Lorch Tweak 103

 • Publiziert vor 12 Jahren

Wer den Spock sicher beherrscht, findet den Tweak vielleicht zu zahm. Wer dort fahrtechnisch erst hinmöchte, kann das Board in die Kaufauswahl bedenkenlos mit einbeziehen. Denn mit guter Fahrleistung und guter Eignung für Gleitmanöver kommt das Board auch Fahrern mit noch nicht perfektem Fahrkönnen entgegen.

[Board] Lorch Tweak 103 : [Tester] Frank Lewisch

An Land: Der Tweak ist optisch zum Vorjahr unverändert. Das Heck ist als breites Squash Tail gehalten, alle Schlaufen sind doppelt verschraubt. Die Pads wirken recht dünn und vermitteln sehr direkten Boardkontakt.

Auf dem Wasser: Mit verbunden Augen könnte man sich auf dem Lorch auch auf einem Freemoveshape wähnen, frei und geradlinig gleitet das Brett mit recht sportlich direkter Wasserlage. Die Originalfinne funktionierte leider nicht sonderlich gut, drosselte die Fahreistung spürbar, erst mit einer alternativen 22er-Choco Fins Starfish verbesserte sich leistungsmäßig eigentlich alles. Dann geht der Lorch schnell in den Turn, klassische Freestylemanöver gelingen leicht und sicher, weil das Board gut den Radius hält und nicht wie ein nervöser F2 immer gleich eng ziehen will.

Als New Schooler wirkt der Tweak eher zahm, lässt sich auch mal zum Willy Skipper endlos rückwärts sliden – ohne wegzuschmieren. Dafür dreht das Brett nicht ganz so schnell beim Spock und legt nicht so spielerisch um wie die Radikalinskis der Gruppe. Für Doppelmoves würde man sich mehr Pepp beim Sliden wünschen, um mehr Power für den nächsten Move zu haben.

Ein Vorteil des eher dezenten Auftritts: Das Board schreit nicht optisch gleich “hier kommt der Freestyle-Guru”. Wer neben Halsenvarianten und Segeltricks auch mal eine Air Jibe üben will, kann das auf dem Tweak ohne aufgesetzen Poserfaktor in Ruhe tun. Und wenn das Spaß macht, geht der Shape auch noch ins nächste Level mit.

Finne: Lorch Hurricane FS 24 cm/ Powerbox/Carbon

Web: www.lorch-boards.de

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