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Freemoveboards 105 2010

 • Publiziert vor 11 Jahren

Freemoveboards versprechen teils schon im Namen vollmundig, die Alleskönner zu sein. Dieser Test trennt Allrounder von Spezialisten und zeigt, welche die vielseitigen Boards für Unentschlossene sind, mit welchen Brettern du am schnellsten in die höchste Freestyleliga aufsteigst und welche Modelle aus der 2010er-Kollektion sich am besten für die Slalompiste eignen.

Stephan Gölnitz [Board] JP-AUSTRALIA Freestyle Wave 102 PRO : [Tester] Frank Lewisch : [Spot] Dahab

Freemoveboards sind wie Überraschungseier – man weiß einfach nicht, was drinsteckt. Für einen Euro Einsatz sind Spannung und Überraschung ja noch ganz lustig und die Schokolade ist ja garantiert. Beim neuen Board möchte man sich den Nervenkitzel wahrscheinlich sparen. Deshalb haben wir bei zehn Boards die neutrale Schale “geknackt” und sagen euch, wieviel Wave, Freeride, Slalom oder sogar Freestyle euch erwartet. Denn eigentlich treffen hier Boards aus mindestens drei verschiedenen Gruppen aufeinander, die sich mit teils irreführenden Bezeichnungen schmücken. Denn nicht überall, wo Freestylewave drauf steht, ist auch wirklich genug Wave drin.

Bei Windsurfboards gibt es leider noch keine festgelegten Mindestanteile wie bei Marmelade oder Konfitüre. Dementsprechend haben wir – mit Finnenbestückungen von 29 bis 34 Zentimeter – sowohl sehr rennsportliche Freerider gefunden, aber auch Boards, die locker im Freestyletest antreten könnten. In der Punktsumme schneiden die besten Vertreter ihrer Gattung dabei vielleicht sogar ähnlich ab. Ein JP Super Sport punktet in den Leistungsdisziplinen, ein Fanatic FreeWave in der Manöverwertung. Nur nach dem Punktesieger sollte man daher nicht schielen, sonst kann der vermeintliche Testsieger leicht zum faulen Ei werden. Wer sich die wichtigen Kriterien raussucht, findet aber garantiert ein Spielzeug, mit dem er viel Spaß hat und keine bösen Überraschungen erlebt.

Die Testergebnisse der Freemoveboards 105 findet Ihr unten als PDF-Download.

Deckshapes und Finish: Der Tabou Rocket (links) bietet besonders viele Schlaufenoptionen, die auf dem verrundeten Deck gut nutzbar sind. Einen interessanten Vergleich bieten die Innenpositionen von Fanatic Hawk (rechts Mitte) und Starboard Kode (oben rechts): Auf dem leistungsorientierten Hawk ist wegen des deutlich verrundeten Decks auch die mittige Schlaufe hinten noch bequem zu nutzen, die vorderen Schlaufen lassen sich nur gemäßigt nach innen versetzen. Das bietet Freeridern alle Optionen, setzt dem Freestyleeinsatz aber Grenzen. Deutlich radikaler auf Freestyle ausgelegt ist da der Kode. Das Deck ist nochmals domiger gehalten, die vorderen Schlaufen berühren sich in der Innenposition beinahe auf der Centerlinie. Ein ähnlich extremes Setup ermöglichen auch der Fanatic FreeWave, der JP-Australia Freestyle Wave und der RRD FreeStyleWave im Test. „Unfinished“ sind beinahe alle Boards im Test wie der Tabou Rocket (rechts unten). Dabei wird das Laminat nur hauchdünn abgespachtelt und lackiert.

Schlaufen-Setup: Vier gegen Drei Beinahe alle Boards bieten Außen- und Innenpositionen. Das erweitert die Zielgruppe im Shop beim Verkauf. Doch nicht alle Boards eignen sich wirklich für jeden Einsatz. Deshalb haben wir bei den Testbeschreibungen auf Vorlieben hingewiesen. Beispiel: Der JP Super Sport (links) wird optimal mit vier Schlaufen bestückt. Der Starboard Kode ist ein klassisches Drei-Schlaufen-Board und selbst die Doppelschlaufen liegen weit innen.

Höher gelegt: Besonders auffällige Footpad-Konstruktionen findet man bei RRD und Tabou. Der „Spoiler“ (oben) am hinteren Rand des Pads beim 3S hat dabei überwiegend optischen Nutzen. Die dicken Dopplungen unter den Fersen bringen bei beiden einerseits viel Dämpfung, andererseits wird die Ferse leicht erhöht, was vor allem bei angepowertem Freerideeinsatz beim vorderen Fuß zu einer stärkeren Streckung des Gelenks führen kann.

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