Tabou 3Style 106 Ltd.

 • Publiziert vor 11 Jahren

Der Tabou 3S deckt einen ähnlichen Einsatzbereich ab wie der Starboard Kode, wirkt dabei aber viel gedämpfter und laufruhiger, insgesamt einfacher zu fahren, allerdings auch etwas weniger spritzig. Für Surfer, die ein Board mit guter, vielseitiger Manövereignung für Mittel- bis Starkwindbedingungen suchen.

[Board] TABOU 3Style 106 LTD : [Tester] Manuel Vogel : [Spot] Dahab

An Land: Der 3Style wirkt mit runden, fetten Rails und der dicken Nase optisch etwas mopsig. In der Mitte fällt das Brett auch objektiv recht dick aus. Ein durchgehendes, stark ausgeprägtes, planes V bestimmt den Shape im Unterwasserschiff. Im Gegensatz dazu findet man beim Rocket eine tiefe Doppelkonkave im Angleitbereich, aber auch wieder das deutliche V im Heck. Sowohl beim Tabou 3Style als auch beim Tabou Rocket 105 Ltd. ist der Standbereich unter den Schlaufen recht domig gehalten, was für ergonomisch angegossenen Stand sorgt. Nur in den ganz innen liegenden Positionen beim 3Style steht man vorne auch wegen der dicken Fersenpads recht gestreckt auf dem planen Deck.

Auf dem Wasser: Auch wenn der Name “3S” die Vielseitigkeit des Tabou betonen soll, konnte das Board im Test in erster Linie als freestyle-orientiertes Freemoveboard überzeugen. Auch die äußeren Standpositionen sind zum angepowerten Heizen kaum geeignet, der 3S möchte einfach nicht über die Piste geprügelt werden. Die etwas gedämpfte Gleitlage und das etwas höher getragene Näschen vermitteln dagegen viel Kontrolle und animieren zu Freestyletricks. Am besten hat uns der Tabou mit einer etwas kleineren Finne (28 Zentimeter) und den Schlaufen innen gefallen. Dann lässt sich das Board sehr gut kontrollieren und wirkt auch mit einem 5,0er- Segel gut ausgetrimmt. Es springt locker flockig und wirkt am Fuß in der Luft klein und leicht. Wegen der extremen Innenposition der Schlaufen gelingen selbst Switch-Moves komfortabel, damit schließt der 3S ganz eng an die reinen Freestyleboards an und macht die Wahl selbst für engagierte Freestyler schwierig.

Gut gefallen hat uns auch, wie eng und kontrolliert das Board dreht – auch bei viel Wind lässt es sich schnell und sicher gegen die Welle halsen. Ähnlich wie der Starboard Kode würden wir es als Freemove-Freestyle-Board einstufen. Es zeigt vergleichsweise etwas weniger zackiges Fahrgefühl bei Mittelwind, aber spürbar bessere Kontrolle bei viel Wind und Kabbelwasser.

surf-Empfehlung für Tabou: Die Empfehlung fällt bei Tabou sehr leicht: Der 3S funktioniert, ausgestattet mit drei Schlaufen, Freestyle- oder Wavesegeln, perfekt als Freestyleboard für Surfer mit noch mehr Manöverambitionen. Der Rocket harmoniert am besten mit schnellen Freemove- und Freeridesegeln und bietet Top-Leistungen – ohne zu zicken.

Web: www.tabou-boards.com

 

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