JP-Australia Freestyle 99 Pro

 • Publiziert vor 10 Jahren

Fazit: Der JP ist radikaler und spezieller geworden. Dank guter Gleitleistung und Beschleunigung hat man immer genügend Dampf für alle angesagten Powermoves der neuen Schule. Den grandiosen New-School-Eigenschaften fällt allerdings die Eignung für klassische Gleitmanöver weitgehend zum Opfer.

[Board] JP-Australia Freestyle 99 PRO : [Tester] Manuel Vogel : [Spot] Prasonisi/Rhodos

An Land: Der JP ist im Vergleich zum Vorjahr um satte zehn Zentimeter kürzer geworden, das Heck wurde etwas schmaler, dafür aber auch dicker. Die markanten Rinnen im Deck wurden 2012 deutlich entschärft, im Heck steckt, wie im letzten Jahr, eine 22er- Powerboxfinne. Die Schlaufen sind nicht perfekt, nach längerer Benutzung beginnen, vor allem beim Switchfahren, die Plastikeinsätze an den Innenseiten zu drücken.

Auf dem Wasser: Die Radikalkur hat dem JP gut getan, vor allem wenn man von einem Freestyleboard erwartet, mühelos abzuspringen, umzulegen und blitzschnell zu sliden. Im Vergleich zum Vorjahr wirkt das Brett deutlich radikaler und mehr in Richtung geslideter Manöver abgestimmt. Die 22er-Finne passt für Fahrer über 75 Kilo und Leichtwind gut, für leichte Surfer oder Trickser, die an Doppelmoves üben, empfiehlt sich eine etwas kleinere Finne. Positiv ist auch, dass die traditionell gute Gleitleistung und Beschleunigung nicht gelitten haben: Auch Schwergewichte kommen mit dem direkten, freien Brett schnell auf sprungtaugliche Geschwindigkeit, beim Umsteigen auf Switchstance hält der JP hervorragend den Speed, um genügend Dampf für alle angesagten Sprungmanöver zu behalten. Nach dem Absprung slidet das Brett radikaler als man das vom Vorgängermodell kennt. Trotzdem vermittelt das dicke Heck viel Sicherheit, wenn man mal etwas unsauber landet. Alle, die bei den Vorgängermodellen die guten Classic-Freestyle-Eigenschaften geschätzt haben, dürften vom 2012er-Modell enttäuscht sein: Der kurze Bug erlaubt kaum Gleitmanöver wie Backwind Jibes und auch bei gecarvten Gleitmanövern steht das Brett recht unruhig auf der Kante. Fahrer, für die Freestyle beim Spock erst anfängt, werden sich daran kaum stören.

Web: www.jp-australia.com

Preis: 1949 Euro surf-Messung:Gewicht: 6,1 kg Finne: JP Freestyle 22,0 cm/Powerbox/G10-CNC

Das dicke Heck bei JP-Australia bietet viel Auftrieb und Sicherheit bei rückwärts geslideten Manövern.

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