Workshop: Standlack erneuernFoto: Stephan Gölnitz

Boards Reparatur & PflegeWorkshop: Standlack erneuern

Ob Vogelsand mit Autolack, Rohrzucker mit Epoxy-Harz oder Skateboarddeck – der Erfindungsreichtum für die Erneuerung des Standlackes ist mindestens so groß wie die Not mit rutschigen Decks.

  Mit etwas Geschick schafft man es auch zuhause, den Standlack zu erneuern.Foto: Stephan Gölnitz
Mit etwas Geschick schafft man es auch zuhause, den Standlack zu erneuern.

Die Online-Foren sind dabei voll mit Tipps, die schon zu analogen Zeiten nicht funktioniert haben. Da bietet die moderne Technik keine Vorteile gegenüber der mündlichen Überlieferung, im Gegenteil: sie sorgt für die weitere Verbreitung von Irrmeinungen.

Für einen, der es wissen muss, ist die Sache dabei ganz klar. "Am besten sind die fertigen Standlacke" sagt Claudio Fackelmann von der Cabon-Klinik (www.carbon-klinik.de) am Ammersee. Der Fachmann benutzt zwar eine "Hausmischung" aus gemahlenem Glas in 2-Komponenten-Lack, doch "dafür benötigt man eine Spritzanlage mit spezieller Düse und außerdem eine richtige Kohle-Schutzmaske und Absaugung am Arbeitsplatz, das ist richtig giftig." Damit sind Hobby-Lackierer wohl raus. Etwa 70 bis 100 Euro kostet die fachmännische Instandsetzung. Die wird eher selten in Anspruch genommen, in der "Klinik" sind Standlackarbeiten eher Bestandteil größerer Reparaturen.

Mit den Fertiglacken von "M2" oder "Nautix" (Bezug über den surf-Fachhandel) ist das aber eine der wenige Nachbesserungen, die auch der semi-begabte Bastler gut hinbekommen sollte.

