Großer Vergleich: Wetter-Apps für Windsurfer

08.02.2017 Andreas Erbe, Manuel Vogel - Fast jeder von uns hat den Wind mittlerweile auf dem Smartphone. Ohne Windvorhersagen aus dem Internet kann heute kaum noch ein Windsurfer leben. Wir haben die wichtigsten Webseiten und Apps verglichen.

© Anbieter-Fotos

Ohne einen Blick ins Internet macht sich heutzutage wohl niemand mehr auf den Weg zum Spot. War es vor wenigen Jahren noch eher ein Glücksspiel zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, liefern einem heute diverse Wetter- und Wind-Webseiten detailierte Vorhersagen für fast jeden Spot in Deutschland, Europa und der ganzen Welt. Viele Anbieter schicken die Daten auch aufs Smartphone, so dass die Informationskette mittlerweile beinahe lückenlos ist. Mensch, waren das noch Zeiten, in denen man am Freitagabend vor dem Radio saß, den Seewetterbericht erwartete und auf ein windreiches Wochenende hoffte wie ein kleines Kind auf die Überraschung vom Weihnachtsmann.
Dabei haben sich in Deutschland vor allem Windfinder und Windguru eine Führungsrolle unter Windsurfern erarbeitet. Neben Vorhersagen bietet Windfinder auch aktuelle Winddaten von Spots an. Mittlerweile liefern 18000 Stationen weltweit ihre Daten an das Kieler Unternehmen. Und es werden sicher in Zukunft noch mehr, denn Windfinder bietet selbst spezielle Messgeräte zu günstigen Preisen vor allem für Surfstationen, Clubs oder Schulen an.

Doch neben den bekannten Platzhirschen haben sich auch weitere überregionale Dienste etabliert. Besonders optisch sehr ansprechend ist dabei die Darstellung der Windentwicklung bei den relativ neuen Seiten Wisuki und Windyty. Über die Zuverlässigkeit aller Dienste lassen sich schwer objektive Aussagen treffen. Einig sind sich allerdings Fachleute, dass eine Prognose mehr als eine Woche im Voraus nicht wirklich aussagekräftig ist.
Regionale Dienste im Ausland sinnvoll

Für Surfreisende machen im Ausland auch die Websites und Apps der nationalen Anbieter Sinn, weil in Revieren wie der kroatischen Adria, der griechischen Ägäis oder in engen Bergtälern wie am Gardasee die den etablierten Windvorhersagen zugrundeliegenden GFS-Modelle an ihre Grenzen kommen. Eine bessere Vorhersagegenauigkeit entschädigt dann oft für die mitunter schlichte Darstellung, umständliche Handhabung oder Sprachbarrieren.
Doch bei aller Technik hat auch im digitalen Zeitalter der alte Spruch zu häufig Bestand: Wie heißt der windige Tag nach drei Tagen Flaute? Montag!

Die große Übersicht über Wetterseiten und Wetter-Apps für Windsurfer gibt's unten als PDF zum Download.

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