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Aufsteiger-Spot des Monats - Porto Pollo

30.03.2016 Jenny Eschenbach - Nun könnt ihr mit uns auf Reise gehen und jeden Monat einen neuen Spot entdecken. Wir suchen euch weltweit aufsteigerfreundliche Spots heraus, an denen ihr im jeweiligen Monat eine möglichst hohe Windwahrscheinlichkeit habt - perfekt, um eure Fähigkeiten unter top Bedingungen zu verbessern.

© Kerstin Reiger
Bump & Jump Bedingungen auf der Luv-Seite der Landzunge.
Bump & Jump Bedingungen auf der Luv-Seite der Landzunge.

Weltbekannt seit Robby Naish 1979 für ein Fotoshooting im Norden Sardiniens war, bietet der Spot Porto Pollo sowohl Flachwasser- als auch Bump & Jump-Bedingungen und dazu noch die höchste Windausbeute der Insel.

Die beste Reisezeit ist in den Sommermonaten von April bis Oktober – mit den meisten Gleitwindtagen in den Monaten April, Mai und Oktober, November. Bei Wassertemperaturen um die 16 Grad im April, sollte man auf jeden Fall einen 4/5 Langarm-/Langbein-Anzug und eventuell Neoprenschuhe mitnehmen. Ab Mai wird es üblicherweise um einiges wärmer – dann kann auch ein Shorty oder Kurzarm-Anzug mit ins Gepäck.

Die Haupwindrichtungen sind hier West- und Nordwestwind (auch bekannt als Poniente und Mistral), sowie Nordwind (auch bekannt unter dem Namen Tramontana) oder Ostwind (bekannt als Levante). Direkt an der Straße von Bonifacio – der Meerenge zwischen Sardinien und Korsika – gelegen, werden hier insbesondere Westwinde durch einen Düseneffekt verstärkt. Die höchste Windwahrscheinlichkeit habt ihr in Porto Pollo. Wem es zu heftig wird, der kann gut an einen der zahlreichen Spots in der Umgebung ausweichen und bei ein paar Knoten weniger seinen Spaß haben.

Der Spot: Der Damm, der die Isola dei Gabbiani mit dem Festland verbindet, verläuft in etwa von NNO nach SSW und ist damit quer zur Hauptwindrichtung ausgerichtet. Auf der jeweiligen Luv-Seite (da kommt der Wind auflandig) könnt ihr also wunderbar eure ersten Sprünge üben, während ihr auf der Lee-Seite (bei ablandigem Wind) traumhafte Flachwasser-Bedingungen zum Heizen und Tricksen findet. Direkt am Damm gibt es auch jede Menge Parkplätze – im Sommer kostenpflichtig. In der Vor- und Nachsaison wird das Übernachten im Auto üblicherweise geduldet.

Alternative Spots: In direkter Umgebung, meist etwas mehr durch Landmassen vom Wind abgedeckt, findet ihr einige Spots bei Palau, dem nächstgelegenen größeren Ort, den Freestylespot Angola Azurro alias "Little Bonaire" und Porto Liscia mit Flachwasser und jeder Menge Platz. Schaut einfach in unsere Karte, dort findet ihr zu jedem der Spots detailliertere Infos.

© Kerstin Reiger
Allerfeinstes Flachwasser auf der Lee-Seite der Landzunge. Die Surfstation bietet die nötige Infrastruktur.
Allerfeinstes Flachwasser auf der Lee-Seite der Landzunge. Die Surfstation bietet die nötige Infrastruktur.

Surfstation: Schon seit 16 Jahren gibt es in der Bucht von Porto Pollo den Sporting Club Sardinia. Dieser liegt direkt am Hauptparkplatz, am Südostende des Damms. An der Station findet ihr eine Beachbar, Duschen, Toiletten, Lagermöglichkeiten für euer eigenes Material und natürlich Surfkurse für jeden vom Anfänger bis zum angehenden Profi.
Ganz in der Nähe des Damms findet ihr außerdem die MB-Pro Center Station von Michiel Bouwmeester. Die Station bietet eine Beachbar, einen Spielplatz, Duschen und Toiletten, Lagermöglichkeiten für euer Material und natürlich Surfkurse. Leihmaterial kann auch zu den Wavespots an der Westküste mitgenommen werden. Auch Unterkünfte könnt ihr direkt über die Station buchen.

Unterkünfte: Eine große Auswahl vom Appartement bis zum Top-Hotel findet ihr beim Team von Il Borgo - auch in direkter Nähe zum Spot Porto Pollo haben sie einiges im Angebot. Auf Sardinien kann man auch sehr gut auf einem der zahlreichen Campingplätze sein Lager aufschlagen. Einen Überblick über alle Campingplätzen auf der Insel findet ihr unter hier. Wildcampen ist nicht erlaubt, wird aber häufig in der Vor- und Nachsaison geduldet.

Anreise: Sardinien ist per Fähre oder Flugzeug erreichbar. In nur zwei Stunden Flugzeit kommt man günstig von mehreren deutschen Flughäfen nach Olbia, im Norden Sardiniens. Alternativ könnt ihr nach Alghero im Westen der Insel fliegen. Mit der Fähre könnt ihr ab Livorno, Genua, Piombino oder Civitavecchia nach Olbia übersetzen. Die Fahrtzeit beträgt hier zwischen sechs und zwölf Stunden, je nach Strecke und Fähre. Buchen könnt ihr u.a. bei den Fährgesellschaften Sardinia Ferries, Moby Lines, Tris und Tirennia. Von Olbia aus sind es noch etwa eine Stunde, von Alghero aus zwei Stunden Fahrt bis zum Spot in Porto Pollo.

Komplettpakete buchen könnt ihr unter anderem bei sun+fun.

Wer neugierig geworden ist, findet einen ausführlichen Reisebericht mit vielen Infos in der surf-Ausgabe 08/2013 sowie im Reisecenter des surf-Magazins.

Hinweis: Eine Vielzahl an weiteren Spots und Surfstationen auf Sardinien findet ihr jetzt auch in unserer Karte. Schaut einfach mal hier rein!
 

© Kerstin Reiger
In der Hauptsaison ist hier schon mal mehr los - hier findet schließlich jeder passende Bedingungen.
In der Hauptsaison ist hier schon mal mehr los - hier findet schließlich jeder passende Bedingungen.

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