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Dänemark: Kegnaes

18.04.2014 Manuel Vogel - Wo würde man einen Schatz verstecken? Am besten dort, wo ihn niemand vermutet! Genau das hatte Mutter Natur wohl im Sinn, als sie auf einer unscheinbaren Halbinsel in der Flensburger Förde ein paar Spotperlen vergrub. Wir zeigen euch, wie ihr sie findet.

© Manuel Vogel
Großer Stehbereich in Kegnaes
Großer Stehbereich in Kegnaes

Wenn man ehrlich ist,  liegt auf Kegnaes der Hund begraben. Ein paar Bauernhöfe, Kuhwiesen, weniger als 600 Einwohner, Ortschaften, die man selbst auf groben Karten kaum findet und ein "gigantischer" 18 Meter hoher Leuchtturm, der an der Südspitze über dem Kliff wacht und als absolute Hauptattraktion der Insel gilt. Punkt. So unspektakulär ist es heute, so war es früher, einige kleine Randnotizen in den Geschichtsbüchern (für die man ziemlich tief graben muss) mal ausgenommen.

Am Ende des Deutsch-Dänischen Krieges erwogen die Preußen mal einen Kriegshafen im geschützten Horuper Haff anzulegen, ein paar Dekaden später – von 1905 bis 1907 – wurde hier eine Versuchsanlage für Torpedos installiert und am Ende des Zweiten Weltkriegs versenkten die Nazis im Haff ein paar U-Boote, damit diese nicht in feindliche Hände fielen. Das war’s dann aber auch.

Trotzdem sind auch auf Kegnaes, wie an so vielen Orten entlang der Ostseeküste, die Campingplätze im Sommer gut gefüllt, nicht zuletzt dank einer Vielzahl von Windsurfern, die sich scheinbar nicht daran stören, dass sonst wenig Spannendes passiert. 

Wer den Grund dafür sucht, muss – na klar – nochmal in die Vergangenheit reisen, diesmal aber knapp 12000 Jahre.Damals war der gesamte Norden Europas von den Gletschern der Weichsel-Eiszeit bedeckt, die sich in ihrer Hochphase bis zu einer Linie Flensburg-Hamburg-Schwerin ausgebreitet hatten. Die Ostsee, wie wir sie heute kennen, lag damals großteils trocken, schließlich war der Meeresspiegel um 120 Meter niedriger als heute. Mit dem Rückgang der Eismassen entfaltete sich schließlich, was heute viele Windsurfer in den Norden lockt – die tief eingeschnittene Flensburger Förde mit ihren zahlreichen Inseln, Buchten, Landzungen und Sandstränden, die quasi hinter jeder Ecke einen potenziellen Windsurfspot bieten.

Eintönige Vielfalt

Und so kam es, dass geschichtliche Groß­ereignisse und Randnotizen das auf den ersten Blick doch etwas eintönig wirkende Eiland mit allen Zutaten für eine Surferhochburg versorgten. Wo früher Gletscherzungen lagen oder mit Torpedos geballert wurde, schießen heute Aufsteiger und Freerider übers Wasser.Ein paar Meter weiter, auf der offenen Ostseeseite, toben sich Wellenhungrige aus und im Norden der Insel gibt es, ab vom Schuss, einen Freestylespot der Extraklasse. Mit diesem Spot Guide liefern wir euch mindestens vier gute Gründe mal hinzufahren, an diesen "geschichtsträchtigen" Ort.

Im PDF-Download unten findet Ihr die Infos zu diesen Spots:

• Sonderknobbel
• Drejet
• Moller Camping
• Horuphav

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