Das Schönheitsideal auf dem Laufsteg wird durch Wespentaille und reichlich Körperlänge bestimmt. Bei Freerideboards halten es die Shaper eher mit den Rubens- Modellen – kurz und mit reichlich Speck auf den Hüften. Aber ist der Wahn, möglichst viel Volumen in möglichst geringe Länge zu pressen, vielleicht genauso fatal wie die Fettphobie der Laufsteg-Models? Der surf-Test bringt die Antwort.

Der Trend kam aus dem Rennbereich, von Formulaund Slalomboards. Breitere Boards vertragen große Segel, gleiten super durch und erlauben sehr kurze Gleitflächen. Das bringt im Rennen Vorteile und wie im Automobilsport findet man einige Elemente später in den Serien-“Fahrzeugen“ wieder. Reine Slalomboards sind heute kaum länger als 2,40 Meter, einige deutlich kürzer. Ein sonderlich klingender, aber logischer Trend zeichnet sich bei Starboard ab: Die vom Volumen größten Rennbretter sind deutlich kürzer als die kleinsten Starkwindboards. Der Grund: die großen Boards sollen bei wenig Wind frei „fliegen“, den Starkwind-Slalomrennern möchte man genau das abgewöhnen, die etwas längere Nase hält das Board auch überpowert kontrolliert unten. Und bei Freerideboards bringen kürzere, breite Boards ebenfalls nicht nur Vorteile.

Kürzere Boards zeigen meist mehr Kurve im Unterwasserschiff, weil die maximale Aufbiegung vom Heck bis zum Bug auf einer kürzeren Strecke erreicht werden muss. Diese rundere Linie schiebt sich nicht so leicht aufs Wasser wie eine flachere Gleitfläche. Der weniger harmonische, eher progressivere Übergang vom Dümpeln zum Gleiten kann im Extremfall aktive Gleitunterstützung durch ein, zwei Pump züge erfordern. Dem Racer ist das egal, der Freerider möchte sich die Energie für einen langen Surftag sparen. So kommt es, dass schmalere, aber längere Boards (wie der Lorch Breeze) ebenso früh angleiten können wie deutlich breitere Modelle. Dadurch haben sich im Freeridebereich moderat kompakte Maße etabliert, die einen bestmöglichen Kompromiss darstellen. Man findet einige Boards, die sowohl den sportlichen Freerider oder sogar Freeracer ansprechen, die meisten Bretter eignen sich obendrein perfekt für Einsteiger in die Gleitwelt des Windsurfens; vom Trapezfahren bis zum Schlaufensurfen.

Diese Boards findet Ihr im PDF-Download:

Fanatic Shark 130 Ltd. Hifly Free 142 HTS Boarderdivision Super Fast II Large JP Australia X-Cite Ride 130 FWS Lorch Breeze S Silver Line RRD Z-Ride 133 Ltd. Starboard Carve 133 Wood Tabou Rocket 140

Themen: AustraliaBoarderdivisionBreezeCarveDownloadFanaticFastFreeHiflyLargeLineLorchRideRocketSharkSilverStarboardSuperTabouWoodX-CiteZ-Ride

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    Test: Freerideboards 130 bis 142 Liter

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