Für Heimwerker ist die Fertigmischung besser geeignet, die gibt’s nicht nur im 25-Kilo-Sack, sondern in der Dose für zwei mittelgroße Boards etwa. Auf genaue Mischung achten!Foto: Stephan Gölnitz
Für Heimwerker ist die Fertigmischung besser geeignet, die gibt’s nicht nur im 25-Kilo-Sack, sondern in der Dose für zwei mittelgroße Boards etwa. Auf genaue Mischung achten!
Abtapen: Wie bei allen Schleif- und Lackierarbeiten sollten zuerst alle Pads und die Rails rumdum gut abgetapt werden. Am besten mit einfachem Maler-Krepp. Wer in Innenräumen arbeitet oder auf der Terrasse, solte daran denken, dass auch kleinere Tropfen, die daneben gehen, kaum wieder zu entfernen sind und den Bereich unter und neben dem Board großflächig abdecken.Foto: Stephan Gölnitz
Abtapen: Wie bei allen Schleif- und Lackierarbeiten sollten zuerst alle Pads und die Rails rumdum gut abgetapt werden. Am besten mit einfachem Maler-Krepp. Wer in Innenräumen arbeitet oder auf der Terrasse, solte daran denken, dass auch kleinere Tropfen, die daneben gehen, kaum wieder zu entfernen sind und den Bereich unter und neben dem Board großflächig abdecken.
Schleifen: Mit 220er Trocken-Schleifpapier wird möglichst der gesamte alte Standlack abgeschliffen. Dabei darauf achten, nicht zu tief "ins Dekor" zu schleifen. Am besten im Freien und auf jeden Fall unter Verwendung einer Staubschutzmaske.Foto: Stephan Gölnitz
Schleifen: Mit 220er Trocken-Schleifpapier wird möglichst der gesamte alte Standlack abgeschliffen. Dabei darauf achten, nicht zu tief "ins Dekor" zu schleifen. Am besten im Freien und auf jeden Fall unter Verwendung einer Staubschutzmaske.
Reinigen: Fett, Hautschuppen, Sonnenöl – Claudios Aufzählung klingt schon etwas ekelig: runter muss das Zeug. Spezielle Fettlöser sind recht teuer. Foto: Stephan Gölnitz
Reinigen: Fett, Hautschuppen, Sonnenöl – Claudios Aufzählung klingt schon etwas ekelig: runter muss das Zeug. Spezielle Fettlöser sind recht teuer. 
"Viel billiger ist Bremsenreiniger, das ist aber eigentlich das gleiche." Bremsenreiniger schont auch Kunststoffe, bei Aceton ist das Dekor gefährdet.Foto: Stephan Gölnitz
"Viel billiger ist Bremsenreiniger, das ist aber eigentlich das gleiche." Bremsenreiniger schont auch Kunststoffe, bei Aceton ist das Dekor gefährdet.
Lack vorbereiten: "Schüttel was du hast" – die Dose mit dem Harz-Granulat-Gemisch muss sehr gründlich geschüttelt werden, sonst wird der Standlack später ungleichmäßig rauh, weil die Partikel sich in der Dose am Boden ansammeln.Foto: Stephan Gölnitz
Lack vorbereiten: "Schüttel was du hast" – die Dose mit dem Harz-Granulat-Gemisch muss sehr gründlich geschüttelt werden, sonst wird der Standlack später ungleichmäßig rauh, weil die Partikel sich in der Dose am Boden ansammeln.
Härter dazu mischen: Bei nicht allzu großen Boards reicht eine Dose für zwei Neulackierungen. Die Mischung muss über Volumen oder Gewicht exakt nach den Angaben gemischt werden, sonst härtet es nicht richtig aus. Der Temperaturbereich für die Verarbeitung sollte auch beachtet werden. Foto: Stephan Gölnitz
Härter dazu mischen: Bei nicht allzu großen Boards reicht eine Dose für zwei Neulackierungen. Die Mischung muss über Volumen oder Gewicht exakt nach den Angaben gemischt werden, sonst härtet es nicht richtig aus. Der Temperaturbereich für die Verarbeitung sollte auch beachtet werden. 
Lack auftragen: Mit der Schaumrolle (Wichtig: Muss für lösungsmittelhaltige Farben geeignet sein!) wird der Lack gleichmäßig aufgetragen. Gegen das Licht lässt sich gut erkennen, wo noch trockene Stellen sind. Besonders im strapazierten Bereich sollte man nicht zu sparsam sein. Den Bug könnte man fast aussparen, dort hat der Lack eher optische Funktion.Foto: Stephan Gölnitz
Lack auftragen: Mit der Schaumrolle (Wichtig: Muss für lösungsmittelhaltige Farben geeignet sein!) wird der Lack gleichmäßig aufgetragen. Gegen das Licht lässt sich gut erkennen, wo noch trockene Stellen sind. Besonders im strapazierten Bereich sollte man nicht zu sparsam sein. Den Bug könnte man fast aussparen, dort hat der Lack eher optische Funktion.
Fertig: Schon vor dem vollständigen Ablüften ist die schön gleichmäßig verteilte Körnung zu erkennen. Wer die Mühen scheut oder sämtliche benötigten Materialien (Roller, Tape, Reiniger) erst kaufen muss, kann den Lack auch beim Fachmann erneuern lassen. In der Carbon-Klinik, je nach Zeitaufwand und Boardgröße, für etwa 70 bis 90 Euro.Foto: Stephan Gölnitz
Fertig: Schon vor dem vollständigen Ablüften ist die schön gleichmäßig verteilte Körnung zu erkennen. Wer die Mühen scheut oder sämtliche benötigten Materialien (Roller, Tape, Reiniger) erst kaufen muss, kann den Lack auch beim Fachmann erneuern lassen. In der Carbon-Klinik, je nach Zeitaufwand und Boardgröße, für etwa 70 bis 90 Euro.
