Freestyleboards 100 - 2014

 • Publiziert vor 8 Jahren

Lahmes Herumgenudel war gestern! Power-Manöver wie Kono oder Burner erfordern wieder Bretter, die nicht nur rotieren, sondern auch schnell sind und gut gleiten. Und weil sich mit den neuen Tricks auch die Shapes ändern, gab es genügend Gründe die neuesten Trends über Nord- und Ostsee zu jagen und auch einen Blick über den Tellerrand der etablierten Marken zu werfen.

Das Brett hat nichts mehr mit dem alten Twintip zu tun, den ich selbst sehr lange gefahren habe.

Enttäuschung macht sich breit – beim ersten Hochheben der in Kartons verpackten Bretter wiegt das von uns georderte Wark Custom genauso viel wie alle anderen Boards. Viel Wind um Nichts? Beim Auspacken dann Erleichterung: Es steckt noch ein extra Boardbag drin und 5,0 Kilo Kampfgewicht verursachen selbst bei den erfahrensten Testern noch feuchte Hände. Warum wir diesmal auch ein Custom ausprobiert haben? Ganz einfach: Immer wieder bitten uns Leser darum, auch mal links und rechts des Mainstream zu suchen und den getesteten Wark-Shape kann man auch tatsächlich – ein wenig Wartezeit vorausgesetzt – 1:1 so bestellen. Und angesichts der gestiegenen Preise bei Serienboards ist der Unterschied zu den schon traditionell sehr teuren Custom-Brettern auf wenige hundert Euro zusammengeschrumpft.

Doch auch die Serienhersteller müssen sich nicht verstecken, auch und gerade bei den Freestyle-Shapes hat sich wieder viel getan. Die im Zeitraffer voranschreitende Evolution der Manöver erfordert auch immer neue Entwicklungen, die die Tricks der Pros mitmachen. Der Trend der letzten Jahre, hin zu kraftvollen Airmanövern wie Kono oder Burner, kommt allerdings auch dem Durchschnittstrickser zugute: Damit solche Tricks überhaupt möglich sind, müssen die Boards wieder schnell sein und gut gleiten – wer in Switch-Stance im Schneckentempo dahinkriecht, bleibt beim Absprung kleben wie ein Mehlsack. Dazu passt auch, dass die Zeit der superkurzen Finnen vorbei zu sein scheint – längere Spurhalter liefernm einfach mehr Speed und Pop für den Absprung. Die meisten Marken statten ihre Bretter aktuell mit Finnen zwischen 18 und 22 Zentimetern aus, die – auch das ist neu – bei Marken wie Tabou, Fanatic oder Starboard in leichten Slotboxen sitzen. Auch eine weitere Stellschraube wurde von fast allen Herstellern gedreht: Derm Abstand zwischen Mastspur und Schlaufen. Je näher man mit den Füßen an den "Drehpunkt Mastfuß" kommt, desto radikaler sollen Rotationen mit den Boards möglich sein – zumindest versprechen das die Hersteller. Ob dem so ist und ob man bei den Custum- Schmieden für mehr Geld auch mehr Freestyle-Spaß bekommt, lest ihr im folgenden Test.

Für Lob, Kritik und Anregungen sind wir immer wieder dankbar. Schreibt uns dazu einfach eine Mail an [email protected] oder besucht uns auf Facebook.

Die Testergebnisse der 6 Freestyleboards 100 gibt es unten als PDF-Download:

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