Einzeltest 2021Slingshot Wizard 130

Einzeltest 2021: Slingshot Wizard 130Foto: Oliver Maier

Slingshot bringt 2021 einen Nachfolger des Foilboards Wizard – kürzer und mit einigen neuen Features. Wir sind es Probe gefahren.

Drei neue Größen des Wizard schickt der US-Hersteller Slingshot 2021 ins Rennen um die Gunst der Foil-Fans – mit 90, 114 und 130 Litern – den Wizard V3 130 konnten wir bereits ausgiebig Probe fahren und mit dem Vorgängermodell mit 125 Litern vergleichen.

An Land:

Zehn Zentimeter haben die Designer den neuen Wizard im Vergleich zum Vorgänger gekürzt, auf jetzt 188 Zentimeter. Die Breite blieb hingegen konstant bei 78 Zentimeter. Das Deck fällt flach aus und bietet, auch dank seines großflächigen Pads, echtes Wohlfühlambiente. Wurde der Vorgänger noch mit einer Deep-Tuttlebox ausgeliefert, setzt Slingshot beim Neuen voll auf die Doppelschiene für die Befestigung der Foils. Nachgerüstet hat man auch in puncto Schlaufen: Auf dem Deck verschraubt man jetzt bequeme Straps, für die es nun auch endlich mehr Optionen, sprich Plug-Positionen, gibt – neben der bekannten, manöverorientierten Innenposition findet man jetzt auch eine racigere Außenposition. Die kleineren Größen (Test folgt) bieten sogar weiter vorne liegende Schlaufenpositionen zum Wingen.

  Der Slingshot Wizard V3 bietet jetzt zusätzliche Schlaufenoptionen für leistungsorientiertes Foilen.Foto: Manuel Vogel
Der Slingshot Wizard V3 bietet jetzt zusätzliche Schlaufenoptionen für leistungsorientiertes Foilen.

Auf dem Wasser:

Obwohl der Wizard V3 nochmal deutlich kürzer ausfällt als das Vorgängermodell, steht man auch hier überaus sicher und komfortabel auf dem breiten, flachen Deck. Schotstarten und Wenden ist allerdings gewöhnungsbedürftig bis herausfordernd, denn der Bug ist kurz und das Volumen weit hinten konzentriert. Dafür erlaubt einem die foiloptimierte Volumenverteilung, es sich auch schon bei Schrittgeschwindigkeit in den Schlaufen bequem zu machen und sich mit einigen Pumpzügen auf Abfluggeschwindigkeit zu bringen. Wie hoch diese sein muss, wird natürlich primär vom verwendeten Foil bestimmt. Unser Eindruck war, dass der neue Wizard etwas aktiver gefahren, sprich angepumpt, werden muss, um die nötige Abhebegeschwindigkeit zu erreichen, hier hatte der längere „Alte“ sogar leichte Vorteile. Dafür wirkt die 2021er-Version in der Luft noch kompakter und vermittelt viel Sicherheit und Stabilität um alle Achsen. Auch zum Lernen von Foilhalsen eignet sich das Board perfekt, da es kein störendes Eigenleben entwickelt und mit seinem breiten Deck ex­trem viel Sicherheit bietet. Ungewollte Touchdowns verzeiht der kurze Shape trotzdem überraschend gut, den der breite Bug mit seinen „Bevels“ – das sind angeschrägte Kanten – gräbt sich bei Wasserkontakt nicht etwa ein, sondern bleibt brav an der Wasseroberfläche.

  Das Unterwasserschiff ist von massiven Cut Outs im Heck geprägt.Foto: Manuel Vogel
Das Unterwasserschiff ist von massiven Cut Outs im Heck geprägt.

surf-Fazit:

Eigentlich ist auf dem sehr kurzen Wizard V3 nur das Schotstarten und Anfahren gewöhnungsbedürftig. Sobald man damit in der Luft ist, erlebt man die Vorzüge eines sehr einfach zu fliegenden und fehlerverzeihenden Boards, welches sich ideal für erste Rundflüge, Foilhalsen und Manöver eignet. Die zusätzlichen Schlaufenoptionen waren überfällig und erweitern den Einsatzbereich von manöverorientiertem Foilen hin zu gemäßigt sportlichen Flügen.

  Slingshot Wizard 130Foto: Manuel Vogel
Slingshot Wizard 130
  • Länge: 188 cm
  • Breite: 78 cm
  • Volumen: 130 Liter
  • Gewicht: 8,25 Kilo (surf-Messung ohne Schlaufen)
  • Erhältliche Größen: 90/114/130 Liter
  • Preise: 2049/2089/2139 Euro

Infos unter www.slingshot.com