Redaktion

Fanatic Falcon SL 110

31.03.2009

Der neue Falcon hat Dank des neuen Unterwasserschiffkonzeptes in der Kontrollierbarkeit dazu gewonnen, hat aber dabei den Spaßfaktor nicht ganz verloren. Die Allroundleistung ist Top und die Manövereigenschaften sind nicht überragend, aber ausgewogen. Die 37er-Finne passte gut, tendenziell kann man dem Shape eher etwas kleinere Finnen empfehlen als einem Starboard oder JP-Australia.

[Board] Fanatic Falcon SL 110: [Tester] Frank Lewisch

An Land: Das angesagte tiefe, doppelkonkave V im Unterwasserschiff findet man auch bei den Fanatic-Slalomboards: Sehr ausgeprägt vor der Mastspur, dann nach hinten in ein planes V übergehend. Die hinteren Schlaufenplugs sind geschickt so angeordnet, dass der Abstand der Schlaufe zum Rail immer gleich bleibt (egal ob weiter vorne oder weiter hinten montiert), so dass auch große Füße in der hintersten Position noch eine gute Chance bekommen, reinzuschlüpfen.

Auf dem Wasser: Der Falcon ist mit der 37er-Finne und mit einem 7,6er-Segel für den gesamten nutzbaren Windbereich sehr gut abgestimmt. Lediglich, wenn es auf harte Amwind-Races hinausläuft, würde man besser eine Finnengröße länger wählen. So kann das Board jedoch schon früh beschleunigen und zeichnet sich durch sehr gute Kontrollierbarkeit bei viel Wind aus.

In allen Speedruns war es bei unserem Test bei den Besten dabei. Dazu trägt sicherlich die flachere Gleitlage bei, die sämtliche Wheelie-Tendenzen verhindert. Man kann auf dem Board die Segelpower wirklich umsetzen, solange man das Segel noch festhalten kann. Das Board hält dabei die Nase schön unten, wirkt aber um die Längsachse nicht so festgenagelt wie einige andere, man kann damit noch schön spielen, das Board um die Längsachse so trimmen, wie man es möchte, ohne, dass man das Board als nervös empfinden würde.

Leider bekommt man beim Fanatic im Kabbelwasser relativ viel Spritzwasser aus dem Bereich der vorderen Fußschlaufe ab, was wahrscheinlich am recht dünnen Board liegt. Auf dem JP steht man vergleichsweise deutlich höher über dem Wasser. An der Boje wählt man möglichst einen mittleren Radius, dabei gleitet das Board ordentlich durch die Kurve, zum aggressiven Attackieren lässt das Board sich zumindest nicht sonderlich gut eng drehen, die Durchgleiteigenschaften sind innerhalb der Gruppe durchschnittlich.

Preis: 1499 Euro

Material/Herstellung: Carbon-Sandwich

Finne: Select Evo 37 cm/Deep Tuttle-Box/Carbon

Web: www.fanatic.com

 

 

 

 

 

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    Test: Slalom-Raceboards Medium

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