Redaktion

Angulo Magnum 72

20.03.2010

Der Magnum ist ein dicker Fisch vor allem für schwere Surfer. Sehr einfach zu fahren, besonders schnell bei Mittelwind und auf Amwindkursen. Das Board gleitet extrem flach und erforderte eine etwas größere Finne, für Topspeed auf Raumkursen auch mehr Kraft oder Gewicht. Die sehr flache Gleitlage mochten einige Tester sehr, andere dagegen kaum. Das Board ist nicht nur optisch extrem und teilt daher die subjektiven Empfindungen stark.

[Board] Angulo Magnum 72 : [Tester] Manuel Vogel : [Spot] Langebaan

An Land: Im Gegensatz zum gleichnamigen Eis ist dieser Magnum vorne extrem angespitzt, insgesamt aber genauso fett – Geschmackssache. Die Pads enden weit oben am dicken Rail, so dass man mit der Ferse häufig auf dem Rand steht. Ein riesiger Cut Out verringert die Fläche des 72 Zentimeter breiten Shapes auf das Heck eines 68er Boards. Das Unterwasserschiff ist durchgehend doppelkonkav ohne V gehalten bis zum nur minimalen, planen V im Heck.

Auf dem Wasser: Jagdfieber – ein Wort drückt das Gefühl auf dem neuen Magnum aus. Mit extrem flach übers Wasser rauschender Nase rast der Angulo los, als würde der auflackierte Hai einen Schwarm Fische verfolgen. Die Gleitlage wirkt dabei extrem flach, auch in Böen kann man voll auf dem Gas bleiben – ohne Angst vor einem Wheelie. Dabei liegt das Board extrem stabil um die Längsachse auf dem Wasser. Eine 41er Select verträgt der Magnum locker, mit einer 38er Deboichet-Finne kommt das Board nicht ausreichend frei.

Trotz flachem Gleitwinkel setzt der Shape auf Halbwind und besonders auf Amwindkurs nie ein, was zu Topleistung besonders auf diesen Kursen führt. Raumwinds benötigt man dann viel Power – im Segel und in den Beinen – um das Brett kontinuierlich frei zu halten. Ordentlich Gewicht zum Gegenhalten ist dabei nicht hinderlich, wenn man dem Board konkurrenzfähigen Topspeed entlocken möchte.

Die Kombination aus schmaler Gleitfäche im Heck und großer Gesamtbreite sorgt für guten Speed und zugleich viel Gleitpotenzial im unteren und mittleren Windbereich. In Manövern gleitet es gut durch, benötigt aber für alle Radien viel Druck, dann zieht es auch recht eng.

surf-Empfehlung: Mit großer Breite und viel Volumen wirkt das Board innerhalb der Gruppe groß und ist ein Tipp für Schwergewichte. Leichtgewichte können raumschots das Potenzial nicht so leicht nutzen wie auf anderen Boards.

Web: www.k1x.com  

 

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