Redaktion

Workshop: Nosepad aufkleben

  • Manuel Vogel
14.11.2018

Böe übersehen? Kabbelwelle getroffen? Plastiktüte mitgenommen? Egal, das Ergebnis ist oft das gleiche, ein saftiger Schleudersturz kann reichen, um eine schöne, neue Boardnase in eine Kraterlandschaft zu verwandeln. Doch es gibt diverse Möglichkeiten, sein Brett zu schützen – vom günstigen Schaumstoff-Polster bis zum High-end-Nasenprotektor aus Vollcarbon ist alles dabei.

Der gute alte Schleudersturz – jeder kennt ihn, jeder "kann" ihn, egal ob Aufsteiger oder Vollprofi. Es passiert einfach. Oft ist der Surftag dann gelaufen und man selbst schnell um 150 Euro für die Reparatur ärmer. Protektoren sind daher schon immer ein Thema. Die günstigste und am weitesten verbreitete Variante – der gute alte Schaumstoffprotektor, den man sich früher einfach ans Gabelkopfstück klettete – hat heute nahezu ausgedient, einfach weil er aufgrund der kürzer gewordenen Boards allenfalls bei Surfern hilft, die die Gabel weit unten fahren. Heute richtet der Mast das Hauptübel an. Auch dafür gibt es von zahlreichen Herstellern Protektoren, mit denen man den Mast abpolstern kann. Auch Schaumstoffpolster zum Aufkleben auf die Brettnasen werden angeboten. Glaubt man den Stationsbetreibern und deren Erfahrungen aus jahrelanger Vermietung, sind aufgeklebte, feste Nasenkappen jedoch der wirksamste Schutz. Und hier hat man die Wahl zwischen Standard-Kappen aus GFK, inklusive Kleber 400 bis 650 Gramm schwer, oder 250 Gramm leichten (und nebenbei noch edel aussehenden) Carbon-Kappen. Die GFK-Versionen, das wissen wir aus unserer langjährigen Test-Erfahrung, machen sich auf dem Wasser insofern bemerkbar, als dass man den Nachteil, den das punktuell am Bug konzentrierte Zusatzgewicht mit sich bringt, nicht leugnen kann. Vor allem wer beim Brettkauf den Mehrpreis für eine leichte "PRO-", "TEAM-" oder "LTD"-Version hingeblättert hat, dürfte die leichteren Carbon-Protektoren bevorzugen. Den Preis für den zusätzlichen Schutz – 110 bis 149 Euro kosten die GFK-Protektoren der Hersteller, 149 bis 299 Euro die Carbon- Versionen von carbonprotect – hat man somit nach einer Nasenreparatur teilweise schon wieder raus.

Im folgenden Workshop wollen wir euch zeigen, was wirklich hilft, wie ihr die Protektoren selbst montieren könnt und welche kostengünstigen Alternativen es dazu gibt. Dafür ein dickes Dankeschön an Eveline und Christian Relling vom Surf & SUP Center St. Leoner See, die uns mit Fotos und ihrer Erfahrung aus unzähligen Montagen unterstützt haben.

Du brauchst einen passenden Nasenprotektor. Marken wie JP-Australia oder Fanatic bieten GFK-Kappen für ihre Modelle an (Preis: 115-150 Euro). Die 250 Gramm leichte Carbon-Guards gibt es bereits für diverse Modelle (Übersicht der verfügbaren Marken und Modelle auf www.carbonprotect.de , Preis: ab 149 Euro). Custom-Anfertigungen kosten ab 299 Euro, das Originalboard muss natürlich dann vor Ort sein.

Wie du feste Nasenkappen am Brett anbringst, zeigen wir dir hier im Detail. Klicke dich einfach durch die Bildergalerie:

Alternative und günstigere Methoden, die Brettnase zu schützen sind weiche Protektoren für Bug oder Mast. Diese schützen die Brettnase allerdings weniger gut als feste Protektoren aus GFK oder Carbon, sind dafüer aber einfach zu montieren. Hier ein Überblick:

Schaumstoff-Protektoren

Weiche Noseguards

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