anderen Weg. Er hat einen großen privaten Sponsor, der es ihm ermöglicht, alle Slalom-Worldcups mitzufahren. Und er hat den Ehrgeiz ganz nach vorne zu kommen. Das ist ein langer und harter Weg, weil die Fahrer im Worldcup enorm stark sind und das Risiko sehr hoch ist, es eben nicht ganz nach vorne zu schaffen. Aber ich finde das gut, dass es mal wieder ein Deutscher versucht. Doch im Worldcup brauchst du eben Jahre, um ganz oben mitmischen zu können. Ein 15. Platz im Worldcup ist sportlich sehr beachtlich, lässt sich aber nicht so gut vermarkten. 

Wie siehst du denn die Situation des Nachwuchs in Deutschland – wachsen da Talente heran, die es auch international schaffen können?
Es sind schon einige sehr gute Nachwuchsfahrer dabei. Da muss man eigentlich Vincent Langer auf die Schulter klopfen. Er scheint ein begnadeter Lehrer zu sein. Er zieht in Kiel mit seinen Camps richtig gute Leute ran. Ein großer Teil der Fahrer, die jetzt in die Top Ten drängen, stammen aus seinem Kreis. Ich finde das wirklich beeindruckend, was er da macht, vor allem, weil er sich ja seine eigene Konkurrenz he­ranzüchtet. Nico Prien ist da das beste Beispiel, der hat Vincent und Gunnar Asmussen schon ziemlich eingeheizt. Und die Jungs gehen ja mittlerweile auch im Winter zum Slalomtraining nach Teneriffa oder an andere Spots und trainieren richtig mit Bojen, Startboot und vielen anderen guten Fahrern. Das hätten wir früher nie gemacht. Wenn die Saison vorbei war, dann war nur das Waveboard im Gepäck. Die meisten Fahrer konnten auch richtig gut in der Welle fahren – Laufer, Ingo Meyer oder auch Flessi. Wenn irgendwo gute Wavebedingungen sind und nebenan ablandiger Wind fürs Slalomtraining, würde ich nie auf die Idee kommen, zum Slalombrett zu greifen. Windsurfen in der Welle ist für mich einfach das größte, auch wenn ich nicht von der Küste komme und das meine beste Disziplin ist. Heute sind viele schon sehr spezialisiert auf Slalom und Racing, die saufen glaube ich ab, wenn sie auf dem Waveboard stehen (lacht). Richtig gute Allrounder gibt es nur wenige. Nico Prien sehe ich da mal ganz weit vorne. Der hat, glaube ich, das Zeug dazu. Der fährt nämlich auch richtig gut in der Welle.

Liegt die Spezialisierung auch am Meisterschaftsmodus? Da dominieren in der Overall-Wertung in den Top Ten eindeutig die Slalomfahrer und Racer.
Das stimmt. Ich finde eine Overall-Wertung toll. Doch zurzeit zählen zwei Disziplinen aus vier und du kannst eben dein Slalom- und Raceergebnis einbringen. Ich fände es viel besser, wenn man eine technische Disziplin, also Freestyle oder Wave und eine Racedisziplin, also Formula Windsurfing oder Slalom einbringen müsste. Ich finde, es kann nicht sein, dass jemand in der Overall-Rangliste sehr weit oben steht, der nicht mal in der Welle mitfährt. Dort sollten die besten Allround-Windsurfer auftauchen, die in unterschiedlichen Disziplinen gut sind.

Slalom und Formula-Racing sind mittlerweile ziemliche Materialschlachten. Schreckt das junge Fahrer nicht ab, wenn sie sehen, wie viel Zeugs notwendig ist, um vorne mitzuhalten?
Ich war eigentlich immer für Materialbeschränkungen. Das gilt nicht nur für Bretter und Segel, sondern vor allem auch für Finnen. Als die Jungs plötzlich mit 1800 Dollar teuren Finnen von Kasey ankamen, habe ich kurz darüber nachgedacht, ob ich Schluss mache. Das Schlimme war, dass die Dinger tatsächlich einen Hauch schneller waren, also musste man den Wahnsinn mitmachen. Ich möchte nicht wissen, welche Werte Vincent Langer in seinen Finnenbags durch die Gegend fährt.

Die sind wahrscheinlich teurer als das Auto, in dem er sie herumfährt?
Könnte sein. Ich hätte mir da eine Reglementierung gewünscht. Allerdings hatten wir eine Zeit lang eine Materialbeschränkung in der Hoffnung, dass dann mehr Neulinge zum Regatta­sport kommen, doch das hat auch nicht funktioniert. Ich fände es gut, wenn man zum Beispiel zwei Slalomboards am Anfang der Saison anmelden und mit denen dann alle Regatten bestreiten muss. Ich finde, das ist dann sogar eine noch höhere sportliche Leistung, wenn man mit zwei Boards bei allen Bedingungen zurechtkommen muss.

Wäre es da nicht sinnvoll, wenn Choppy Water als verantwortliche Agentur für den Deutschen Windsurf-Cup stärker durchgreift?
Auf Choppy möchte ich da eigentlich nicht viel kommen lassen. Die machen schon einen guten Job und binden die Fahrer mittlerweile mehr ein. Rum­meckern kann jeder. Ich glaube nicht, dass es im Moment jemand besser machen könnte. Natürlich gibt’s aber im DWC einen starken Kieler Einfluss und der setzt sich dann auch oft bei den Abstimmungen durch.

© Privatfoto
Rivalen der Rennbahn – privat verstehen sich Rekordmeister Bernd Flessner und Helge Wilkens bestens, auf dem Wasser waren sie harte Konkurrenten. 
Rivalen der Rennbahn – privat verstehen sich Rekordmeister Bernd Flessner und Helge Wilkens bestens, auf dem Wasser waren sie harte Konkurrenten. 

