Einzeltest 2017: Freeracesegel Avanti Condor 7,4

28.02.2017 Stephan Gölnitz - Dan Kaseler ist der Mann hinter der exklusiven Marke Avanti, die die Designer-Segel mit dem Hinguck-Faktor produziert. Was steckt noch hinter dem immensen Preis?

© Stephan Gölnitz
Einzeltest 2017: Freeracesegel Avanti Condor 7,4
Einzeltest 2017: Freeracesegel Avanti Condor 7,4

Bereits das aufgerollte 7,4er trägt sich wie ein 6,5er NoCam-Segel. So leicht wie die Geldbörse nach dem Kauf liegt auch das 3-Camber-Freeracesegel Condor in der Hand. Und auch beim Beachstart geht das wunderbar leichte Feeling nicht verloren. Mit der ersten Böe verrät es dann gleich seinen Charakter: Das Segel liegt weiterhin leicht in der Hand, beschleunigt druckvoll und sanft zugleich. Der Materialmix bewirkt einerseits ein sehr kompaktes Segelgefühl, es schwabbelt nicht, es flattert nicht, andererseits wirkt der gesamte Segelkörper minimal gedämpft, gerade so sehr, dass Böen und Winddreher weniger ruckartig wirken.

Dafür wird es – bei normalen Trimmkräften – mit nur mittelmäßigem Loose aufgebaut. Die Schot­hornöse kann über einen weiten Windbereich nur leicht eingehängt werden, die Kontrollierbarkeit leidet darunter nicht. Allerdings lässt sich das Condor auch mit allen Tricks nicht besonders bauchig aufbauen, die Anströmkante vorne bleibt recht flach, das Segel liegt nicht an der Gabel an. So überzeugt es im mittleren und oberen Windbereich mit bester Druckpunktstabilität und viel Speed. Das flache Profil, die sauber rotierenden Camber und das geringe Gewicht sorgen für sehr angenehmes Handling.

Fazit: Ein sehr leichtes, mit gutem Segelgefühl anzustellendes Segel mit geringen Haltekräften für den technisch versierten Fahrer. Stark bei Medium- bis Highwind. Die Preise werden 2017 vermutlich um etwa 200 Euro erhöht.

Avanti Condor 7,4
Größen:  
5,8/6,6/7,4/8,2/9,0/ 9,8 qm
Preise:  959/1039/1119/1189/ 1279/1339 Euro
Infos:  www.avantisails.com

© Stephan Gölnitz
Dicht und filigran wie drei Spinnengewebe übereinander. Die dünne Folie wird von unzähligen Fäden verstärkt. Die Schothornösen sind für Highwind (innen) und Power (außen). 
Dicht und filigran wie drei Spinnengewebe übereinander. Die dünne Folie wird von unzähligen Fäden verstärkt. Die Schothornösen sind für Highwind (innen) und Power (außen). 
© Stephan Gölnitz
Das Segelfenster hat die Größe einer Schießscharte.
Das Segelfenster hat die Größe einer Schießscharte.
© John Carter/Starboard
Diesen Artikel bzw. die gesamte Ausgabe SURF 8/2016 können Sie in der SURF App (iTunes und Google Play) lesen – die Print-Ausgabe ist leider vergriffen.
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