Kleines Rigg ganz groß: RRD Air Windsurf Sail Kleines Rigg ganz groß: RRD Air Windsurf Sail Kleines Rigg ganz groß: RRD Air Windsurf Sail

Kleines Rigg ganz groß: RRD Air Windsurf Sail

  • Manuel Vogel
 • Publiziert vor 4 Jahren

„Der Kofferraum eines Fiat Panda war der Maßstab!” Ein voll durchgelattetes und starkwindtaugliches Segel mit einem Packmaß von unter 1,20 Meter – das RRD-Konzept könnte nicht nur bei der Gepäckmitnahme im Flieger völlig neue Optionen eröffnen.

RRD Air Windsurf SailLatten, Gabelbaum, Mast – kein Teil ist länger als 1: ,20 Meter. Damit dürften sich auch bei der Materialmitnahme im Flieger komplett neue Möglichkeiten auftun. 

Interview mit John Skye, RRD-Teamfahrer, Worldcupper und Entwickler:

John, auch Kompaktriggs mit kleinem Packmaß gibt es schon länger auf dem Markt. Was unterscheidet das Air Windsurf Sail davon? Es gibt bereits tolle Sets von anderen Marken, allerdings waren das bisher immer Leichtwindsegel für Ein- und Aufsteiger. Mit einem echten Freeridesegel zum Gleiten hatte das wenig bis nichts zu tun. Unser Ziel war es, ein vollwertiges Freeridesegel mit maximal kompakten Packmaßen zu vereinen. Die Idee dazu kam uns, als wir das Air Windsurf Board entwickelten und völlig geflasht vom Leistungsniveau waren. Das war kein Spielzeugboard, sondern etwas, das von den Fahreigenschaften her auf Augenhöhe zu "normalen" Boards war. Wir brauchten ein Rigg, für das das Gleiche galt, etwas was man bei richtig viel Wind ohne nachzudenken benutzen konnte. Und ich bin happy, dass wir es geschafft haben.

Damit das RRD Air Windsurf Sail entlang der Dacronbahn gefaltet werden kann, hat John Skye teilbare Latten entworfen.  

Wie habt ihr es geschafft, ein voll durchgelattetes Segel und alle Komponenten auf ein Packmaß von 1,20 Meter zu bekommen? Unser Anspruch war es, dass die gesamte Ausrüstung in den Kofferraum eines Fiat Pandas passen sollte. Bei Mast und Gabelbaum hatten wir ziemlich schnell eine Lösung gefunden. Beim fünfteiligen Mast haben wir zusätzliche Steckverbindungen eingebaut, lediglich an der sich dadurch ändernden Biegekurve mussten wir etwas arbeiten. Bei der Gabel bot sich eine Lösung an, bei der man über ein zusätzliches Pin-System die Holme teilen kann, wodurch man schnell bei einer Länge von rund 1,20 Meter ist. Am schwierigsten war es tatsächlich beim Segel selbst.

Gewusst wie....

Wo lagen dort die Probleme?  Normalen Monofilm sollte man bekannterweise nicht falten oder knicken, es sei denn, man möchte ihn schnellstmöglich zerstören. Um ein Zusammenfalten zu erlauben, war ein Streifen Dacrontuch nötig, der vom Topp bis nach unten durchlief. Die Latten mussten genau parallel sein, um das Rollen zu ermöglichen und letztlich mussten sie teilbar sein. Die Idee kam uns bei einem Windsurf-Festival, als wir unsere Iglu-Zelte zerlegten. Das Prinzip der auseinanderziehbaren Stangen wurden der letzte fehlende Teil unseres Puzzles. Für die erste Version wurden die Lattentaschen noch mit dem Stanley-Messer aufgeschlitzt, im weiteren Verlauf galt es dann vor allem, die Dehnung des Dacronstreifens im Segel zu minimieren und das Aufriggen zu erleichtern. Am Ende haben wir es geschafft – die Windrange entspricht dem normaler Freeridesegel.   

In welchen Größen wird es verfügbar sein? Wir bieten zu Anfang drei Größen an: 7,0, 6,0 und 5,0 Quadratmeter. Dazu wird es zwei Versionen hinsichtlich Technologie geben. Die Air Windsurf Pro mit einem 80 Prozent Carbonmast zu einem Setpreis von 1349 bis  1449 Euro sowie eine günstigere Basisversion mit 35-Prozent-Carbon-Mast für 1149 bis 1249 Euro.

John Skye kriegt alle Teile klein...

Schlagwörter: Air Windsurf Air Windsurf Segel Segel


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