Test: Starboard Ignite 2020 Test: Starboard Ignite 2020 Test: Starboard Ignite 2020

Test: Starboard Ignite 2020

  • Manuel Vogel
 • Publiziert vor einem Jahr

Stummel-Freestyler mit zusätzlicher Freeride-Option – kann das klappen? Der neue Starboard Ignite im Test.

An Land: Ein Freestyle-Freeride-Hybrid? Das ist mutig! Der Ignite 103 kommt mit zwei G10-Powerbox-Finnen (21 & 28cm) sowie zwei Plugreihen aus dem Karton. Im Freestyle-Set-up wurde die Plugbreite auf 13 Zentimeter reduziert, über Schuhgröße 45 und mit Schuhen kann das zur Verwendung nicht-zusammengehörender Plugs zwingen. Die Schlaufen sind bequem, hinten doppelt verschraubt, das Neoprencover limitiert aber die Größe im Neuzustand – mit der Zeit weiten sich die Straps aber. Im 4er-Set-up hat man dann die normale Schlaufenbreite von 14,5 Zentimetern zur Verfügung. Das Board fällt mit 211 x 66,5 Zentimetern extrem kurz und kompakt aus.

Frithjof Blaasch Starboard Ignite 2020

Frithjof Blaasch Der Ignite bietet zusätzlich zur Freestyleposition weit innen auch eine weiter außen liegende Freerideposition für die Schlaufen

Auf dem Wasser: Als Freestyler hat uns der Ignite voll überzeugt: Er gleitet flüssig los, läuft angenehm gedämpft und bietet gutes Speedpotenzial für alle Powermoves. Die recht steife G10-Freestylefinne nimmt mäßig Druck an, wer etwas feinfühlig surft, kommt ohne größere Spinouts durch, kann das Board dafür aber leicht zu geslideten Doppelmoves animieren. Der dicke Centerbereich liefert super Pop, das Sliden erfolgt butterweich und überaus kontrolliert, erfreulich ist vor allem, dass die recht dicken Kanten in keinster Weise dazu tendieren, in der Kabbelwelle hängen zu bleiben. Als Freerider funktioniert das Board in unseren Augen nur dürftig. Die geringe Länge ist zum einfachen Angleiten unter Freeride-Gesichtspunkten nicht hilfreich, da es erstmal einen spürbaren Fahrwiderstand zu überwinden gilt. Danach zieht das Brett zwar druckvoll los, an das Speedfeeling eines durchschnittlichen Freerideboards reicht das des Ignite aber nie heran. Auch bei Halsenmanövern läuft der Ignite nicht sonderlich ruhig auf der Kante, das breite Heck limitiert die Radien spürbar.

surf-Fazit: Schuster, bleib bei deinen Leisten – zum Herumheizen, Halsen und Moves bis zu Air Jibe und Loop bekommt man mit einem typischen Freestyle-Waveboard wie dem Starboard Kode eindeutig das bessere Paket. Der Ignite ist eben in erster Linie ein Freestyleboard – und zwar ein sehr gutes. Es setzt bei Power- und Slidingmoves auch sehr guten Tricksern keinerlei Limits. Aufgrund der großen Brettbreite sollten Surfer unter 85 Kilo eher zum 93er greifen.

Infos: www.star-board.com

Themen: FreestyleStarboardTest


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