Schon gefahren: Naish Starship 100 2014 Schon gefahren: Naish Starship 100 2014 Schon gefahren: Naish Starship 100 2014

Schon gefahren: Naish Starship 100 2014

  • Andreas Erbe
 • Publiziert vor 8 Jahren

surf-Empfehlung: Das Naish Starship hat einen großen Einsatzbereich und kann mit soliden Fahrleistungen, Top-Kontrolle und quirligen Dreheigenschaften punkten. Wer camberlose Segel fährt und ein Allroundbrett zum Heizen, für schnittige Halsen und sogar für ein paar Turns in kleiner Ostseewelle sucht, liegt hier zu 100 Prozent richtig. Zu Cambersegeln und Speedduellen passt die Charakteristik eher weniger und für Halsen-Novizen gibt es Bretter mit dickerem Heck, die auch mal einen Fehltritt verzeihen.

Manuel Vogel SURF-Chefredakteur Andrea Erbe bei der Ausfahrt mit dem Naish Starship 100 2014

An Land: Das Starship wird im Jahr 2014 Nachfolger des Koncept und soll als Bump & Jump–Allrounder für europäische Bedingungen eine große Zielgruppe abdecken. Das Brett wird mit großer 32er-Finne für Powerbox ausgeliefert – groß deshalb, weil der Shape eher manöverorientiert als auf Leistung getrimmt erscheint. Zusätzlich zu einer sehr weit innen liegenden Schlaufenposition kann man das Brett auch im sportlicheren Vierer-Set–up fahren, eine weit außen liegende Raceposition darf man bei einem Brettkonzept wie diesem natürlich nicht erwarten. Dass der Naish auch in kleiner Welle funktionieren soll, kann man bereits am schmalen Pintail erahnen. Die Pads fallen dick aus und auch die Naish-Schlaufen waren in der Vergangenheit schon schlechter.

Auf dem Wasser: Eines ist das neue Starship nicht – ein rasendes, hartes Brett mit Sportfahrwerk. Der Naish kommt trotz des schmalen Hecks gut ins Gleiten, beschleunigt dann aber eher mit dem Komfort eines amerikanischen Straßenkreuzers und bleibt auch bei Hack immer kontrollierbar und gedämpft am Fuß. Auf der Geraden läuft das Board wie auf Schienen und vermittelt jede Menge Sicherheit. Langweilig ist der Naish trotz seiner Gutmütigkeit sicher nicht, vor allem wenn man das Brett mit Vollspeed in die Halse jagt, sollte man schon etwas Erfahrung mitbringen, denn die Kante will mit etwas Fahrkönnen stabilisiert werden. Halsenschüler werden hier etwas mehr Sicherheit und ein dickeres Heck vermissen, wer hingegen schon halbwegs halsen kann, wird genau diese Agilität und Drehfreudigkeit lieben. Einen weiten Radius eng ziehen oder – eine etwas kleinere Finne vorausgesetzt – ein gepflegter Ritt in kleiner Ostseewelle, gelingen auf dem Brett überdurchschnittlich gut.

Naish Starship 100 2014

Volumen: 90/100/115 Liter Größen: 235/59,7 –  240/62,3 – 245/65,6 cm Finnen: 28/32/32 cm, Powerbox Preis: 1699 Euro Infos: www.naishsails.com

Themen: EinzeltestNaishschon gefahrenStarship


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