Zurückblickend auf deine 25 Jahre im Regattasport, was war für dich der größte Erfolg?
Sicherlich, als ich 2001 Deutscher Meister im Formula-Racing wurde. Da waren alle guten Leute am Start und es war bis zum Schluss sehr knapp. Ich hätte das nie gedacht, dass ich mal Deutscher Meister werde. Ich meine, dass ist ja eh krass, egal in welcher Disziplin, mal Deutscher Meister zu werden. Das war nie mein Ziel als ich angefangen habe. Da haben sich andere Leute sicher viel höhere Ziele gesetzt. Ich dachte immer, wenn ich gut im Mittelfeld mitfahre, dann reicht mir das. Insofern war das schon was sehr besonderes.

Und was war die größte Enttäuschung?
(überlegt) Da könnte ich eigentlich gar nichts sagen. Aber als Thade Behrends Schluss machte mit dem Regattasport, da war ich enttäuscht. Wir waren 20 Jahre dicke Freunde auf der Tour. Aber wir haben uns auf dem Kurs auch oft gegenseitig angeschrien an der Boje. Einmal haben wir uns am Strand sogar fast gebeutelt, ich hab ihn weggeschubst und wir haben uns angebrüllt. Dabei wohnten wir zusammen und schliefen in einem Bett (lacht). Hinterher war wieder alles gut. Das war schade als er dann nicht mehr dabei war, aber wir haben jetzt auch noch Kontakt.

Du warst jetzt sehr viele Jahre im Sommer fast jedes Wochenende irgendwo auf einer Regatta. Hat deine Frau das immer klaglos mitgemacht?
In den letzten Jahren immer weniger. Es waren ja sehr oft die selben Plätze. Ich weiß gar nicht, wie oft wir nach Sylt gefahren sind. Neben den Regatten war dann auch kaum Zeit für normale Urlaube, wir konnten nur selten an Orte fahren, die sie gut fand. Geht halt nicht, dass du nach einer Woche auf Sylt noch mal eben zwei Wochen nach New York fliegst, wenn du auch noch einen normalen Job hast. Aber das holen wir jetzt nach. Wir fliegen nach New York und ich werde wahrscheinlich mal kein Windsurf­zeug mitnehmen. Oder vielleicht doch, ich muss mal einen Bekannten fragen, der auf den Hamptons wohnt, ob es sich vielleicht doch lohnt, Material mitzunehmen.

Wann kam denn dann der Entschluss, deine Laufbahn zu beenden?
Das war eher ein schleichender Prozess. So lange man vorne mitfahren kann, hört man nicht auf. Aber natürlich habe ich gemerkt, dass die Youngster immer besser werden, eben auch, weil sie sehr viel mehr trainieren können und auch sehr ehrgeizig sind. So ging die Motivation bei mir langsam immer mehr runter. Und ein entscheidender Moment, das habe ich jetzt schon mehrfach erzählt, war, als ich im letzten Jahr die ganzen Klamotten für den ersten Cup auf Sylt ins Auto packte. Es war kalt, die Vorhersage war schlecht und ich hatte überhaupt keine Lust zum x-ten Mal auf die Insel zu fahren. Da hab ich richtig Depressionen gekriegt.

© Privatfoto
Mit Kumpels auf dem Steinhuder Meer wird Helge auch in Zukunft racen.
Mit Kumpels auf dem Steinhuder Meer wird Helge auch in Zukunft racen.

Und ab jetzt machst du nur noch Kultur- und Städtereisen?
Natürlich nicht. Ich habe auch für dieses Jahr noch Slalomboards von Starboard bekommen und ich werde noch bei einigen kleinen Regatten mitfahren. Hier am Steinhuder Meer helfe ich auch bei der Organisation der Regatten und ich werde sicher beim "Wolle Ricke Cup" und den "Dümmer Open" mitsurfen, wenn die Bedingungen gut sind. Ansonsten habe ich jetzt die Freiheit, wenn es morgens Wind hat, ein paar Stunden am Steinhuder Meer zu surfen und erst dann ins Büro zu gehen. Außerdem gibt es noch eine Menge schöne Plätze, an denen ich noch Windsurfen möchte. 

Gibt es eine Situation in deiner Karriere, die du nie vergessen wirst?
Ja, das war noch zu den Zeiten, als Ingo Meyer und Didi Kornelli mitfuhren. Wir waren auf Sylt und waren wieder einmal erst bei Tageslicht aus dem American‘s (die Red.: Bar in Westerland) gekommen. Wir wohnten mit zehn Leuten in einem Haus und plötzlich merkten wir, dass Wind war. Alle sind dann total hektisch an den Strand und ich habe mir beim Sprung über eine Hecke noch den Ärmel vom Neo abgerissen. Regattaleiter Walter Mielke hatte bei ablandigem Wind einen Slalom mit mehreren Runden angesetzt. Keiner wusste aber genau, wie viele. Einige sind dann nur zwei gefahren, andere drei oder sogar vier Runden. Es war ein heilloses Durcheinander und am Strand gab es ein Riesengeschrei. Jeder beharrte darauf, dass er alles richtig gemacht hat. Damals war das gar nicht lustig, aber später haben wir alle furchtbar darüber gelacht.

© Fabio Staropoli
Diesen Artikel bzw. die gesamte Ausgabe SURF 6/2016 können Sie in der SURF App (iTunes und Google Play) lesen oder die Print-Ausgabe ist leider vergriffen.
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