Die Fertig-Standlacke von Nautix (39 Euro) und von M2 (rund 22 Euro) wurden uns von Experten empfohlen. Beide basieren auf 2-K-Lack mit eingemischten Partikeln. Foto: Stephan Gölnitz
Die Fertig-Standlacke von Nautix (39 Euro) und von M2 (rund 22 Euro) wurden uns von Experten empfohlen. Beide basieren auf 2-K-Lack mit eingemischten Partikeln. 
Diese Lacke lassen sich gut auftragen – und vergilben im Gegensatz zu den beliebten Harz-Experimenten nicht! Foto: Stephan Gölnitz
Diese Lacke lassen sich gut auftragen – und vergilben im Gegensatz zu den beliebten Harz-Experimenten nicht! 
Für die Vorreinigung empfiehlt Claudio "Bremsenreiniger".Foto: Stephan Gölnitz
Für die Vorreinigung empfiehlt Claudio "Bremsenreiniger".
Der Profi mischt Spezial-Granulat in 2-K-Lack. Foto: Stephan Gölnitz
Der Profi mischt Spezial-Granulat in 2-K-Lack. 
Für Heimwerker ist die Fertigmischung besser geeignet, die gibt’s nicht nur im 25-Kilo-Sack, sondern in der Dose für zwei mittelgroße Boards etwa. Auf genaue Mischung achten!Foto: Stephan Gölnitz
Für Heimwerker ist die Fertigmischung besser geeignet, die gibt’s nicht nur im 25-Kilo-Sack, sondern in der Dose für zwei mittelgroße Boards etwa. Auf genaue Mischung achten!
Abtapen: Wie bei allen Schleif- und Lackierarbeiten sollten zuerst alle Pads und die Rails rumdum gut abgetapt werden. Am besten mit einfachem Maler-Krepp. Wer in Innenräumen arbeitet oder auf der Terrasse, solte daran denken, dass auch kleinere Tropfen, die daneben gehen, kaum wieder zu entfernen sind und den Bereich unter und neben dem Board großflächig abdecken.Foto: Stephan Gölnitz
Abtapen: Wie bei allen Schleif- und Lackierarbeiten sollten zuerst alle Pads und die Rails rumdum gut abgetapt werden. Am besten mit einfachem Maler-Krepp. Wer in Innenräumen arbeitet oder auf der Terrasse, solte daran denken, dass auch kleinere Tropfen, die daneben gehen, kaum wieder zu entfernen sind und den Bereich unter und neben dem Board großflächig abdecken.
Abtapen: Wie bei allen Schleif- und Lackierarbeiten sollten zuerst alle Pads und die Rails rumdum gut abgetapt werden. Am besten mit einfachem Maler-Krepp. Wer in Innenräumen arbeitet oder auf der Terrasse, solte daran denken, dass auch kleinere Tropfen, die daneben gehen, kaum wieder zu entfernen sind und den Bereich unter und neben dem Board großflächig abdecken.
Schleifen: Mit 220er Trocken-Schleifpapier wird möglichst der gesamte alte Standlack abgeschliffen. Dabei darauf achten, nicht zu tief "ins Dekor" zu schleifen. Am besten im Freien und auf jeden Fall unter Verwendung einer Staubschutzmaske.
Reinigen: Fett, Hautschuppen, Sonnenöl – Claudios Aufzählung klingt schon etwas ekelig: runter muss das Zeug. Spezielle Fettlöser sind recht teuer. 
"Viel billiger ist Bremsenreiniger, das ist aber eigentlich das gleiche." Bremsenreiniger schont auch Kunststoffe, bei Aceton ist das Dekor gefährdet.
Lack vorbereiten: "Schüttel was du hast" – die Dose mit dem Harz-Granulat-Gemisch muss sehr gründlich geschüttelt werden, sonst wird der Standlack später ungleichmäßig rauh, weil die Partikel sich in der Dose am Boden ansammeln.
Härter dazu mischen: Bei nicht allzu großen Boards reicht eine Dose für zwei Neulackierungen. Die Mischung muss über Volumen oder Gewicht exakt nach den Angaben gemischt werden, sonst härtet es nicht richtig aus. Der Temperaturbereich für die Verarbeitung sollte auch beachtet werden. 
Lack auftragen: Mit der Schaumrolle (Wichtig: Muss für lösungsmittelhaltige Farben geeignet sein!) wird der Lack gleichmäßig aufgetragen. Gegen das Licht lässt sich gut erkennen, wo noch trockene Stellen sind. Besonders im strapazierten Bereich sollte man nicht zu sparsam sein. Den Bug könnte man fast aussparen, dort hat der Lack eher optische Funktion.
Fertig: Schon vor dem vollständigen Ablüften ist die schön gleichmäßig verteilte Körnung zu erkennen. Wer die Mühen scheut oder sämtliche benötigten Materialien (Roller, Tape, Reiniger) erst kaufen muss, kann den Lack auch beim Fachmann erneuern lassen. In der Carbon-Klinik, je nach Zeitaufwand und Boardgröße, für etwa 70 bis 90 Euro.
Die Fertig-Standlacke von Nautix (39 Euro) und von M2 (rund 22 Euro) wurden uns von Experten empfohlen. Beide basieren auf 2-K-Lack mit eingemischten Partikeln. 
Diese Lacke lassen sich gut auftragen – und vergilben im Gegensatz zu den beliebten Harz-Experimenten nicht! 
Für die Vorreinigung empfiehlt Claudio "Bremsenreiniger".
Der Profi mischt Spezial-Granulat in 2-K-Lack. 
Für Heimwerker ist die Fertigmischung besser geeignet, die gibt’s nicht nur im 25-Kilo-Sack, sondern in der Dose für zwei mittelgroße Boards etwa. Auf genaue Mischung achten!

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