Lorch Splash 86 - 2011

Teaserbild

Günter Lorch ist nicht dafür bekannt, auf jeden Innovations-Zug aufzuspringen. Bevor er einem Trend folgt, muss er zu 100 Prozent davon überzeugt sein, dass er etwas bringt. Deshalb darf man gespannt sein, wie der Lorch Quad fährt.

Fazit: Der Lorch Splash 86 überzeugt auf Nord- und Ostsee, dank einer gelungenen Mischung aus guten Fahrleistungen, überzeugender Kontrolle und vergleichsweise radikalen Dreheigenschaften. Daher dürfte das Brett eine große Zielgruppe, vom Wellen- Aufsteiger bis hin zu schweren Wave-Cracks, glücklich machen.

An Land: Wer Lorch-typisches Schwarz-Weiß-Design erwartet, dürfte sich beim Anblick des neuen Splash verwundert die Augen reiben. Ansonsten muss man – glücklicherweise – nicht auf bewährte Lorch- Standards verzichten. Auf dem verrundeten Deck steht man, in Verbindung mit den weichen Schlaufen, sehr bequem. Shaper Günter Lorch hat dem Vierfinner (Choco Fins) ein für die Größe recht schmales und dünnes Heck verpasst. Die inneren beiden, je 15,5 Zentimeter langen Spurhalter sitzen in einer US-Box, die zehn Zentimeter langen Seitenfinnen verschraubt man von oben über eine Mini-Powerbox.

 

Auf dem Wasser: An der unteren Gleitgrenze erfordert der Splash etwas Feingefühl und Körpereinsatz, um das Brett über die kleine Gleitschwelle zu bringen. Bei der ersten Böe beschleunigt der Lorch aber druckvoll und setzt den Segelzug sofort in Geschwindigkeit um. Somit hat man auch in den kurzen Wellenabständen auf Nord- und Ostsee beste Voraussetzungen, um schnell auf sprungtaugliche Geschwindigkeit zu kommen. Angepowert läuft das Brett dann recht frei und sportlich- direkt, keine Spur also von klebendem oder bremsendem Fahrgefühl, das Multifin-Boards gelegentlich nachgesagt wird. Besonders überzeugt hat uns der Splash, wie es sich für ein Waveboard gehört, auf der Welle: In kleinen Onshore-Wellen dreht das Board hervorragend in enge Turns über den hinteren Fuß – sicherlich auch ein Resultat des schmalen Hecks. Für ein Brett dieser Volumenklasse lässt sich der Lorch vergleichsweise radikal und leicht drehen, ohne dabei besonders hohe Ansprüche an den Piloten zu stellen. Auch in größeren Wellen (über 1,5 Meter) vermittelt der Splash viel Grip und Kontrolle auf der Kante, jederzeit lässt sich der Radius variieren, um die Wellenlippe im perfekten Moment zu treffen. Der Lorch dürfte schwere Surfer, die schon ein wenig Wave-Erfahrung mitbringen und mit einem Waveboard auskommen wollen, absolut glücklich machen. Auch leichtere Surfer, die eine Ergänzung zum kleineren Waveboard suchen und dabei nicht auf radikale Dreheigenschaften verzichten wollen, sind mit dem Lorch gut beraten. Dass der Splash auch bei Hack auf Flachwasser und in der Welle keine Zicken macht, rundet den äußerst positiven Gesamteindruck ab.

 

 

Das Board ist in Vollcarbon-Bauweise in drei Größen zum Preis von 1849 Euro erhältlich.

 

Volumen: 76/86/103 Liter

Länge: 230/232/236 Zentimeter

Breite: 55/58/62 Zentimeter

Gewicht: 6,5/6,8/7,2 Kilo

 

Kontakt über www.lorch-boards.de

 

 

 

Fotos:Manuel Vogel

 

 

 

 

 
15. Juni 2011

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