JP-Australia Slalom VI 68 Pro

 • Publiziert vor 12 Jahren

Der JP Slalom wirkt im Feld recht bullig und ist bis in den Mittelwindbereich das leistungsstärkste Board. Bei Topspeedbedingungen sind schwerere Surfer ab gut 80 Kilo dann besser bedient. Wer so viel Power bändigen kann, der bekommt in Summe ein Board mit Erfolgsgarantie. Bei weniger Wind wird man automatisch schnell – das Board gleitet sehr stabil und kontrolliert – bei richtig viel Wind muss man sich maximalen Output spürbar härter erarbeiten.

[Board] JP-Australia Slalom VI 68 Pro : [Tester] Manuel Vogel : [Spot] Langebaan

An Land: Sehr üppige Rails und das neue Konturdeck unter den Schlaufen sind die auffälligsten optischen Kennzeichen. Die Gleitfläche ist als gemäßigt doppelkonkaves V konzipiert, das in ein planes V im Heck übergeht.

Auf dem Wasser: Der JP Slalom kann in diesem Testfeld vor allem im unteren und mittleren Windbereich auftrumpfen. Das Board gleitet sehr flott an und wird sofort lebendig frei. Besonders die Beschleunigung nach dem Start und nach der Halse verschafft dem JP-Boliden jeweils ein kleines Leistungsplus. Auf Amwindkurs lässt das Board dann ebenfalls die dicken Muskeln spielen, hier repräsentiert durch die voluminösen Rails, und schafft den leistungsstärksten Mix aus Winkel und Speed.

Den Preis für so viel Power zahlt man aber bei mehr Wind. Dann erfordert das Board im Vergleich mehr Krafteinsatz und gutes Boardgefühl, um es auch im Kabbelwasser sicher mit Vollgas in der Spur zu halten. Wir fanden in der 38er JP-Finne die beste Abstimmung für einen möglichst großen Windbereich. Aufmerksam gesteuert, gleitet das Board durch variable Radien. Das neue Race-Deck vermittelt tatsächlich sehr direkten, kompakten Boardkontakt und wurde durchweg als angenehm empfunden. Die Zehen sind dabei leicht erhöht, das Fußgelenk wird weniger stark gestreckt.

surf-Empfehlung: Der 68er ist in der JP-Palette ein Board für schwerere Surfer über 85 Kilo. Der Empfehlung würden wir folgen, denn der Shape bietet in unserem Vergleich die beste Leicht- und Mittelwind-Performance, erfordert bei viel Wind aber auch mehr Kraft oder Gewicht. JP bietet drei Brettgrößen für Schwergewichte und drei für leichtere Surfer an.

Web: www.jp-australia.com

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