Test 2016: Freemoveboards 115

31.03.2016 Surf Testteam - Mit meist 110 bis 115 Liter Volumen haben diese Boards schon reichlich Power unterm Chassis für gute Leichtwindleistung, sind aber noch flink genug für schnelle Halsen und flotte Sprünge. Kurzum: Ideale Allrounder für einen breiten Windbereich von 12 bis 20 Knoten. Die Artenvielfalt reicht dabei von brav bis bissig, geeignet für Aufsteiger bis Experten.

© Stephan Gölnitz
links: JP-Australia Magic Ride 111  FWS – Tester Manuel Vogel | rechts: Starboard AtomIQ Wood Reflex – Tester Tobias Holzner | Spot Langebaan
links: JP-Australia Magic Ride 111  FWS – Tester Manuel Vogel | rechts: Starboard AtomIQ Wood Reflex – Tester Tobias Holzner | Spot Langebaan

Du suchst ein Board, das auf dem Langschlag durch die Bucht genauso viel Spaß macht wie bei der schnittigen Carving Jibe oder der einfach nur genussvoll durchgeglittenen Powerhalse? Dann ist das deine Boardklasse. Grenzgänger zwischen Freemove und Freeride – Boards, die sich von der Größe her noch gut aus dem Wasser hebeln lassen, die bis rund 85 Kilo Körpergewicht für sicheres Segelaufholen sorgen, aber auch noch prima mit einem 5,8er-Segel für die steife Brise harmonieren. Die extra-breiten Shapes sind dabei besonders einfach zu surfen, einfach schnell zu machen und so die perfekten Aufsteiger-Geschosse ins sportliche Freeride-Windsurfing.

Die Testergebnisse dieser Freemoveboards 115 findest Du unten als PDF-Download:

• Fanatic  Gecko 112 Bamboo
• Fanatic  Hawk 113 Bamboo
• JP-Australia Magic Ride 111 FWS
• JP-Australia X-Cite Ride Plus 125 FWS
• Novenove Style Move 110 GLS
• RRD Firemove 112 Wood
• Starboard AtomIQ 114 Wood Reflex
• Starboard Carve 121 Wood Reflex
• Tabou 3S 116 CED
• Tabou Rocket 115 CED

Bauweise: Wir haben für diesen Test die "Mittelklasse" angefordert. Boards, die trotz allgemeiner Preissteigerung 2016 und guter Holz-Sandwich-Bauweise die 2000-Euro-Marke nicht überspringen. Im Gegensatz zu den günstigsten Bauweisen werden diese Boards in mehreren Durchgängen laminiert und es wird großflächig ein versteifendes Holzfurnier, teils sichtbar, teils verdeckt, verwendet.

Ausstattung:  Alle Boards dieser Gruppe peilen eine möglichst breite Zielgruppe an und bieten nahezu sämtliche denkbaren Schlaufenpositionen. Standard sind die sportliche 4-Schlaufen-Position weit außen, eine gemäßigte 4er Freerideoption und meist noch die Wahl mit einer einzelnen Mittelschlaufe hinten. 

Shapes: Von 66 bis 75,5 Zentimeter reicht die Band"breite" in der Gruppe, bei sehr ähnlichem Windeinsatzbereich der Boards. Segel zwischen 6,0 und 7,5 Quadratmeter tragen wirklich alle ideal. 

AUF DEM WASSER

Länge läuft – immer noch? Längere Boards gleiten "passiv", also ohne zusätzliche Pumphilfe oft leichter an, breitere Boards gleiten – einmal im Rutschen – besser durch. Dahinter steckt ein einfaches aerodynamisches Prinzip. Bei langen Boards fällt der Angleitwinkel, also die Bodenkurve von der aufgebogenen Nase zum geraden Gleitbereich, "flacher" aus, das Board kann sich mit weniger Widerstand aus der tiefen Wasserlage in die Gleitlage aufs Wasser schieben. In voller Fahrt sind dann überwiegend die Finne und die tatsächlich noch aufliegende Gleitfläche dafür zuständig, ob du in einem Windloch weiter bretterst oder stehen bleibst. Da bieten breite Boards mit ebenso breiten Hecks dann Vorteile.

Kontrolle = Speed? Zumindest, wenn es ruppig wird, dann ist eine freie Gleitlage nicht mehr alles, um einem Board wirklich das Letzte an Speed zu entlocken.

Powerhalse lernen – Carving Jibe verbessern: Die meist recht fülligen Hecks tragen bei den meisten Boards sicher durch die Halse, selbst bei weniger Speed und fehlendem dynamischem Auftrieb am Kurvenende.

© SURF Testteam
Test 2016: Freemoveboards 115 – Board Guide
Test 2016: Freemoveboards 115 – Board Guide
© Pierre Bouras
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Freemoveboards 115
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