Redaktion

Kids on Board – Kaufberatung, Technik und Tipps für künftige Könner

  • Stephan Gölnitz
15.07.2016

Mit den "Air"-Modellen weht eine frische Brise durch die Kinderboard-Abteilung. Nehmen die Aufblasbaren damit den Hardboards den Wind aus den Segeln? Wir glauben nein, aber der Start wird damit noch leichter und spielerischer.

"Die fahren da total drauf ab, die Kids", schwärmt Jens vom Wassersportcenter Starnberger See. Kaum liegen unsere Testboards zwei Tage zum Ausprobieren an der Schule, sind sie schon die heimlichen Stars. Kein Wunder: Neben den klassischen, schweren Schulboards in tristem Weiß mit dickem Tragegriff am Bug und fettem Klappschwert, treten diese Boards auf wie AC/DC im Klosterinternat. Knallige Farben, super leichte Gewichte und dazu jetzt ganz neu – und für Kinder anscheinend faszinierend anzugreifen, aufblasbare Boards – sorgen für frischen Wind. Boards wie der JP Young Gun Air wiegen bei 240 Liter Volumen weniger als manches Waveboard und benötigen zusammengerollt im Auto nicht mehr Platz als ein Winterschlafsack. "Unkaputtbar" ist der neue Slogan – und das gilt für Board und Birne. Stürze aufs Brett werden gefedert wie auf einem Trampolin und wenn dem Nachwuchs das Board am steinigen Strand mal aus der Hand rutscht, steht nicht automatisch gleich der nächste Workshop an. Für Kids, die mit dem Windsurfen anfangen, Basic-Manöver und Trapezsurfen ausprobieren wollen, liegt hier der Schlüssel zum spielerischen Lern­erfolg. Und ohne Wind eine Runde mit dem Paddel? Auch kein Problem, auf dem JP oder Fanatic "Air" können sogar Mama oder Papa eine Runde drehen. Daneben liegen klassische Hardboards, die nicht ganz so kindlich wirken, dafür aber engagierten Kids richtiges Gleitsurfen ermöglichen oder sogar für Mama oder Papa einen echten Zweitnutzen bieten.

Diese Kinderboards haben wir uns näher angesehen:

• Fanatic Ripper 120 • Fanatic Ripper Air WS 187 • JP-Australia Young Gun Air • Naish Crossover Air Keiki 8'0" • RRD Airkid 8'0! Conv Plus • Starboard Kode Tufskin 113

Doppelnutzen

So lässt sich der Starboard Kode schnell mit Schlaufen im Erwachsenen-Set-up tunen, der mittlere Kasten wird dicht verschlossen und schon liegt ein ganz normales Freemove­board am Strand. Für die Kindereignung sorgt die optionale Mittelfinne und das duchgehende softe Deckpad. Mit nur 112 Litern Volumen und knapp 68 Zentimeter Breite eignet sich der Starboard Kode eher für bereits fortgeschrittene oder sehr kleine Kinder. In der gleichen Liga spielt der Fanatic Ripper 120, Das noch kleinere Fanatic-Modell mit nur gut 100 Litern sollte Kindern vorbehalten bleiben, die bereits sicher auf größeren Boards surfen können.

Die Aufblasboards von RRD und Naish bieten zwar nicht wesentlich mehr Volumen, liegen aber mit mehr Breite kippstabiler im Wasser. Hier fehlen natürlich die Fußschlaufen und richtig ins Gleiten kommen sämtliche Inflatables wegen der runden Kanten im Heck nicht.

Segelgrößen

Mit einem 1,0er geht es im Kurs für die Kleinsten los. Mit dieser Segelgröße soll vor allem das erste Gefühl für den Wind erspürt werden, steuern lassen sich damit auch die kleineren Bretter nur mäßig. Mit etwas größeren Kinderriggs drehen alle hier vorgestellten Bretter beim Wenden und Halsen einwandfrei, sogar der "Jumbo" unter den Kinderbords, der 6 Inch dicke JP mit 240 Litern dreht bereits mit dem 2,0er prima. Die runden Kanten der aufblasbaren Boards bremsen beim Drehen kaum. Wer die Dreheigenschaften noch verbessern will, montiert hinten eine kleinere Finne, je größer die Segel dann werden, umso besser lassen sich die Boards steuern. Alle Boards haben eine Mittelfinne, die für ausreichende Kreuzeigenschaften sorgt.

