Redaktion

Materialtuning für Frauen – die 5 besten Tipps!

  • Jenny Eschenbach
14.07.2015

Die Frauen in der Windsurfwelt haben es schwer und das, obwohl Windsurfmaterial noch nie so leicht und handlich war wie heute. Bei allem Fortschritt, die Hersteller orientieren sich noch immer an der breiten (männlichen) Masse – zu breite Schlaufen, monströse Trimmkräfte oder unpassende Geometrie sind die Folgen. Anne-Kathrin Stevens – erfahrene Windsurferin und Ex-Worldcupperin – verrät euch ihre Tricks, mit denen Frauen das Material an die persönlichen Anforderungen anpassen können.

Viele Serienschlaufen haben mehrere Löcher zur Auswahl

Die meisten Serienschlaufen bieten die Möglichkeit, diese alternativ durch weiter innen liegende Löcher zu verschrauben, dadurch kann man diese insgesamt enger einstellen.

Mithilfe von asymmetrischen Platten kann man viele Schlaufen enger stellen

Wer seitlich viel Luft hat, kann die schwarzen Plastikteile, durch die die Schlaufe geschraubt wird, einfach umdrehen, damit die breite Seite nach innen wandert. Auf diese Weise wird die Schlaufe auf jeder Seite etwa fünf Millimeter enger.

Unterschiedliche Plugs machen die Schlaufen noch zusätzlich enger

Helfen auch die erwähnten Tipps nicht, kann man die Schlaufen in nicht zusammengehörende Löcher schrauben.  

Ein guter Stand verbessert das Fahrgefühl erheblich

surf-Tipp: Schrittbreite anpassen! Auch eine zu große Schrittbreite kann man durch die Verwendung von nicht zusammengehörenden Löchern (z.B. vordere Schlaufen ganz nach hinten, hintere Schlaufen nach vorne) an kleine Körpergrößen anpassen.

Ideal: Große Rollen aus Messing (rechts)

Ungünstig: Sich überkreuzende Tampen erhöhen die Reibung

Es gibt verschiedene Trimmhilfen zu kaufen, mit einer guten Verlängerung und einem hochwertigen und vor allem ordentlich gefädelten Tampen, kann man die Trimmkräfte aber schon um einiges reduzieren. Ausführliche Tipps zum Trimmen des Vorliek findet ihr hier.

Der verwendete Mast beeinflusst Segelcharakteristik, Handling und Trimmkräfte

Dickere SDM-Masten (Standard Diameter Mast) machen das Segelprofil straffer und härter, bei schweren Fahrern und großen Cambersegeln kann das ein Vorteil sein. Frauen profitieren vom softeren Segelgefühl der dünnen Skinny-Masten (RDM, Reduced Diameter Mast), obendrein lassen sich diese Masten bei Manövern viel besser greifen.

Ein Variotop bis zu 20 Zentimeter ist ok, darüber sollte man als Frau eine Mastlänge kürzer wählen.

Mit einem längeren Mast wirkt ein Segel immer spürbar härter als mit dem kürzeren Mast, problematisch wird’s, wenn der Mast oben weit heraussteht. Wenn kleine und leichte Frauen am Segel hängen, kann sich dann oft kein richtiges Profil bilden, das Segel wirkt bockig und nervös. Außerdem steigen die Trimmkräfte, wenn der Mast oben weit übersteht, spürbar an!

Für kleinere Personen kann ein weiter hinten geschraubter Mastfuß das Segelgefühl deutlich verbessern

Fährt man die Gabel am unteren Ende der Masttasche, passt oft das Dreieck zwischen Mastfuß, Gabelbaumhöhe und Schlaufenposition für Frauen nicht mehr. Wenn man den Mastfuß zu weit vorne fährt, sind die Abstände zu groß, man kann das Segel gar nicht richtig dichtholen und sich im Trapez nach außen hängen. Wer seine Gabel also weit unten fährt – was bei fast allen Frauen der Fall ist – sollte mal versuchen, den Mastfuß ins hintere Drittel der Mastspur zu schieben.

Handling oder Power? Der Schothorn-Trimm ist entscheidend

Männer brauchen Druck in der Tüte, Frauen ist meist gutes und leichtes Handling wichtiger. Je flacher ein Segel an der Gabel getrimmt wird, desto leichter, spielerischer und kraftloser liegt es in der Hand. Vor allem in Manövern wirkt das flachere Profil dann neutraler und leichter, darüber hinaus kann Frau es bei Schot- und Wasserstart leichter aus dem Wasser ziehen bzw. drücken.Dichtgeholt sollte das Segel die Gabel nicht berühren. Dabei sollte man trotzdem darauf achten, das Segelprofil nicht komplett abzuwürgen, indem man das Segel an der Gabel extrem flach spannt.

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