Eric Merten ist Initiator der Aktion "Save our Spot". Für surf-Magazin.de hat er die Lage am südlichen Ende Europas zusammengefasst:
"Casa de Porros, weltweit bekannt in der Windsurf- und Kiteszene für die hervorragenden Starkwindbedingungen, hat einige Änderungen erlitten, die sicherlich, falls die Dinge so bleiben, den Verlust eines der Besten Spots in Europa zur Folge hat.
Am 14. September räumte die Polizei im Auftrag der Stadt Tarifa den Spot Casa de Porros, bei vielen auch bekannt als die „Schweinewiese“, um am oberem Rand einen Parkplatz zu bauen. Schweres Gerät wurde aufgefahren um eine Fläche zu planieren und einen Erdwall aufzuschütten der den Platz nun umringt.
Wie rechts auf dem Bild von Google Earth zu sehen ist, befindet sich der Platz weit vom Strand entfernt und wird an Sommertagen nicht einmal 10 % des realen Bedarfs decken. Dies bedeutet, dass der Glückliche der einen Platz ergattert (1er von 10) erst mit seinem Material den 1,5 Meter hohen Erdwall erklimmen muss, um dann gegen den Levante (Ostwind der nicht selten bis zu 60 Knoten bläst) sich 400 Meter bis zum Strand vorzukämpfen. Dies ist natürlich nur den Glückspilzen vorbehalten, der Rest wird an der gefährlichen Bundesstrasse parken müssen, um von dort die lange Wanderung zu starten. Wer die Strasse kennt, weiß wovon ich rede, wenn ich sage, dass Unfälle vorprogrammiert sind.
All dies geschieht unter dem „Deckmantel“ des Naturschutzes, wobei die Stadt Tarifa in den letzten 30 Jahren keine Bemühungen gezeigt hat, die Wiese so zu organisieren, dass Menschen im Einklang mit der Natur ihren Sport betreiben können. Windsurfen und Naturschutz sind sicherlich keine Gegegensätze. Wer die Küste abfährt, stellt fest, dass viele Hotels und Apartmentanlagen unmittelbar am Strand entstanden sind und weitere Projekte genehmigt wurden, um Beispielsweise einen Hotelkomplex im Surfparadies el Palmar zu bauen. Wie kann es sein, dass solche Projekte durchgeführt werden können und im gleichen Atemzug ein Spot geschlossen wird, um die Umwelt zu schützen? Es ist offensichtlich, dass die Prämisse gilt die Natur zu schützen, allerdings geht dies auch ohne die Menschen von der Natur auszuschließen. Wir wollen kein Hotel und keine Apartments bauen, wir wollen nur einen Zugang zum Strand der den Bedürfnissen der Windsurfer gerecht wird. Nach 30-jähriger Nutzung dieser Wiese zeigt sich der Platz wie eh und je, bester Beweis, dass die Natur nicht gelitten hat.
Die Stadt Tarifa, die seit den 80er Jahren hauptsächlich vom Windsurf- und Kite- Tourismus lebt, wendet sich allmählich von diesem Tourismus ab und trifft immer wieder Entscheidungen, ohne dabei die Interessen der Wassersportler zu berücksichtigen. Seltsamerweise hat Windsurfen oder Kiten in Tarifa keine Lobby, obwohl 80 Prozent der Stadt von diesem Tourismus lebt.
Eine Petition gegen die Pläne findet ihr hier . Für nähere Informationen gibt es auch eine Gruppe auf Facebook.
Die Liste der Prominenten Unterstützer wird immer länger:
Andre Paskowski G-2
Daida Ruano Moreno E-64
Iballa, Ruano Moreno E-63
Michael Rossmeier AUT 256
Victor Fernandez E-42
Philip Soltysiak CAN-9
Dr. Beat Steffan E-62
Kristin Boese Kitesurfing PRO
Gianni Aragno Kitesurfing PRO
Ruben Lenten Kitesurfing PRO
Erika Lindberg Kitesurfing PRO
Nik Baker K-66
Rafael Cervero E-13
Renato Morlotti Sail designer GUN SAILS
Jakub Kosmowski POL-288
Monty Spindler Sail designer LOFT SAILS
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