Fanatic FreeWave 105 TE

Fanatic FreeWave 105 TEFoto: Stephan Gölnitz

surf-Empfehlung für Fanatic: Die Boarder Company bietet gleich drei Shapes in dieser Freemove-Klasse an und die fallen dementsprechend recht kompromisslos aus. Der FreeWave bleibt schweren Surfern vorbehalten, die damit tatsächlich häufiger in richtigen Wellen surfen möchten, für Flachwasser lohnt sich auf jeden Fall das Tuning mit einer Singlefinne. Der Hawk ist die Leichtwind-Racemaschine und vielleicht für viele Surfer ihr größtes Board, auf dem auch ein 7,2er noch gut geht. Mit dem Gecko steht allen Aufsteigern in diese Boardgruppe, die vielleicht auch von größeren Brettern umsteigen möchten, jetzt ein sehr komfortables, einfach zu surfendes Freerideboard mit besten Erfolgsaussichten auf durchgeglittene Halsen zur Verfügung.

  [Board] Fanatic FreeWave 105 TE :  [Segel] Gaastra Poison 5,3 :[Tester] Frank Lewisch : [Spot] LangebaanFoto: Stephan Gölnitz
[Board] Fanatic FreeWave 105 TE : [Segel] Gaastra Poison 5,3 :[Tester] Frank Lewisch : [Spot] Langebaan

An Land: Sehr bequeme Schlaufen sind Fanatic-Standard. Der FreeWave ist im Deck sehr domig gehalten, Hawk und Gecko eher flach. In dieser Klasse selten: Der FreeWave ist mit drei Finboxen bestückt, einmal Powerbox und zwei Slotboxen. Richtig racig reckt sich daneben die 36er-Finne im Hawk in die Höhe.

Foto: Stephan Gölnitz

Auf dem Wasser: Mit einem Thruster-Setup geht Fanatic mutig in die 100-Liter-Klasse, zeigen sich doch die Vorzüge vorwiegend beim Wellenreiten – eine Disziplin, die in dieser Volumensklasse wohl nur sehr wenige 100-Kilo-Surfer anvisieren. Und für die sollte der FreeWave auch vorbehalten bleiben. Auf der Geraden, in der Kurve – kein Brett wirkt so agil und drehfreudig, der "Free" wirkt tatsächlich eher wie ein großer "Wave". Wenn andere Boards mit maximalem Druck in die "enge Halse" gehen, kann der FreeWave immer noch leichtfüßig in der Innenkurve vorbeiziehen. Danach ist aber auch Schluss, denn die durchweg schwachen Gleiteigenschaften lassen den Shape auch bei Gleitmanövern früh ins Stocken geraten, bei Speedduellen wirst du nach 200 Metern lieber mit einer geschnalzten Halse abdrehen und dir die Schmach einer ungleichen Vergleichsfahrt ersparen. Denn zum Speedbolzen lädt auch das Fahrgefühl nicht sonderlich ein, auch wenn man auf dem domigen Deck entspannt steht, denn das Board fährt im Chop mehr rauf und runter als darüber weg zu fliegen, dabei lässt es sich gut aus dem Wasser hebeln, in der Luft wirkt es wegen des höheren Gewichts nicht ganz so luftig wie einige der teils deutlich leichteren Boards. Doch seine zweite Chance im Flachwasser nutzt der Fanatic erstaunlich gut. Mit der spendierten Finne aus dem Exocet Cross gleitet das Board plötzlich beinahe so gut an wie der Starboard Kode, wird sogar schneller, läuft freier und kann in Windlöchern sogar länger den Druck auf der Finne halten und damit weitergleiten. Die Thruster nehmen nur sehr wenig Druck an, sliden häufiger mal und ohne Segelzug bleibt das Board nicht lange im Gleiten.

  Finnen: MFC TF,2 x 12cm/1 x 20cm/Power- + Slotbox/G10Foto: Stephan Gölnitz
Finnen: MFC TF,2 x 12cm/1 x 20cm/Power- + Slotbox/G10

Info: Boards & More GmbH, Tel.: 089/66655240, www.fanatic.com

surf-Messung: Gewicht: 7,42 kg Länge: 242,00 cm Breite: 63,50 cm

Preise: 2399 Euro*/2099 Euro**/ 1749 Euro***

Foto: Stephan Gölnitz

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