Einzeltest 2017: Makani Fins

31.01.2017 Manuel Vogel - Louis Genest, Designer des kanadischen Finnenherstellers Makani Fins, über die Vorzüge eines von der Natur inspirierten Finnendesigns.

© Manuel Vogel
Einzeltest 2017: Makani Fins
Einzeltest 2017: Makani Fins

Inspiriert von den Formen von Walflossen hat Makani Fins mit Ingenieur und Designer Louis­ Genest das Modell "Piranha" ins Leben gerufen. Der Anspruch dabei war so banal wie ambitioniert, wie Genest im surf-Interview erklärt: "Wir wollen ein Finnendesign schaffen, das Strömungsabriss, also Spin-outs, quasi unmöglich macht. Dadurch kann man mehr Druck auf die Finne geben und einen besseren Winkel zum Wind fahren. Mit vielen Tests und 3D-Simulationen sowie der Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern und Labors haben wir unsere Erkenntinsse darüber immer weiter verbessert."

Auf dem Wasser: Unser Eindruck auf dem Wasser, mit einem 15 Zentimeter langen Twinser-Set unter einem 86-Liter-Waveboard, bestätigte in der Tat, dass die Finnen viel Druck annehmen und das Brett lange auf Kurs halten. Auch das Speedpotenzial scheint gut zu sein, unsere anfängliche Befürchtung, dass die wellenförmige Anströmkante das Board langsam machen könnte, bestätigte sich nicht. "Unmöglich" sind Spin-outs aber auch mit den Piranhas nicht, etwa bei groben Belastungsfehlern oder einem zu bauchig getrimmten Segel, bei dem der Druckpunkt nach hinten wandert.
surf-Fazit: Ein spannendes Konzept, das für Wavepiloten, die viel Grip auf den Finnen lieben, durchaus interessant ist. Zu haben sind die Finnen für verschiedene Box-Systeme (Twinser-Set: 159 Dollar) derzeit nur über ­Action Surf Meldorf oder die Webpage www.makanifins.com. Auch eine Übertragung des Konzepts auf Freeride und Slalom ist geplant, wir werden auch diese ausprobieren und euch berichten.

© Privatfoto
Louis Genest, Finnen-Designer von Makani Fins
Louis Genest, Finnen-Designer von Makani Fins
© John Carter
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