Redaktion

Lorch Thunderbird 67

20.03.2010

Der Lorch ist das Pendant zum JP: Vergleichsweise sehr klein wirkend und schon bei wenig Wind nervös am Fuß hängend. Leichtere Surfer empfanden das Board im mittleren Windbereich als sehr spritzig und angenehm zu führen. Der Topspeed ist enorm — wenn man gute Wasserbedingungen hat. Insgesamt ein Board, das bei viel Wind technisch eher anspruchsvoll zu surfen ist.

[Board] Lorch Thunderbird 67 : [Tester] Frank Lewisch : [Spot] Langebaan

An Land: Der Lorch ist das kleinste Board im Testfeld. Spartanisch fallen auch die Footpads aus (klein und dünn), die Schlaufen sind dagegen solide jeweils doppelt verschraubt. Eine Tuttlebox-Schraube steht leider an Deck über, mit einer Zehe steht man beim Surfen ständig darauf. Im Unterwasserschiff dominiert ein doppelkonkaves V: Sehr ausgeprägt im Bugbereich, sehr dezent von der Mastspur bis zum Heck.

Auf dem Wasser: Der Thunderbird machte im Testvergleich seinem Namen als fliegende Rennsemmel alle Ehre. Leistungsmäßig hat der Shape mit wenig Volumen – bei der Wende säuft der Bug schon bei 80-Kilo-Surfern ganz schnell ab – und schmalerer Gleitfläche im unteren Windbereich schlechtere Karten. Dafür belohnt das Board vor allem leichtere Surfer mit sehr spielerischem Fahrgefühl.

Leichtfüßig und ohne spürbaren Fahrwiderstand erreichte der Lorch auf der Flachwasser-Speedpiste mit der 38er Finne überragenden Topspeed auf dem GPS. Im Kabbelwasser erfordert es aber schon jede Menge Mut und Fahrkönnen, das Board in die Nähe der 60 km/h zu beschleunigen. Bei gutem Eingangsspeed geht das Board auch mit Vollgas gut weiter durch die Halse, bei weniger Druck im Segel fehlt etwas Auftrieb im Turn, um den Speed auf den neuen Kurs zu retten. Im Test konnte der Lorch mit dem subjektiv leichtesten Fahrgefühl überzeugen und hohen Spaßfaktor wegen der lebendigen Gleitlage.

surf-Empfehlung: Wir würden das Board eher für Segel von 7,5 Quadratmeter und kleiner und mit Finnen von 36 bis 38 Zentimeter Länge empfehlen.

Web: www.lorch-boards.de

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