JP-Australia Super Sport 124 Pro JP-Australia Super Sport 124 Pro JP-Australia Super Sport 124 Pro

JP-Australia Super Sport 124 Pro

 • Publiziert vor 8 Jahren

surf-empfehlung: Freeraceboards sind nur was für Semi-Pros? Bretter wie der JP Super Sport räumen mit solchen Vorurteilen auf. Wer mit den weiter außen liegenden Schlaufen zurechtkommt, kann auch hier zugreifen und bekommt ein sehr leistungsstarkes Brett, das abgesehen von der Schlaufenanordnung nicht viel schwieriger zu surfen ist als ein durchschnittliches Freerideboard.

Stephan Gölnitz [Board] JP-AUSTRALIA Super Sport 124 PRO : [Tester] Manuel Vogel : [Spot] Dahab

An Land: Etwas breiter, dünner und flacher im Deck – das sind die äußerlichen Unterscheidungsmerkmale des sportiven Super Sport zum Freeride-Pendant X-Cite Ride. Die Pads unter den Schlaufen sind schön groß und dort, wo es sinnvoll ist, nämlich unter den Fersen, ordentlich aufgepolstert. Die Schlaufenabstimmungen fallen entweder sportlich weit außen oder zumindest gemäßigt sportlich aus. Eine Aufsteiger-Innenposition passt zum Super Sport wie Einparkhilfen im Ferrari – und fällt dementsprechend weg.

Stephan Gölnitz

Auf dem Wasser: Der Super Sport passt in die Freeridegruppe ein bisschen wie ein Ferrari zum GTI-Treffen und dennoch drängt sich der Vergleich einfach auf. Was kann das Freeraceboard vielleicht besser und auf welche Nachteile sollte man sich vorbereiten? Im Dümpeln ist außer dem sportlich schnellen Design erstmal nichts zu bemäkeln – die Rallyestreifen erhöhen natürlich den Erwartungsdruck. Nur mit einem Slalomboard unter den Füßen kann man sich noch weniger erlauben, auch mal entspannt einen Freerider vorbeiziehen zu lassen. Doch der Super Sport gleitet mit den Besten der Gruppe fott und sehr harmonisch an, liegt stabil unter den Füßen und wer mit außen liegenden Schlaufen grundsätzlich klarkommt, schlüpft auch auf dem Super Sport schnell und problemlos in Speedposition. Das Board wird dann sofort frei, lockt sich auf der Finne ein und beschleunigt dementsprechend rasant.

Stephan Gölnitz Finne: JP Super Sport 45 cm/Power Box/G10-CNC

Im gesamten Windbereich kann sich das Board von den schnellsten Freeridern langsam aber sicher absetzen, vor allem in Windlöchern kannst du den Druck auf der Finne extrem lange aufrecht und dadurch den Speed hochhalten. Dabei gleitet das Board sehr stabil, wackelt auch in Böen und bei seitlichen Wellen um beide Achsen nur minimal – da fnden sich Freerideboards, die schwieriger zu surfen sind. Erstaunlich einfach gelingen weite und mittlere Powerhalsen, egal ob zaghaft mit weniger Druck oder angriffslustig mit sportlichem Schenkeldruck – der Super Sport liegt immer gut in der Spur. Lediglich ganz enge Snappy Turns erfordern viel Druck und sind im Radius begrenzt, da bremst den Sportler das breite Heck, das auf der Geraden für Leistung sorgt, spürbar aus. Das übliche Freeride-Spektrum hat der JP aber locker drauf. Kurzum, ein Board, das man auch weniger guten Surfern empfehlen könnte – wäre da nicht das häufg ausschlaggebende K.o-Kriterium der fehlenden Dreier-Schlaufenposition mit Einzel-Mittelschlaufe hinten und das vielleicht für Aufsteiger sogar etwas abschreckend sportliche Image.

Info: Pryde Group Gmbh, Tel.: 089/6650490, www.jp-australia.com

surf-Messung: Gewicht: 7,18 kg Länge: 245,0 cm Breite: 73,0 cm

Preise: 1899* Euro/1599** Euro

Stephan Gölnitz Sportlich, sportlich – die dünnen Pads am JP Super Sport sind sowas wie die gelben Konis beim Autotuning.

Stephan Gölnitz

Gehört zur Artikelstrecke:

Freerideboards 135 2013


  • Naish GT 130

    27.05.2013Der Naish bekommt die Manöverempfehlung in dieser Volumensklasse – wenn man auf maximales Gleitpotenzial pfeifen kann. Sicher nicht das beste Board für ein 7,8er-Segel bei ...

  • RRD Firemove 120 LTD

    27.05.2013surf-empfehlung: Der absolute Tipp zum Lernen der Gleithalse und auch als komfortables Freerideboard für alle, denen Kontrolle, Leistung und einfachste Manövereigenschaften über ...

