Einzeltest 2016: Waveboard Quatro Pyramid Thruster 86 Einzeltest 2016: Waveboard Quatro Pyramid Thruster 86 Einzeltest 2016: Waveboard Quatro Pyramid Thruster 86

Einzeltest 2016: Waveboard Quatro Pyramid Thruster 86

  • Manuel Vogel
 • Publiziert vor 6 Jahren

Der Pyramid Thruster eignet sich keineswegs bloß für Cracks und dicke Hawaii-Klopfer, sondern kann mit ordentlichem Gleitpotenzial und grandiosen Dreheigenschaften durchaus auch auf Nord- und Ostsee punkten.

Manuel Vogel SURF Redakteur Manuel Vogel in Weißenhaus

An Land: Der Pyramid Thruster wird als das radikalste Waveboard der Quatro-Range angepriesen und wurde im Vergleich zum Cube Quad fünf Zentimeter länger und mit mehr Rocker (Aufbiegung) designt. Im Swallowtail sitzt ein Thruster-Set-up, bei dem sich die 18 er Mittelfinne in der US-Box noch verschieben lässt und somit individuelles Tuning erlaubt. Laut Shaper Keith Teboul sollen auch die nach hinten versetzten Schlaufen die radikalen Dreheigenschaften unterstützen.

Auf dem Wasser: Wir konnten den Pyramid auf Nord- und Ostsee probefahren, mit dem 5,0er am Ostseepot Weissenhaus sowie mit dem 4,5er am Nordseespot Rømø. Überrascht hat uns der Pyramid gleich beim ersten Dichtholen: Trotz der sehr radikalen Positionierung innerhalb der Range gleitet das Brett wirklich ordentlich. Die kleine Gleitschwelle beim passiven Angleiten überwindet man schnell, indem man etwas abfällt oder zweimal anpumpt. Dann gleitet der Quatro mühelos und wird subjektiv auch richtig schnell. Angepowert schießt der Pyramid frei übers Wasser, gute Voraussetzungen für reichlich Airtime auf dem Weg durch die Brandung. Auf der Welle setzt der Pyramid in puncto Radikalität den Maßstab und zieht mit sehr gutem Grip durch den Bottom Turn und, das ist die größte Stärke des Bretts, lässt sich auch jederzeit extrem variabel zur Wellenlippe hochziehen. Einen weiten Turn enger machen und senkrecht zur Lippe hochziehen gelingt spielerisch – wenn man das entsprechende Fahrkönnen hat, etwas Feingefühl ist durchaus gefragt. Wenn man die Wellenlippe damit nicht am perfekten Punkt trifft, liegt es jedenfalls nicht am Board. Kleine Schwächen offenbart das Board nur, wenn die Wellen klein und drucklos sind und der Wind am unteren Gleitlimit weht – dann kann es nicht aus seiner radikalen Haut und bleibt im Bottom Turn früher stehen als andere, gemäßigtere Konzepte.

surf-Fazit: Der Pyramid Thruster eignet sich keineswegs bloß für Cracks und dicke Hawaii-Klopfer, sondern kann mit ordentlichem Gleitpotenzial und grandiosen Dreheigenschaften durchaus auch auf Nord- und Ostsee punkten. Wer Wellenerfahrung und keine Probleme beim Queren der Brandung und bei Frontside-Wellenritten hat, wird die Radikalität des Bretts lieben. Abraten muss man Surfern, die erst mit dem Wellensurfen anfangen oder ein Brett suchen, mit dem sie auch regelmäßig aufs Flachwasser gehen können. Im Vergleich mit dem Bruder Cube Quad wirkt der Pyramid etwas lebendiger auf der Geraden und spürbar drehfreudiger und radikaler auf der Welle – dafür aber auch etwas sensibler und anspruchsvoller zu dirigieren!

Manuel Vogel Waveboard Quatro Pyramid Thruster 86

Technische Daten Quatro Pyramid Thruster Größen: 72/77/86/95 Längen/Breiten: 219x54/221x55/225x58/227x59cm Gewichte: 5,8/6,1/6,5/6,7 Finnen: Centerfinne (US): 16/17/18/19 cm Seitenfinnen (Minituttle): 10/10/10/10 cm Preise: 2199 Euro Infos: www.quatrowindsurfing.com

Manuel Vogel

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Themen: Pyramid ThrusterQuatroTestWaveboard


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