Exocet I-Style 101 PRO

 • Publiziert vor 12 Jahren

Ein perfekt kontrollierbares, einfach zu fahrendes New-School-Freestyleboard für Kabbelreviere, Starkwind und leichtere Surfer. Sehr kontrollierter Slider. Braucht mehr Wind und etwas mehr Einsatz im Move, lässt sich aber auch mit 4,2 nicht aus der Ruhe bringen. Sehr gedämpftes, laufruhiges, weniger spritziges Fahrgefühl.

[Board] Exocet I-Style 101 PRO : [Tester] Jonas Holzhausen

An Land: Der I-Style wirkt auffällig breit, flach und im Heck üppig verrundet. Darunter findet man einen der letzten echten Cut Outs und einen besonders in Boardmitte deutlich ausgeprägten, verrundeten V-Shape. Das mattschwarze Design zieht Blicke und Sonne an – wir haben es in den Surfpausen lieber im Schatten geparkt. Die Schlaufen sind hinten solide doppelt verschraubt, wirken bequem, aber auch recht weit – der Plugabstand ist einen halben Zentimeter größer als das übliche Maß.

Auf dem Wasser: Der Exocet zuckt am Fuß auf leichtestem Impuls spielerisch hin und her wie eine schwarze Mamba auf Beutefang. Im Vergleich zu anderen Boards gelingen so vor allem angecarvte Moves sehr gut. Beim Absprung benötigt das breite Heck vergleichsweise mehr Krafteinsatz, nach der Landung lässt sich der Exocet dann sehr schön kontrolliert entweder gerade retour oder rotiert sliden.

Das Board zählt dabei nicht zu den radikalsten und schnellsten Propellern, wirkt aber sehr Fehler verzeihend. Und das findet man in der Gesamtcharakteristik wieder: Eine weiche, kontrollierte Gleitlage, die beinahe jeden Chop absorbiert (die Fersenpolster unter den Pads sind zusätzliche Komfortausstattung), satten Halt in der Kurve und viel Kippstabilität bei sämtlichen Manövern – der Exocet vermittelt einfach immer ein Gefühl von Sicherheit, auch angepowert im Kabbelwasser mit 4,5er-Segel.

Bei Leichtwind empfanden vor allem die schwereren Tester das Board als etwas gedrosselt, beim Abfallen zum Move verliert man eher Speed und auch die Angleitphase mit anschließender Beschleunigung fällt im direkten Vergleich etwas zäher aus. Die Gleitlage wirkt mit der 20er, sowie mit der alternativ getesteten 25er-Finne, immer satt. Subjektiv kommt man sich nicht sonderlich schnell vor.

Wir empfanden den Exocet weniger geeignet für den böigen Baggersee, eher für gute Windreviere und leichtere Surfer, die nicht auf maximale Gleitperformance schielen müssen, denen dafür gute Kontrollierbarkeit auch in weniger perfekten (kabbeligen) Revieren besonders wichtig ist.

Finne: Select MX Freestyle 23,0 cm/ Powerbox/Carbon-Sandwich

Web: www.liquid-sports.de

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