  • Starboard Carve 131 Carbon

    27.05.2013surf-Empfehlung: Der Carve ist sportlich und aufsteigerfreundlich zugleich. Vom Gleitanfänger bis zum engagierten Freeracer kann man das Board eigentlich jedem empfehlen. Einzig ...

  • Freerideboards 135 2013

    28.05.2013Aufstiegshilfe in die Gleitliga oder Leichtwindgeschoss für Hobby-Racer – die Freerider dieser Gruppe leisten oft beides und zählen damit zu den interessantesten Boards am Markt. ...

  • BIC Techno 133

    27.05.2013surf-empfehlung: Der Bic empfiehlt sich eher für etwas geübtere Fahrer, denen ein etwas kippligeres Brett im Dümpeln und Halsen keine Probleme bereitet. Für die ersten ...

  • Fanatic Shark 135 LTD

    27.05.2013surf-empfehlung: Der Fanatic Shark empfiehlt sich sowohl für Aufsteiger, die ein gleitstarkes Brett für erste Speederfahrungen und einfache Halsen suchen, als auch für ...

  • JP-Australia Super Sport 124 Pro

    27.05.2013surf-empfehlung: Freeraceboards sind nur was für Semi-Pros? Bretter wie der JP Super Sport räumen mit solchen Vorurteilen auf. Wer mit den weiter außen liegenden Schlaufen ...

  • JP-Australia X-Cite Ride 134 Pro

    27.05.2013surf-empfehlung: Der X-Cite Ride gehört zu den besten Allroundern und gibt sich in keinem Bereich eine Blöße. Aufgrund der vielen Schlaufenoptionen und einfacher Fahreigenschaften ...

  • Lorch Breeze S 130 CF

    27.05.2013surf-empfehlung: Der Lorch Breeze ist für viele Fahrer, die schon etwas Gleit- und Halsenerfahrung mitbringen, wie gemacht und überzeugt mit tollen Fahrleistungen in einem breiten ...

  • Tabou Rocket 135 LTD

    27.05.2013surf-Empfehlung: Der Rocket begleitet dich im wörtlichen Sinn durch eine lange Surfkarriere. Vom Aufstieg in die Gleitliga bis zu dem Punkt, an dem du vielleicht mal ...

Themen: JP-AUSTRALIAJP-Australia Super Sport 124 Pro

  • 1,99 €
    Freerideboards 135

Lesen Sie die SURF. Einfach digital in der SURF-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
Anzeige
  • Test 2016 – Freerideboards 130-146 L: JP-Australia Magic Ride 142 FWS

    30.01.2017Hier finden Sie alle Informationen zur Ausstattung und zu den technischen Daten des JP-Australia Magic Ride 142 FWS.

  • JP-Australia Polakow Twinser Wave PRO 74

    20.01.2010Das Polakow-Board bleibt auch mit Twinser-Finnen die radikalste Option für richtig große Wellen. Doch auch in kleineren Wellen funktioniert das Board sehr ordentlich. Die ...

  • JP-Australia X-Cite Ride 145 FWS

    20.05.2010Bei durchaus gruppenüblicher Breite fällt der JP deutlich voluminöser aus – und münzt das in einen Gleitvorteil um. Kippstabilstes Brett im Test und dennoch gutes Speedfeeling. ...

  • JP-Australia Freestyle Wave 85 Pro

    20.04.2010Der Freestyle Wave von JP hat sich mit seinem Zweitnamen endlich angefreundet und wirkt spürbar „waviger“. Den Testern gefiel die neue Charakteristik besser, das Board wurde ...

  • Test 2018: Freestyle-Waveboards 85

    10.08.2018Hinter aggressiver Optik und teils irreführender Namensgebung verstecken sich in dieser Gruppe Boards mit exzellenter Flachwassereignung. Und im Flachwasser werden viele dieser ...

  • Test 2016: Freestyle-Waveboards 95

    30.09.2016Drei gegen eine ist unfair? Stimmt! Wenn Thruster gegen Single-Fins antreten, hängt es von den Bedingungen ab, wie der Vergleich ausfällt – und von den Vorlieben. Weil an den ...

  • JP-Australia All Ride 96 Pro

    15.01.2012surf-Empfehlung: Wegen der guten Gleiteigenschaften bei sehr guter Kontrollierbarkeit hat der JP das Zeug zum All-inone-Board. Für sehr leichte Surfer könnte so ein Shape das ...

  • Freerideboards 135 2007

    06.02.2008Der Trend zu immer breiteren Boards scheint ungebrochen, Starboard überspringt mit dem 76 Zentimeter breiten Futura in der 135-Liter-Klasse glatt eine Entwicklungsstufe. Doch was ...

  • Test 2015 Freeride- und Freeraceboards 125: JP-Australia Super Sport 124 Pro

    28.05.2015Hier finden Sie alle Informationen zur Ausstattung und zu den technischen Daten des JP-Australia Super Sport 124 Pro.