Test 2021Freerideboards 135

Test 2021: Freerideboards 135Foto: Stephan Gölnitz
Test 2021: Freerideboards 135

Diese Boardgruppe bietet das breiteste Spektrum aller Klassen: Vom Aufsteiger bis zum reichlich ambitionierten Heizer sind diese Boards die Nr. 1 auf dem See.

Es gibt doch gar keine Unterschiede mehr!“ Das, oder ähnliches, hört man tatsächlich leider immer wieder. Dabei hat ein Fanatic Blast 130 aus diesem Test mit einem Starboard Carve 135 so viel gemeinsam wie ein Slalom- mit einem Abfahrtsski. Wobei es im Skisport vermutlich eher so ist wie behauptet: Vier Freerideski von vier Marken sind in den wesentlichen Merkmalen zumindest sehr ähnlich. Darunter wird kein Ski sein, der plötzlich auf der Piste besser funktioniert als abseits.

Unter dem Begriff „Freeride“ sammeln sich im Surfshop dagegen Modelle, die zwar sportlich, aber ebenfalls sehr Aufsteiger-tauglich sind, bis hin zu Boards, die konsequenterweise nicht mal die Schlaufenpositionen für Neulinge in der Gleitliga mitbringen und konsequent auf leistungsorientiertes Windsurfen ausgelegt sind. Als würde man einen weichen Allroundski neben einen giftigen Race-Carver stellen – mit der Empfehlung „Nimm einfach irgendeinen“.

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  Für diesen Boardtest bescherte uns der Lago reichlich gute Tage.Foto: Stephan Gölnitz
Für diesen Boardtest bescherte uns der Lago reichlich gute Tage.

Weil die Unterschiede so groß sind, war dieser Test mal wieder spannend. Dabei darf man nicht verwechseln: Die Leistungsunterschiede beim Angleiten, im Topspeed sind absolut gesehen gering, vielleicht mal fünf, mal 15 Prozent. Um dies zu erreichen benötigt man dann neben den spezialisierten Shapes wie Tabou Rocket+, Starboard Carve oder Severne Fox auch ein passendes Segel – und ein entsprechendes Fahrkönnen. So wird ein Regattasurfer vermutlich mit dem „langsamsten“ Board aus diesem Test schneller Surfen als ein Windsurfer mit weniger Übung auf dem Leistungssieger.

Das Fahrgefühl und die Manövereigenschaften sind dagegen für alle gleich. Ein Board, das nicht eng dreht, macht das auch unter den Füßen des besten Surfers kaum. Auf „seine“ Art machte nahezu jedes Board viel Spaß bei unseren Testfahrten am Gardasee. Welches davon dein Favorit wird, kannst du hoffentlich mit Hilfe unserer Eindrücke selbst herausfinden.

Den gesamten Test dieser zwölf Freerideboards 135 aus SURF 5/2021 mit allen Übersichtstabellen, Daten und Noten findet ihr als PDF unten im Download-Bereich:

  • Exocet Cross 134 Carbon
  • Fanatic Blast 130 Ltd
  • Fanatic Gecko 135 Ltd
  • Goya Volar 130 Pro
  • I-99 Performa 130 Pro
  • JP-Australia Magic Ride 129 LXT
  • JP-Australia Super Ride 139 LXT
  • RRD Firemove 135 Ltd
  • Severne Fox 140
  • Starboard Carve 135 WS
  • Tabou Rocket 135 Team
  • Tabou Rocket+ 133 Team
Noch im September — in den Bergen fiel schon der erste Schnee — konnten wir den Freeridetest vor dem Lockdown durchziehen. Zum Glück, denn diese Boardgruppe bietet das breiteste Spektrum aller Klassen: Vom Aufsteiger, der mit fünfer Segel ins Gleitsurfen einsteigt, bis zum reichlich ambitionierten Heizer, sind diese Boards die  Nummer eins auf dem See.
Foto: Stephan Gölnitz

12 Boards in bewegten Bildern.

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