Action Cams Test

28.05.2013 Stephan Gölnitz - Action Cams an Board sind deine digitale Unabhängigkeitserklärung. Du behältst mehr Freunde, weil sie nicht bei besten Bedingungen mit der Kamera am Strand verharren müssen, um dann unscharfe Bilder von dir zu machen. Mit der Linse an Mast, Gabel oder Board bist du dein eigener Star – vor und hinter der Kamera.

© Stephan Gölnitz
It’s not a trick – hier hat die Rollei Bullet 5S die GoPro beim Filmen fotografert. Das Foto ist nur ein Ausschnitt, das Original im Querformat etwa doppelt so groß.
It’s not a trick – hier hat die Rollei Bullet 5S die GoPro beim Filmen fotografert. Das Foto ist nur ein Ausschnitt, das Original im Querformat etwa doppelt so groß.

Es gibt nichts, was man nicht filmen könnte. Das wurde mir klar, als mich neulich ein Jäger fragte, mit welcher Kamera er für die Wildschweinjagd am besten bedient wäre. Da sind keine Ansitzjäger im Lodenmantel unterwegs, sondern "Action Hunter", da geht’s mit Vollvisierhelm und gezückter Saufeder durchs Unterholz.

© Stephan Gölnitz
Kamera-Justierung per WLAN und Smartphone.
Kamera-Justierung per WLAN und Smartphone.

Wir haben die Kameras während des Freeride-Tests in Dahab weniger martialisch speziell für die Eignung beim Windsurfen ausprobiert. Grundsätzlich fndest du zwei Konstruktionsideen: Einmal Kameras im externen Gehäuse nach GoPro-Vorbild. Die Kameras selbst sind meist recht zierlich und nicht sonderlich robust, werden nur durch das Gehäuse geschützt, dafür aber dann richtig – 50 Meter Taucherlaubnis ist die Regel. Die zweie Spezies Kameras setzt auf ausreichend Eigenschutz, sämtliche Klappen und Knöpfe sind abgedichtet, vor allem für Mountainbiker und Snowboarder sind so kompaktere Abmessungen möglich – allerdings mit Tauchlimit bei einem Meter. Das ist bei Schleuderstürzen oder Waschgängen bereits heikel. Contour und JVC bieten aber noch Zusatzgehäuse an. Sony, Contour und JVc für den Helm. Wer die Kamera neben dem Windsurfen auch beim Snowboarden, Skifahren oder Biken verwenden möchte – und dabei nicht mit der GoPro samt Sockel oben auf dem Helm aussehen will wie ein ferngesteuerter R2D2 – für den bieten sich die flacheren Gehäusekonstruktionen an, die sich unauffällig seitlich am Helm befestigen lassen. Eine Contour geht dann sogar bestenfalls noch als Helmlampe durch.

© Stephan Gölnitz
Wie bei normalen Fotos gilt: Die Action muss stimmen. Bei einer maximalen Frequenz von 2 Bildern pro Sekunde reichten surf-Tester Frank rund zehn Loops, damit dieser Shot vom Timing stimmte. Die JVC flmt währenddessen an der Gabel mit.
Wie bei normalen Fotos gilt: Die Action muss stimmen. Bei einer maximalen Frequenz von 2 Bildern pro Sekunde reichten surf-Tester Frank rund zehn Loops, damit dieser Shot vom Timing stimmte. Die JVC flmt währenddessen an der Gabel mit.

Zwei Modelle sind bereits ohne zusätzliches Wassergehäuse "spritzwassergeschützt". Die Sony kommt mit richtigem Tauchgehäuse serienmäßig. Ebenfalls interessant ist für unterschiedliche Einsatzzwecke ein variabler Blickwinkel. Mindestens 170 Grad sind für die Montage am Board oder Rigg sinnvoll, auf dem Bike willst du vielleicht mehr "nach vorne" schauen, da wirken 120 Grad oft besser. Die meisten Kameras bieten beide Bildwinkel, aber nicht immer "Full HD" bei maximalem Weitwinkel. Für möglichst großen vertikalen Blickwinkel (beim Windsurfen wichtig) ist die Aufösung in 960p oft sinnvoll im Format 4:3. Bedienung am Strand oder nur am Schreibtisch.Während GoPro, Rollei, X-Game und Infinity (alle nur wasserdicht mit dem zusätzlichen Gehäuse) auf volle Bedienbarkeit auch noch am Strand im Gehäuse setzen – für jeden Knopf an der Kamera gibt es auch einen am Wassergehäuse –  sieht das bei anderen Modellen schon spartanischer aus. Sony sieht am Wassergehäuse nur den Start-/Stop-Knopf vor – immerhin kann man die Kamera rausnehmen und über ein kleines LCD-Display alle Menüpunkte fnden, zusätzlich ist bei Sony WLAN an Board.

© Stephan Gölnitz
Mit dem Schraubendreher ziehst du die Knebel fester als nur mit Fingerkraft – dann hält das Gelenk selbst bei heftigster Action.
Mit dem Schraubendreher ziehst du die Knebel fester als nur mit Fingerkraft – dann hält das Gelenk selbst bei heftigster Action.

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