Redaktion

Tabou Manta 79 + 85 Team

15.06.2011

surf-Empfehlung: Auch der Manta 79 eignet sich, aufgrund hervorragender Beschleunigung und tollem Speedpotenzial vor allem für den mittleren und unteren Windbereich. Bei richtig viel Wind muss man bei der Kontrolle kleinere Abstriche machen, eine kleinere Finne sollte dann im Gepäck sei. Gut für den leichten bis mittelschweren Surfer. Der Manta 85 ist ein Komfortracer für schwere/große und kräftige Surfer, die das Board mit mehr Kraft und Masse auf Leistung bringen.

[Board] Tabou Manta 85 Team : [Tester] Frank Lewisch : [Spot] Podersdorf/Neusiedler See

An Land: Bei Tabou lassen sich die vorderen Schlaufen im Winkel verändern und auch etwas weiter innen montieren. Unter den Zehen sind die Pads deutlich erhöht, wodurch man, trotz eher flachem Decksverlauf, die Fußgelenke nicht unangenehm überstrecken muss. Auffallend ist beim 79er zudem das stark doppelkonkave V im Unterwasserschiff. Die Schlaufen sind weich und bequem, allerdings recht schmal. Wer große Füße hat und mit Schuhen surft, kann aber problemlos nicht zusammengehörende Löcher verwenden.

Auf dem Wasser: Wie auch das Starboard glänzt der Manta 79 vor allem im unteren und mittleren Windbereich. Zwar gleitet der Tabou passiv nicht ganz so widerstandslos an wie das Starboard, die Beschleunigung in der ersten Böe oder nach zwei schnellen Pumpzügen ist allerdings vom Feinsten. Das Brett wird sofort frei, fliegt sportlich-direkt über den Chop und vermittelt sofort echtes Rennfeeling mit beeindruckendem Topspeed. Auf dem Deck fühlt man sich, dank guter Schlaufen und Pads sowie angenehmer Druckverteilung, dann pudelwohl. Kleine Abstriche muss man machen, sobald es richtig windig wird: Dann wird der Tabou etwas unruhiger um die Längsachse und erfordert Körperspannung und gehobenes Fahrkönnen, um das zweifellos große Speedpotenzial des Bretts auszureizen. Im Vergleich zur Konkurrenz kann man die Finne für den Tabou gerne eine Nummer kleiner wählen. Sofern man nicht über 90 Kilo wiegt und Segel über neun Quadratmeter benutzen möchte, sind Finnengrößen von 45 bis 47 Zentimetern absolut ausreichend. In der Halse carvt das Brett mit viel Grip durch lang gezogene Radien und gleitet recht gut durch. Mit etwas Beinschmalz lässt sich der Tabou sogar noch in enge Radien pressen, was den positiven Gesamteindruck abrundet. Der Manta 85 zeichnet sich durch die völlig gegensätzliche Charakterisrtik aus. Selbst mit der 52er-Finne war es unter den breiten Slalomboards die am stabilsten gleitende Kombination. Ein Komfort-Racer, nicht aus der Ruhe zu bringen, der niemals Kontrollängste aufkommen lässt und auf dem man sich selbst angepowert noch auf die nächste Böe freut. Es wirkt beinahe wie eine Windstärke weniger als beispielsweise auf dem RR D. Dabei will das Board kraftvoll gepusht werden, auch mit der wahlweise verwendeten 49er-Select-Finne muss man auf dem breiten Manta mehr arbeiten, um der Konkurrenz zu folgen. Das volle Rail im Schlaufenbereich lässt sich prima pressen, wirkt aber auch nicht so kuschelig komfortabel wie manch anderes Fußbett. In der Halse zählt der Tabou dann wieder zu den Top drei der Gruppe. Mit viel Druck gleitet er auch im Kabbelwasser weich und sicher auf dem Rail, kommt mit viel Speed aus der Halse und hat so das Zeug, zum erfolgreichen Kurvenräuber an der Tonne im Getümmel.

Web: www.tabou-boards.com

surf-Messung Manta 85Gewicht: 7,2 kg Länge: 233,0 cm Breite: 85,0 cm 

Finnenkasten: Deep-Tuttlebox

 

 

 

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