Deutschland: Speedspot Vollerwiek
“Ihr möchtet einen Speed Guide über Vollerwiek machen? Super!” Thomas Döblin freut sich über das Interesse am Speedsurfen. “Vollerwiek steuern wir immer an, wenn der Wind aus Westsüdwest bis West kommt. Südsüdwest geht auch, ist aber recht selten!”
Selten ist nicht nur der Süd-/Südwest-Wind, sondern es muss am liebsten mal oberhalb der 30 Knoten “hacken” und das erlebt man nun mal im deutschen Sommerhalbjahr nicht so häufig. “Ich würde sagen, ich schreibe euch einfach eine Mail oder SMS, so zwei Tage bevor etwas passieren könnte.” Okay und Spontanität ist aber auch oft gefordert, denn der Winkel vom Wind ändert sich teilweise in den Vorhersagen fast stündlich und eine Entscheidung fällt meistens erst am Abend davor.
Unsere Verabredung kommt insofern erstmal gar nicht zustande, weil es am starken Wind mangelt. Häufig haben wir in den nachfolgenden Wochen Wind zum Surfen. Immer wieder geht es bei fünf Windstärken, oder auch bei sechs Beaufort mit dem Waveboard raus. Doch das, was die Speedsurfer als notwendigen Antrieb brauchen, ist eher speziell, denn diese 30 Knoten sollten es gern schon sein, um auf dem Speedstrip die nötige Power zu haben.
Dann die Nachricht von Thomas: “Freitag wäre SW-Wind ... müssen mal schauen, wie sich das weiter entwickelt?!” Okay, gut. Nächste Nachricht “… jetzt sagen die schon für Donnerstag Wind an ... aber mit Regen! Ach so, wir können nur bei Ebbe fahren ... ist ja ein Priel und das wäre dann momentan gegen Mittag und da muss ich noch arbeiten. Und so häufen sich ähnliche Nachrichten über die nächsten Wochen. Zur Abwechslung übernehmen wir mal die Initiative. “Hallo Thomas, übermorgen gibt es einen fetten Wind. Geht’s los?” Und die Ernüchterung folgt prompt: “Nee, dann ist Hochwasser und schon zu raumer Wind für Vollerwiek! (WNW)”. Ach, dann überlassen wir lieber ihm, immerhin dem schnellsten deutschen GPS Speedsurfer, das Kommando.
“Die Vorhersage bleibt stabil und wir fahren dann morgen nach Vollerwiek! Bin vielleicht schon um 9.30 da. Also, man geht nur über den Deich und dann ca. 300 Meter durchs Watt. Eigentlich braucht ihr nur Surfanzüge und Taschen für die Kameras. Je nach Wasserstand kann der Priel an der breiteren Stelle durchgangen werden... zeige euch das dann aber vor Ort!”, so die Mail von Thomas.
Den gesamten Bericht über den Speedspot Vollerwiek erhaltet ihr als Gratis-PDF.
Einfach mal zum Speedsurfen nach Vollerwiek fahren funktioniert nicht. Genaue Planung und Kenntnis über Gezeiten, Windrichtung und Stärke sind nötig, um mit richtig viel Speed über den schmalen Priel knattern zu können.
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Speedspot Vollerwiek | 9/2012 | 5 | 2,16 MB |
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