Für Kids unter zehn Jahren eignen sich die dünneren 4-Inch-Boards Naish Keiki und RRD Airkid besonders gut. Für größere und schwerere Jugendliche eher die dickeren 6-Inch-Versionen Fanatic Ripper Air und JP Young Gun Air.  

Diesen Artikel bzw. die gesamte Ausgabe SURF 9/2015 können Sie in der SURF App (iTunes und Google Play) lesen oder die Ausgabe im DK-Shop nachbestellen.

Weitere Stories

  • Zurück zu den Wurzeln: Comeback des "Windsurfer"

    20.06.2018

    Weil Produzent Cobra und einige namhafte Hersteller an einem Strang ziehen, erlebt der legendäre Windsurfer sein ...

    Mode: autoRelated
    Mode-Category: article
    Preis: not defined
  • Kids on Board – Kaufberatung, Technik und Tipps für künftige Könner

    15.07.2016

    Mit den "Air"-Modellen weht eine frische Brise durch die Kinderboard-Abteilung. Nehmen die Aufblasbaren damit den ...

    Mode: autoRelated
    Mode-Category: article
    Preis: not defined
  • Kids on Board – Interview mit Christian Winderlich

    14.07.2016

    Den eigenen oder befreundeten Kids den Spaß am Windsurfen zu vermitteln, kann so viel Spaß machen, wie selber surfen ...

    Mode: autoRelated
    Mode-Category: article
    Preis: not defined
  • Kids on Board – Kaufberatung Kinderboards

    14.07.2016

    Hier finden Sie alle gefahrenen Kinderboards mit sämtlichen Infos (technische Daten, Preis und Herstellerinfos).

    Mode: autoRelated
    Mode-Category: article
    Preis: not defined
  • BIC Beach

    06.03.2013

    "Die bekannte Beach-Serie von Bic Sport dürfte, dank der herausragenden Stabilität und Schlagunempfindlichkeit, ...

    Mode: autoRelated
    Mode-Category: article
    Preis: not defined
  • F2 Ride School/Ride

    21.11.2012

    Ein breites Schulungsbrett erleichtert die ersten Schritte ins Windsurferleben ungemein.

    Mode: autoRelated
    Mode-Category: article
    Preis: not defined
  • Fanatic Shark HRS 165 ohne Schwert

    25.08.2012

    FAZIT: Klassisches Freerideboard für schwere Surfer und große Segel – oder auch für Leichtere zum Gleitenlernen. ...

    Mode: autoRelated
    Mode-Category: article
    Preis: not defined
  • JP-Australia Funster 160 ASA mit Schwert

    25.08.2012

    FAZIT: Der Funster ist mit durchgehendem Deckteppich und Schwert absolut familientauglich und bringt die ganze Sippe ...

    Mode: autoRelated
    Mode-Category: article
    Preis: not defined
  • JP-Australia Fun Ride 160 ES ohne Schwert

    25.08.2012

    FAZIT: Im JP-Vergleich bietet der Fun Ride deutlich mehr Potenzial für Gleitwind und fortgeschrittenes Fahrkönnen. ...

    Mode: autoRelated
    Mode-Category: article
    Preis: not defined
  • Fanatic Viper 75 mit Schwert

    25.08.2012

    FAZIT: Auf der Viper können leichtere Leute von Null anfangen, Gleiten lernen geht spielerisch. Empfehlenswert für ...

    Mode: autoRelated
    Mode-Category: article
    Preis: not defined
  • Starboard Go 151 mit Schwert

    25.08.2012

    FAZIT: Ein sehr gelungenes Kompromissboard, dass sowohl dem schon gleiterfahrenen Aufsteiger viel Spaß machen wird, ...

    Mode: autoRelated
    Mode-Category: article
    Preis: not defined
  • Tabou Coolrider 160 mit Schwert

    25.08.2012

    FAZIT: In erster Linie ein Kinder- und Familienbrett und bedingt als Aufsteigerboard für leichtere Surfer zu ...

    Mode: autoRelated
    Mode-Category: article
    Preis: not defined