Freestyleboards 2009

  • Steve Chismar
  • Manuel Vogel
 • Publiziert vor 13 Jahren

Flach wie ein Brett ist keines unserer Schnittchen. Die Formen sind rund und lassen sich sehen und testen. surf hatte die Freude, die exotischsten und beweglichsten Windsurfbretter am Gardasee unter die Lupe zu nehmen. Für jeden Geschmack war etwas dabei.

Natürlich fahren die surf-Tester nicht in der Liga von Browne, Gollito oder Paskowski. Doppel- und Dreifachmoves überlassen sie (noch) den Profi s. Aber ihr Fahrkönnen, sie beherrschen fast allen gängigen New School- und Classic- Manöver, sowie die langjährige Erfahrung garantieren auch im subjektivsten Bereich des Windsurfsports klare, faire Urteile und Empfehlungen für euch.

Jedes Brett hat seine Berechtigung

Für die Notengebung Freestyle haben wir eingeteilt in subjektiv erfahrene Eindrücke:

1) Drehfreudigkeit – wie leicht lässt sich ein Brett umkanten und eng drehen?

2) Springen – wie leicht lässt sich ein Brett zum Chop Hop oder Loop aus dem Wasser hebeln?

3) Springen mit Umlegen – wie leicht lässt sich ein Brett fl ach aus dem Wasser hebeln und zum Willy Skipper, Volcan, Spock umlegen?

4) Rückwärts sliden – wie stabil slidet ein Brett beim Willy Skipper und Volcan rückwärts?

5) Slide Rotation – wie spielerisch rotiert ein Brett beim Spock, Flaka um die eigene Achse?

6) Classic Freestyle – wie kontrolliert und schnittig gleitet ein Brett in die Kurve? Wie eng dreht das Brett beim 360er? Wie stabil ist das Board in der Längsachse? Wie gut gleitet es durch?

Für die objektive Leistungsnote werden nur Vergleichsfahrten für passives Angleiten durchgeführt. Parallel dazu werden mit den Gesamtfahreindrücken die Beschleunigungsnote ermittelt. Dabei ist wichtig, wie schnell ein Brett die Kraft des Segels in Geschwindigkeit umsetzt. Trotz aller Akribie beim Testen hat es Spaß gemacht, die neuen Philosophien der Bretthersteller und Shaper beim Freestylen am Gardasee auszuloten: Marken wie Hifl y, F2, Tabou sind ihrem Vorjahres-Shape treu geblieben. JP Australia hat zu Gunsten von Profis und radikalen New Schoolern an Allroundfähigkeiten eingebüst. Fanatic, Mistral und Starboard haben ihre Shapes deutlich verbessern können. Newcomer sind Exocet und Lorch – New-School-Spezialist und eine klassische Kanone.

Fazit: Für jeden Stil und jedes Können ist etwas dabei.

Das Testteam: Steve Chismar (die Keule), Frank Lewisch (Devilstick-Franky), Manuel Vogel (Diablo-Manni), Jonas Holzhausen (Slackliner-Jonnie)

 

Soul Session Custom 105 im Vergleich: Extravaganter Shape für einen extravaganten Preis (zirka 3000 Euro). Mit nur 2,31 Meter das kürzeste Brett und mit 66 Zentimetern gleichzeitig das breiteste. Mit diesem Board ist dein Ziel keine Backwind Jibe, sondern an einen Shaka mindestens einen Flaka dranzuhängen. Dann könnte dir der Soul Session gefallen. Kein anderes Brett der Freestyle-Serienboards ist so auf New School gezüchtet. Die Gleitleistung ist mit dem extremen Spocktail mäßig. Kleiner Einsatzbereich für einen saftigen Preis – nur was für Profis.

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