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Costa da Caparica

SURF-Spot / Atlantik / Lisboa

(Lisboa)
 

Nach Costa da Caparica geht's von Lissabon mit echtem San Francisco-Feeling über die Brücke nach Süden über den Tejo. Der Strand ist etwa zehn Kilometer lang und wird alle hundert Meter von Steinmolen unterbrochen. Im Prinzip kann man sich die Mole aussuchen, wo die Wellen am besten brechen. Am Nordende sind die Wellen tendenziell kleiner, sodass man hier vor allem im Sommer oft schönes Flachwasser vorfindet. Am Südende der Costa werden die Molenabstände und Wellen etwas größer. Der Nortada bläst überall Side- bis Sideoffshore aber auch etwas schwächer, als in Guincho. Bei Niedrigwasser ist der Wind konstanter, da man weiter draußen surft und somit weniger Windabdeckung ausgesetzt ist. Im Sommer punktet der Küstenabschnitt eher mit moderaten Wellen, im Winterhalbjahr verwandeln solide Swells die Küste mitunter zu Weltklasse-Beachbreaks. Durch die kurze Distanz zu Lissabon sind die Strände im Sommer sehr voll und es muss auf Badegäste und Wellenreiter Rücksicht genommen werden. In der Nebensaison ist es hingegen bis auf einige Wellenreiter eher ruhig.

Wind, Wetter & Neoprenempfehlung:

Im Raum Lissabon gibt es, wie fast überall in Portugal, zwei vorherrschende Windsituationen, die sich zum Windsurfen eignen. Entweder es weht Nortada oder es hat eine Tiefdruck-Wetterlage. Der Nortada ist ein konstanter Wind aus nördlicher Richtung, welcher meist von gutem Wetter begleitet wird. Er entsteht durch ein Azorenhoch und einem Hitzetief über der iberischen Halbinsel. Im Sommer ist der Nortada am konstantesten und wird häufig, wie z.B. in Guincho noch lokal verstärkt. Daher hat man hier (siehe Grafik oben) eine Windausbeute von 50-60 Prozent über vier Beaufort, oft feuert es sogar aus allen Rohren, ein kleines Segel gehört unbedingt ins Gepäck. September und Oktober bricht das System oft in sich zusammen bevor im Winter vermehrt Tiefs über den Atlantik ziehen. Der Wind weht dann aus Süd bis Westnordwest und ist nicht so konstant wie der Nortada, zudem regnet es oft. Im Winter kann der Wind, egal aus welcher Richtung, sehr unbeständig sein. Die Locals meinen, dann helfe nichts, außer sich auf den Weg zu machen und mit eigenen Augen zu sehen, ob es passt. Temperaturtechnisch kann man sich im August auf durchschnittlich 24°C freuen, die in Kombination mit einer Wassertemperatur von 20°C einen dünnen Sommerneo erlauben. Im Dezember funktioniert ein 4/3er oder 5/3er Neo meistens noch gut. Die Temperaturen liegen durchschnittlich bei 12°C Luft und 17°C Wasser.

Wellen & Tiden:

Der Tidenhub ist in Portugal nicht so gigantisch wie etwa in der Bretagne oder in England, macht aber dennoch bei einigen Spots den entscheidenden Unterschied. Es empfiehlt sich, die Tidenstände zu checken bevor man sich ins Auto setzt. Sehr hilfreich sind auch die vielen qualitativ guten Webcams (surftotal.combeachcam.sapo.pt), die es an fast jedem Spot gibt. Ein Blick ins Internet reicht dann meist aus, um einen groben Eindruck von den Bedingungen vor Ort zu erhaschen. Während sommerlicher Nortada-Lagen sind die Wellenhöhen mit ein bis zwei Metern oft moderat, große Swells treffen die Küste meist zwischen Oktober und Mai. Vorhersagen findet ihr bei Magicseaweed.

Wohnen & Campen:

Campingplätze gibt es in Portugal zahlreich. Wildcampen wird, zumindest in der Nebensaison, an vielen Stellen noch toleriert. Bitte haltet alles schön sauber, damit das auch so bleibt.

Campingplätze in Spotnähe sind:

Guincho: 

Lagoa de Obidos:

Costa de Caparica:

Peniche:

Ericeira:

Surfschulen, Verleih & Shops:

Während es in Portugal überall Wellenreitschulen mit Leihmaterial gibt, ist es leider fast unmöglich Windsurfmaterial zu mieten. Ausnahmen sind:

Schattenseiten:

Immer wieder hört man von aufgebrochenen Autos und geklauten Portemonnaies, Handys oder Kameras. Beste Gegenwehr: Nichts Wertvolles im Auto lassen oder teure Gegenstände im Restaurant um die Ecke abgeben! Tipp: Den Sticker von der Autovermietung entfernen, dadurch fällt das Auto deutlich weniger auf.

Einen ausführlichen Spotguide mit vielen Spots in Portugal findet ihr in der surf-Ausgabe 03/2016 sowie im Reisecenter des surf-Magazins.