Captain Jag

13.06.2018 Manuel Vogel - Fanatic bringt mit dem Jag einen brandneuen Freeracer auf den Markt. Der Plan: Slalom-Feeling für die Masse. Brand-Manager Craig Gertenbach erklärt, warum der Jag das Zeug zum neuen Flagschiff der Fanatic-Flotte haben könnte.

© John Carter
Neu ab Sommer 2018 – der Fanatic Jag
Neu ab Sommer 2018 – der Fanatic Jag

Zwischen das Slalomboard Falcon und den Freerider Blast schiebt Fanatic 2018 den Jag. Dieser soll sportliches Fahrverhalten auf dem Wasser mit einem weniger sportlichen Preis vereinen. Wir haben beim Fanatic-Designteam nachgefragt.

surf: Craig, warum macht ein zusätzliches Brettmodell in eurer Palette Sinn? Wie positioniert sich der Jag im Vergleich zu euren anderen Modellen?

Craig Gertenbach: Wir beobachten, dass es eine große Nachfrage nach sportlichen Brettern gibt, die einfach zu fahren sind. Im Vergleich zu unserem Slalombrett Falcon ist der Jag etwas schmaler im Center- und Heckbereich, er hat kleinere Cut Outs unterm Heck und eine etwas flachere Bodenkurve. Dadurch steigt er angepowert nicht ganz so schnell auf und ist länger kontrollierbar. Auch beim Halsen wird es etwas einfacher, vor allem dank des schmaleren Hecks und der leicht entschärften Schlaufenpositionen. Insgesamt verbirgt sich hinter dem Jag also ein sportliches Brett für alle, die kein reinrassiges Slalomboard fahren, aber ähnlich schnell unterwegs sein wollen.

Wie groß sind die Leistungsunterschiede in der Praxis tatsächlich?

Beim Angleiten sind Falcon und Jag gleichauf, bei Kontrolle und Komfort liegt der Jag klar vorne und im TopSpeed hat der Jag etwa fünf Prozent weniger Potenzial – allerdings nur, wenn man Racesegel fährt.

© Fish Bowl Diaries
Fanatic-Manager Craig Gertenbach
Fanatic-Manager Craig Gertenbach

Inwiefern beeinflusst die Art des verwendeten Segels den Top-Speed auf beiden Boards?

Surft man Racesegel, hat man, wie erwähnt, etwa fünf Prozent mehr Speedpotenzial auf dem Falcon, man kann die Vorteile des Shapes dann ausfahren. Mit camberlosen Segeln motorisiert ist dieser Vorteil dahin, weil der Segeldruckpunkt in Böen etwas nach hinten wandert und der Falcon dann früher unkontrolliert wird. Der Jag hingegen sitzt stabiler und satter im Wasser, was dazu führt, dass man damit mit camberlosen Segeln mindestens genauso schnell und ungleich komfortabler unterwegs ist.

In eurer Range gibt es ja auch noch den Blast. Wie grenzt dieser sich zum neuen Jag ab?

Nochmal: Der Jag ist bezüglich des Shapes ein leicht entschärftesSlalombrett, idealerweise gefahren mit 2-Cam-Segeln. Das manifestiert sich auch darin, dass man zum Jag auch eine passende Racefinne dazu bekommt und diese nicht extra zukaufen muss wie beim Wettkampfbrett Falcon. Im Vergleich zum Freerider Blast verträgt der Jag größere Segel und ist noch etwas schneller und sportlicher unterwegs, der Blast hingegen ist spürbar auf frühes Angleiten und Manöver ausgelegt, am besten funktioniert dieser mit camberlosen Freeridesegeln.

In welchen Größen wird es den Jag geben und was soll er kosten?

Der Jag kommt mit verstärkter, foiltauglicher Finnenbox und Carbon-Race-Finne für 1990 Euro in den Handel, das ist rund 20 Prozent günstiger als unser Slalombrett Falcon. Es sind drei Größen mit 108, 125 und 135 Litern geplant, allesamt in unserer Biax/PVC Bauweise, die wir auch bei Gecko LTD und Blast LTD verwenden.

Weitere Infos unter www.fanatic.com

© John Carter

Technische Daten Fanatic Jag:

Bauweise: Biax/Full PVC // Volumen: 108/125/135 Liter // Längen: 235/235/235 cm // Breiten: 69/75/82 cm // Finnen: 38/42/46 cm (Choco Black Pearl; Tuttle-Box; Foil-ready) // Preise: 1990 Euro

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