Tuning Special: Das bringt Tuning für Dein Windsurf-Material

10.01.2018 Surf Testteam - Aber nicht um jeden Preis... Eine gute Freerideausrüstung ist die beste Grundlage für jahrelangen Surfspaß. Wenn dann aber doch der Tuning-Wunsch kommt und nicht das gesamte Set getauscht werden soll, bieten sich zahlreiche Optionen – von der besseren Verlängerung bis zum neuen Board. Wir haben ein bewährtes Set Stück für Stück „gepimpt”.

© Stephan Gölnitz
Tuning Special: Das bringt Tuning für Dein Windsurf-Material
Tuning Special: Das bringt Tuning für Dein Windsurf-Material

Die Ausgangsbedingungen könnten schlechter sein. Ein camberloses Free­ride­segel mit Mittelklassemast, ein aktuelles Freerideboard mit guter Serienfinne, und eine bewährte Alugabel. Wer das sein eigen nennt, kann nicht klagen. Was ist da überhaupt noch drin, was kostet es und – bringt es überhaupt was?

In mehreren Etappen haben wir im Equipement jeweils eine Komponente getauscht und die Komfort- und Speedveränderungen, mit GPS und in direkten Vergleichsfahrten, zum Original-Set-up getestet. Von  Leichtschlaufen für rund 70 Euro bis zum neuen Board für über 2000. Das North Sails Warp 7,7 kostet ebenfalls gute 1200 Euro. Da wirkt die Power-XT-Verlängerung mit einem empfohlenen Preis von 180 Euro schon günstig. Und die ermöglicht sogar – das war unser Ergebnis – Tuning nahezu ohne Nebenwirkungen, was nicht für alle Komponenten gilt.

Kosten-Nutzen und die Risiken

Denn nicht nur das Verhältnis zwischen Speedverbesserung und Preis entscheidet, ob man auf "Kaufen" klicken könnte. Denn während ein hochwertiger Mast oder eine Verlängerung keine weiteren Ansprüche an Fahrkönnen stellt oder sogar Einbußen im Handling befürchten lässt, hängt Racesegeln und Slalomboards immer noch ein schlechtes Image an – was ebenfalls nicht immer gelten muss. So erscheint der Schritt vom Freeride- zum Slalom-Raceboard nicht unwesentlich größer als zu der Zwischenstufe "Freeraceboard". Zumindest, wenn die weit außen liegenden Schlaufen keine Probleme bereiten. Das sieht bei Segeln anders aus. Der Wechsel vom camberlosen Freeridesegel zum Freeracetuch mit Cambern erfordert zwar Umgewöhnung, ist aber für jeden erfahrenen Freerider gut machbar.
Der vorschnelle Griff zum Racesegel kann dagegen zum surferischen Highlight werden und zum Direktaufstieg im Speedranking führen, genau so aber auch im totalen Desaster enden. Bei den "Kleinteilen" wie Carbongabeln und Verlängerungen muss man mit derartigen Nebenwirkungen nicht rechnen, außer, dass hier der Aufpreis – zumindest zum knallhart messbaren Vorteil – teils recht happig erscheint. Doch genau so wie sich der Spaß am Windsurfen nicht messen lässt, sollte man bei solchen Dingen nicht unbedingt die Stoppuhr starten, sondern auch den Komfort genießen – zumindest, wenn das nötige "Kleingeld" für so viel Luxus zur Verfügung steht.

Wieviel schneller?

Die Gretchenfrage bleibt: "Wieviel schneller werde ich denn mit einem neuen Board/Segel/Finne?" Wir versuchen, das so gut es geht zu beantworten. Die einzelnen Speedvorteile für Board, Segel und Finne addieren, geht jedenfalls nicht.  Für viele wird der Speedgewinn am Ende auch davon abhängen, wie weit auch die eigenen Speedlimits bereits ausgereizt sind. Denn das ist die gute Nachricht für alle Sparfüchse: Die Speedunterschiede zwischen unterschiedlich schnellen Surfern sind am Ende oft größer als zwischen Segeln oder Boards der unterschiedlichen Klassen.


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