Test 2018: Naish Titan

  • Manuel Vogel
 • Publiziert vor 2 Jahren

Schmal in Bug und Heck, breit in der Mitte. Was der neue Naish Titan mit seiner runden Outline besonders gut kann, und was nicht, haben wir ausprobiert.

Knapp 80 Zentimeter Breite in der Mitte, aber mit schmalem Heck – Naish geht auch beim neuen Titan eigene Wege. Im Heck sitzt eine 40er MFC-Finne aus G10-Material, die in einer Tuttle-Box verschraubt wird. Dies ist nötig, weil der Titan offiziell die Freigabe zur Nutzung mit Foils hat, die Box ist ausreichend verstärkt. Auf dem flachen Deck sind die Pads großflächig bis in den Angleitbereich nach vorne gezogen, es steht eine sportliche sowie eine aufsteigertaugliche Schlaufenpostition­ zur Verfügung. Im Unterwasserschiff fällt vor allem das ausgeprägte V ins Auge, derart angekielt soll das Board weich in den Chop einsetzen. Auf dem Wasser: Der Titan liegt erst mal schön kippstabil im Wasser, schon beim Angleiten steht man auf den kuscheligen Pads. Der Übergang ins Gleiten erfolgt nahtlos und ohne Gleitschwelle – die Beschleunigung gleicht hingegen eher der einer komfortablen Luxuslimousine als der eines Sportwagens. Als besonders positiv haben wir die butterweiche Wasserlage des Boards empfunden, mit der der Naish störende Chops wegbügelt. In der Halse ist das Bild geteilt: Gecarvte Halsen mag der Titan weniger, die runde Outline und große Breite im Mittelbereich verhindern, dass das Board wie auf Schienen carvt. Wer jedoch normale Powerhalsen fährt, wird mit stabiler Kurvenlage belohnt und dank des schmalen Hecks kann man den Titan für ein Brett dieser Breite sogar noch akzeptabel eng drehen.

surf-Fazit: Der Naish Titan überzeugt als gutmütiger Freerider und passt am besten zu Surfern, die mit camberlosen Segeln surfen, ein kippstabiles und einfach zu surfendes/halsendes Brett suchen. Wer’s gerne sportlich mag, 2-Cam-Segel aufzieht und gecarvte Halsen liebt, dürfte den Titan etwas zu brav finden. Mit dem Foil konnten wir das Board leider nicht ausprobieren, erfahrungsgemäß passen dafür aber Bretter mit breiteren Hecks besser.

Naish Titan 120

Naish Titan in der Aufsicht

Volumen: 120/130/150 L

Längen: 238/240/248 cm

Breiten: 77,3/83,8/85,0 cm

Finnen: MFC 40/42/46 cm, Tuttle-Box

Naish Titan Finne MFC 40 cm

Gewichte: keine Herstellerangaben

surf-Messung: 7,70 Kilo

Preise: je 2099 Euro

Infos: www.naishsails.com


Diesen Artikel bzw. die gesamte Ausgabe SURF 8/2018 können Sie in der SURF App ( iTunes  und  Google Play ) lesen – die Print-Ausgabe erhalten Sie hier .

Schlagwörter: Freerideboard Naish Titan


Lesen Sie die SURF. Einfach digital in der SURF-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
  • Test 2017 – Freeride-/Freeraceboards: Naish Titan 120 Carbon

    Invalid date

  • Test 2016 – Freerideboards 130-146 L: Starboard AtomIQ 130 Wood Reflex

    Invalid date

  • Freemoveboards 95 2002

    Invalid date

  • Test 2018 - Freerideboards: Fanatic Blast 100 Ltd

    Invalid date

  • Naish Sails Chopper

    Invalid date

  • Robby Naish als Sammler

    Invalid date

  • Einzeltest 2019: Tabou Rocket 125 LTD

    Invalid date

  • Test 2017 – Freeride-/Freeraceboards: Lorch Glider 115 Black Line

    Invalid date

  • Freestylesegel 2004

    Invalid date

  • Waveboards 85 2003

    Invalid date