JP-Australia X-Cite Ride Plus Pro 125

JP-Australia X-Cite Ride Plus Pro 125Foto: Stephan Gölnitz
JP-Australia X-Cite Ride Plus Pro 125

surf-Empfehlung: Der Magic Ride ist einfacher zu surfen und sorgt mit Garantie für durchglittene Powerhalsen, bietet allerdings auch weniger Variabilität bei den Radien. Der X-Cite Ride Plus wirkt sportlicher und lässt sich auch in der Halse spritziger steuern – wenn man das schon kann. Rein gefühlsmäßig wirken die Boards ähnlich groß und dürften die gleichen Segelgrößen vertragen. Wer das Segel noch häufig aufzieht, steht auf dem breiten Board nochmals sicherer.

    [Board] JP-Australia X-Cite Ride Plus PRO 125 / JP-Australia Magic Ride PRO 118 :[Tester] Nicolas Slejk / Frank Lewish : [Spot] Torbole/Gardasee       Foto: Stephan Gölnitz
[Board] JP-Australia X-Cite Ride Plus PRO 125 / JP-Australia Magic Ride PRO 118 :[Tester] Nicolas Slejk / Frank Lewish : [Spot] Torbole/Gardasee  

An Land: Auch wenn dem Magic Ride im Vergleich zum X-Cite Ride die bullige Charakteristik im Bereich der Fußschlaufen etwas genommen wurde und das Board insgesamt und in den Rails deutlich verschlankt, so bleibt auf dem Magic Ride doch immer noch etwas ‚‚Futter" im Kantenshape – zumindest mehr als bei den übrigen Konzepten, wo racig orientierte Fahrer sich mit den Fersen gegenstemmen und Druck auf die Finne geben können.

Verlagssonderveröffentlichung
Foto: Stephan Gölnitz

Auf dem Wasser: Im Duell der beiden JPs zeigt der mit 118 Litern Volumen nach alten Maßstäben "kleinere" Magic Ride 118 dem X-Cite Ride Plus 125 nach 50 Metern erst mal das Heck. Das breite Board bekommt frühzeitig Lift und beschleunigt sehr flott. Was keinesfalls bedeutet, dass es unkon­trolliert abhebt, ganz im Gegenteil, der Magic Ride gleitet zwar frei, aber mit der Nase doch tief unten und extrem stabil um die Längsachse. Der X-Cite Plus gleitet zwar ebenfalls recht stabil, aber eine Nuance freier, agiler, aber auch etwas weniger richtungsstabil. Bei viel Wind können sehr erfahrene Surfer da zwar noch ein Prozent mehr an Speed rausholen, der Magic Ride ist im Vergleich nicht so zum "Fliegen" zu bringen, im normalen Gebrauch trumpft der Magic Ride aber mit seinen noch besseren Gleiteigenschaften auf, hält in Windlöchern auf der breiten Gleitfläche super den Speed und ist bei gleicher Finnengröße dem bisherigen Platzhirsch in der JP-Palette sogar leicht überlegen. In der Halse liegt das breitere Board extrem stabil auf der Kante – wie ein Carving-Ski, den man in die Kurve gekippt hat und der dann dort festgebissen bleibt – erfordert etwas mehr Fußdruck, gleitet aber mit ganz neuer Qualität durch die Kurve. Dabei sucht sich das Board seinen fixen Radius beinahe selbst. Der X-Cite Ride ist wiederum etwas sportlicher, variabler, aber auch weniger fehlerverzeihend und nur mit viel Gespür ähnlich gut zum Durchgleiten zu bewegen. Mit besserer Gleitleistung bei gleichzeitig einfacherer Kontrollierbarkeit deckt der Magic Ride den größeren Windbereich ab. Der X-Cite Plus bleibt dem aktiven Surfer vorbehalten, der gerne mit größerem Segel auf Top-Speed aus ist, mit dem Druck auf der Finne spielt, sein Board aktiver anstellt und die schneidigeren Halseneigenschaften auch nutzen kann.

Info: Pryde Group GmbH, Tel.: 089/6650490, www.jp-australia.com

surf-Messung: Gewicht: 7,7 kg (Vorserie) Länge: 250 cm Breite: 69 cm Preise: 1999* Euro / 1649** Euro / 1199*** Euro

    Finne: JP Ride 40 cm/Power Box/G10-CNCFoto: Stephan Gölnitz
Finne: JP Ride 40 cm/Power Box/G10-CNC

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