Mistral Slalom 140

 • Publiziert vor 10 Jahren

surf-Empfehlung: Mit viel Volumen trägt der Mistral bestens auch große Segel weit über neun Quadratmeter und schwere Fahrer über 100 Kilo. In dieser Gruppe obendrein der Halsentipp.

[Board] Mistral Slalom 140 : [Tester] Frank Lewisch : [Spot] Torbole/Gardasee

An Land: Mistral verzichtet auf die Ausdünnung im Bugbereich, das voluminöse Board wirkt mit Square-Nose und Square-Tail optisch groß, im Bereich der Fußschlaufen ist es etwas schmaler gehalten als die Boards im Gruppenmittel. Im Unterwasschiff findet man als recht seltenes Shapekonzept ein stark verrundetes V. Der Kantenshape ist besonders im Heck recht bullig, wodurch man zwar viel Druck geben kann, was aber andererseits weniger bequem unter den Sohlen wirkte. Der Standlack ist sehr rau.

Auf dem Wasser: Wer schon mal ein Nashorn in Rage gesehen hat weiß, dass dick und flink sich nicht ausschließen müssen. So geht der sehr groß wirkende Mistral erstaunlicherweise am rasantesten durch die Kurve: Leichtfüßig und schon bei geringem Fußdruck drehend. Das Brett steht weich auf dem Rail und gleitet super flüssig durch die Kurve. Wer mit Topspeed an die Boje kommt und noch nicht vorne liegt, kann mit dem Mistral mutig angreifen. Dabei hat das Board durchaus auch das Zeug – genügend Wind vorausgesetzt – schon vor der Tonne die Führung zu übernehmen. Mit richtig Druck im Segel läuft das Board kontrolliert und dennoch frei und wird sehr schnell. “Gedämpft aber frei”, lobten die Tester auch im Kabbelwasser des Neusiedler Sees. Lediglich im unteren Windbereich, beim Spurt von Null auf Topsspeed, wirkt der Shape etwas gedrosselt, gleitet auf Amwindkursen und in Windlöchern nicht so ungedrosselt weiter wie einige der Herausforderer.

Web: www.mistral.com

surf-MessungGewicht: 8,0 kg Länge: 242,0 cm Breite: 85,0 cm

Finnenkasten: Tuttlebox

Interessante Dübelphilosophie bei Mistral die Schlaufen können durch zwei Leisten für die hintere Schraube im Winkel individuell verstellt werden.

Der Mistral-Shape fällt im Heck sehr bullig, „boxig“ aus, für die Standergonomie nicht optimal.

 

 

 

 

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